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    Zeitschrift „Schnecke“ berichtet über Deutschlands einzige ertaubte selbständig tätige Zahnärztin

    Wie gelingt es, trotz hochgradiger Hörschädigung erfolgreich im Berufsleben zu bestehen? Und inwieweit können moderne Hör-Implantate ertaubten Menschen zur Rückkehr in die hörende Welt verhelfen? – Einen Bericht, der exemplarisch Antwort auf diese Fragen gibt, veröffentlicht die „Schnecke“, führende Fachzeitschrift zum Leben mit Cochlea-Implantat (CI) und Hörgerät, in ihrer soeben erschienenen Ausgabe. Dr. Kirsten Keppler (38), Deutschlands einzige ertaubte, selbständig tätige Zahnärztin, erzählt von ihrem schwierigen Weg, der dank moderner Hör-Implantate eine entscheidende Wendung nahm.

    „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“ – Dieses Goethe-Zitat stellt Dr. Kirsten Keppler (38), Deutschlands einzige ertaubte, selbständig tätige Zahnärztin, ihrem Bericht zur Seite.

    Seit ihrer Kindheit ist Kirsten Keppler hochgradig hörgeschädigt. 30 Jahre lang lebt sie mit Hörgeräten. Mit großen zusätzlichen Anstrengungen besucht sie dennoch Schulen für normal Hörende, absolviert erfolgreich ein Studium der Zahnmedizin. Ihre Arbeit als Assistentin in einer Zahnarzt-Praxis stellt die junge Frau vor eine Vielzahl kommunikativer Schwierigkeiten: Durch das Tragen von Mundschutz ist es unmöglich, den Kollegen von den Lippen abzusehen. Störende Geräusche von Zahnarztsauger oder Bohrer erschweren das Hören mit den Hörgeräten. Tag für Tag steht Kirsten Keppler unter enormem Druck. Immer fürchtet sie Missverständnisse mit den Patienten.

    Dann endlich 2005 der Wechsel in die eigene zahnärztliche Gemeinschaftspraxis, die der jungen Frau erstmals die Chance auf ein hörgeschädigten-gerechtes Arbeitsumfeld mit für sie optimalen kommunikativen Bedingungen bietet. Kirsten Keppler nutzt zusätzliche technische Hilfen. Sie erlebt es als enorm erleichternd, sich gegenüber ihren Patienten offen zum eigenen Handicap zu bekennen. – Doch zugleich verschlechtert sich ihr Hörstatus zunehmend. Sie kann nicht mehr telefonieren. Auch die FM-Anlage schafft keine Abhilfe mehr. 2011 verfügt die damals 37-Jährige nur noch über geringe Hörreste. Sie ist gezwungen, den Beruf aufzugeben.

    „Ich wünschte, ich hätte mich schon viel eher mit CIs versorgen lassen.“

    Von der Möglichkeit eines Cochlea-Implantats hatte Kirsten Keppler schon Jahre zuvor von ihrem behandelnden Ohrenarzt erfahren. „Das Bild jedoch, welches er davon heraufbeschwor, wirkte alles andere als ermutigend“, erinnert sie sich. „Der Arzt versetzte mich in Angst und Schrecken.“

    Doch nun gibt es zum CI keine Alternative mehr: Nach jahrelangem Zögern entschließt sich Kirsten Keppler endlich doch zur CI-Operation – mit einem für sie erstaunlichen Ausgang: Wenige Monate nach der Erstanpassung kann sie in ihren Beruf zurückkehren. Im Jahr 2012 erhält sie auch auf dem zweiten Ohr ein Cochlea-Implantat. Das bringt ihr einen weiteren großen Zugewinn an Kommunikationsfähigkeit und Lebensqualität.

    „All die Jahre habe ich mich immer durchgebissen und hart gearbeitet, es war sehr anstrengend“, so Dr. Kirsten Keppler heute. „Ich wünschte, ich hätte mich schon viel eher mit CIs versorgen lassen und meine berufliche Wiedergeburt bereits vor Jahren erleben können.“

    Den ausführlichen Bericht von Deutschlands einziger ertaubter, selbständig tätiger Zahnärztin finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Schnecke“. Komplettiert wird der Beitrag durch Berichte der Zahnarzthelferin und einer Patientin von Dr. Kirsten Keppler.

    Darüber hinaus bietet die aktuelle Schnecke eine Vielzahl weiterer interessanter Themen in der bewährten Mischung aus Fachartikeln und Erfahrungsberichten. So beschäftigt sich das Titelthema mit der Vielfalt kommunikativer Formen – vom Hören und Sprechen bis zum Gebärden, Lesen und Schreiben. Der Erfahrungsbericht „Mit Schwerhörigkeit zum Hörgeräteakustiker und zum Studium der Hörakustik“ stellt ein gutes Beispiel der Inklusion dar. Zum Inhalt der aktuellen Ausgabe gehört auch eine Auseinandersetzung mit dem Grammatik-Verständnis von Kindern mit Cochlea-Implantat und ein Beitrag über Rauchmelder für hörgeschädigte Menschen.

    Redaktioneller Hinweis:

    Die „Schnecke“ ist eine seit 1989 erscheinende unabhängige Fachzeitschrift, die von der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft DCIG (www.dcig.de) herausgegeben wird. Die Zeitschrift, die als gemeinnützige GmbH agiert, informiert ihre Leser über die Themen Cochlea-Implantat, Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, Hörgeräte und Hör-Hilfsmittel. Fachbeiträge und Erfahrungsberichte von Betroffenen vermitteln dem Leser einen besonders tiefen Einblick in die Problematik von Hörschädigungen und in ihre Bewältigung. Zugleich bietet die Zeitschrift den Lesern ein Forum und vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Thematischer Schwerpunkt ist das Leben mit Cochlea-Implantaten (CI) und Hörgeräten. Die „Schnecke“ erscheint viermal jährlich mit einer aktuellen Auflage von 7.000 Exemplaren. Die Redaktion hat ihren Sitz in Illertissen; Chefredakteurin der „Schnecke“ ist Hanna Hermann. Seit 2008 gibt es in Ergänzung zur Print-Ausgabe der „Schnecke“ das Informationsportal www.schnecke-online.de, das im Februar 2012 grundlegend relaunched wurde. Sie finden dort nun auch eine Literaturdatenbank sowie ein Expertenverzeichnis.

    Pressekontakt: Martin Schaarschmidt, Tel: (030) 65 01 77 60, eMail: martin.schaarschmidt@berlin.de; www.martin-schaarschmidt.de.

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