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    Zahnspange und Allergie - Kieferorthopäde Dr. Dipsche im Interview

    München, 13.02.2015. Durchschnittlich trägt in Deutschland jedes zweite Kind eine Zahnspange. Was der gesamten Gesundheit nutzt, kann bei Allergikern zu unerwünschten Nebenreaktionen führen. Worauf ist bei der Zahnspange für Allergiker zu achten? Wir fragen nach - Dr. Patrick Dipsche, Kieferorthopäde in München, im Gespräch.

    Wie häufig werden allergische Reaktionen durch die klassische, festsitzende Zahnspange ausgelöst?

    Selten. Dennoch kommt eine Sensibilisierung auf Metalle in der Zahnspange vor. Studien zeigen, dass etwa 12% der Bevölkerung gegen Nickel und ca. 5% der Bevölkerung gegen Chrom allergische Reaktionen entwickeln. Beide Metalle werden in der traditionellen, festsitzenden Zahnspange verwendet. Dennoch bedeutet beispielsweise der Nachweis einer leichten Nickelallergie nicht, dass der Patient auch auf Nickel in der Zahnspange allergisch reagiert. Hierzu muss man die Reaktion von Nickel verstehen. Das Nickel wird erst aus der Zahnspange gelöst, wenn es mit Milchsäurebakterien in Verbindung tritt. Milchsäurebakterien sind in jeder Mundhöhle enthalten, problematisch werden sie erst dann, wenn die Mundhygiene nicht sorgfältig durchgeführt wird und die Bakterien sich an der Zahnspange festsetzen.

    Ist Nickel in jeder festsitzenden Zahnspange enthalten?

    Kieferorthopädische Apparaturen enthalten zum Großteil Stahl, der vorwiegend aus Eisen, aber auch aus Chrom und aus Nickel, besteht. Das betrifft kieferorthopädische Drähte, die orthodontischen Bögen, ebenso wie traditionelle Brackets. Stahl ist gut formbar, nicht rostend und preiswert und wird aus diesen Gründen häufig in der Kieferorthopädie allgemein, insbesondere für Zahnspangen verwendet.

    Welche alternativen Werkstoffe kann der Kieferorthopäde benutzen, wenn ein Verzicht auf Nickel zu empfehlen ist?

    Bei Allergikern verwenden Kieferorthopäden Titan- oder Keramikbrackets, die nickelfrei sind. Manganlegierungen eignen sich für orthodontische Drähte sowie für Brackets, auch diese sind nickelfrei. Alternativ können beispielsweise TMA-Drähte (Titan-Molybdän-Alloy) oder Ni-Ti-Drähte (Nickel-Titan-Drähte) verwendet werden. Letztere bestehen zwar zur ca. der Hälfte aus Nickel, das Nickel ist jedoch hier so fest an das Titan gebunden, dass es auch in Kombination mit Milchsäurebakterien nicht gelöst wird. Im kieferorthopädischen Praxisalltag wird vorwiegend Stahl verwendet, da die anderen Metalle um ein vielfaches teurer sind, und Stahl einer der Werkstoffe ist, der die meisten Vorteile für die kieferorthopädische Behandlung mit sich bringt.

    Gibt es eine Alternative zur traditionellen Zahnspange?

    In der modernen Kieferorthopädie gibt es viele Zahnspangen-Modelle; die festsitzende Apparatur an der Außenseite der Zähne, wie beschrieben, des Weiteren die festsitzende Zahnspange an der Innenseite der Zähne (mit einer goldhaltigen Dentallegierung der Brackets, aber mit nickelhaltigen Drähten), darüber hinaus gibt es herausnehmbare, metallfreie Aligner aus Kunststoffschienen (z.B. Invisalign oder Essix). Von Patienten wird heute vorwiegend zwischen den sichtbaren und unsichtbaren Zahnspangen unterschieden. Aus Sicht der Kieferorthopädie kommen der Grad der Zahn- und/oder Kieferfehlstellung hinzu. Größere Korrekturen erfordern kontinuierliche, kontrollierte Kräfte. Feste Zahnspangen sind Compliance-unabhängig, d.h. die Kontinuität der Krafteinwirkung ist gegeben, unabhängig von der Mitarbeit des Patienten. Transparente Aligner sind nicht automatisch die Alternative zur Zahnspange aus Metall, weil auch sie aktive Mitarbeit erfordern und an bestimmte Voraussetzungen bezüglich des kieferorthopädischen Befundes und des Wirkungsspektrum gebunden sind.

    Was ist einem Allergiker zu empfehlen?

    Entscheidend ist zunächst, dass der Patient den Kieferorthopäden von Beginn an über eine vorliegende Allergie informiert. Nur so kann die Auswahl der Behandlungsmittel optimal auf den Patienten abgestimmt werden. Liegen Bedenken wegen einer eventuellen Reaktion vor, sollte die Verträglichkeit der Materialien vorab getestet werden. Eventuelle andere Füllungen, die in der Mundhöhle bereits verwendet wurden (z. B. Gold-Inlays), sollten bei Allergikern ebenfalls berücksichtigt werden. Bei Kindern ist dieser Aspekt meist unproblematisch, da im günstigsten Fall noch keine Füllungen vorhanden sind. Bei der Zahnspange für Erwachsene können verschiedene Materialien im Mund jedoch zu unerwünschten Spannungen zwischen den Materialien führen. Auf die Zahnspange verzichten muss ein Allergiker nicht! Wichtig ist lediglich, die kieferorthopädische Behandlung gänzlich auf die Unverträglichkeiten des Patienten abzustimmen.

    Kontakt
    Kieferorthopäde Dr. Dipsche & Kollegen
    Notburgastr. 5
    80639 München
    (Neuhausen/ Nymphenburg)
    Tel. 089 174034
    info@kfo-dipsche.de
    www.kfo-dipsche.de

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    Tanja Käppler
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