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    Zöliakie in der Arztpraxis: Abendsymposium an der Berliner Charité

    Am 24. August 2011 lud die Berliner Charité zu einem gastroenterologischen Abendsymposium ein. 35 Ärzte, insbesondere Hausärzte, nutzten die Gelegenheit und informierten sich rund um das Thema Zöliakie. Der rege Austausch zu den diagnostischen und therapeutischen Herausforderungen bei einer Glutenunverträglichkeit zeigt ihre hohe Relevanz im Praxisalltag. Die kostenfreie Veranstaltung wurde von der Ärztekammer Berlin zertifiziert und von der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft und Dr. Schär unterstützt.

    Vor rund einer Woche, am 24. August 2011, referierten namhafte Experten an der Berliner Charité über das Krankheitsbild der Glutenunverträglichkeit, die sogenannte Zöliakie. Sie gehört zu den noch deutlich unterdiagnostizierten gastroenterologischen Erkrankungen: Unspezifische Symptome, versteckte Diagnoseparameter und unklare Abgrenzungen zu anderen funktionellen Erkrankungen stellen große Herausforderungen im Praxisalltag dar. Rund 35 Ärzte ergriffen an diesem Tag die Chance, sich über konkrete Lösungsstrategien zu informieren und weiterführende Fragen zu stellen.

    Nach einer Einführung von Prof. Dr. med. Martin Zeitz erläuterte Dr. med. Michael Schumann zunächst die Hintergründe der über die letzten Jahrzehnte zunehmenden Zöliakieprävalenz. Mögliche Gründe hierfür sind zum einen die verbesserte Zöliakiediagnostik. Zum anderen legen zwei voneinander unabhängige Studien eine tatsächliche Zunahme der Zöliakiefälle dar, die vermutlich durch eine veränderte Einführung glutenhaltiger Speisen in die Säuglingsnahrung verursacht wurde, aber auch in Zusammenhang mit der Hygienehypothese diskutiert wird – d.h. dem Anstieg der Häufigkeit autoimmuner Erkrankungen aufgrund der in der Kindheit seltener werdenden Exposition mit gastrointestinalen Erregern. Noch immer gibt es viele nicht diagnostizierte Betroffene und damit eine hohe Dunkelziffer, weshalb man auch von dem „Zöliakieeisberg“ spricht. Die Prävalenz der Zöliakie liegt europaweit bei einem Prozent.

    Aus diesem Grund gab Schumann dem Auditorium konkrete Hinweise dazu, wie Zöliakiebetroffene erfolgreich identifiziert und betreut werden können. „Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Gliadin-IgA-Serologie hinsichtlich Sensitivität und insbesondere auch Spezifität der Transglutaminase-IgA-Serologie deutlich unterlegen ist. Aufwendiger, aber mindestens ebenso wertvoll, sind die Endomysium-IgA. Konventionelle Gliadin-IgA- oder IgG-Serologien sollten daher nicht mehr bestimmt werden“, gab er zu bedenken.

    Seine wichtigsten Botschaften: Ärzte sollten vor allem auf oligosymptomatische Formen der Zöliakie achten, die atypische Symptome wie beispielsweise Eisenmangelanämie, Calciummangel, Osteopenie oder erhöhte Leberwerte aufweisen. Diese Formen treten gerade auch im Erwachsenenalter auf. Darüber hinaus sollte jeder Arzt an die Assoziation der Zöliakie mit anderen Autoimmunerkrankungen denken, wie beispielsweise Diabetes mellitus Typ 1, autoimmune Schilddrüsenerkrankungen oder autoimmune Lebererkrankungen.

    Dr. med. Christian Barmeyer folgte mit einem Vortrag zum Reizdarmsyndrom und stellte basierend auf der aktuellen Leitlinie eine Anleitung zur Therapie vor. Eine neu angelaufene Studie soll beleuchten, inwiefern das Reizdarmsyndrom und Gluten Sensitivity zusammenspielen. Derzeit werden noch Studienteilnehmer gesucht. Interessierte Probanden können sich unter der Telefonnummer 030 8445-2395 mit den Studienärzten in Verbindung setzen. Die telefonischen Sprechzeiten sind montags von 9 bis 10 Uhr und mittwochs von 13 bis 14 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.reizdarmstudie.charite.de.

    Im dritten Themenblock behandelte Dr. Marion Muche die verschiedenen Gründe von erhöhten Transaminasen. Eine mögliche Ursache stellt auch eine Zöliakie dar: Ein großer Teil aller Zöliakiepatienten weist erhöhte Transaminasen auf. Muche erläuterte das schrittweise Vorgehen bei der Ursachenklärung der unklaren Transaminasenerhöhung. Im Anschluss an die Expertenbeiträge und einer Zusammenfassung durch PD Dr. med. Severin Daum erhielten die Teilnehmer bei einem glutenfreien Buffet mit Produkten aus dem Hause Dr. Schär die Möglichkeit zum Meinungsaustausch.

    Über Dr. Schär
    Die Unternehmensgruppe Dr. Schär mit Sitz in Südtirol (Italien) widmet sich seit 30 Jahren der Herausforderung, gesunde Ernährung und geschmackvolles Essen in Einklang zu bringen und führt Produkte unter den Marken Schär, DS - gluten free und Glutano. Dr. Schär engagiert sich im Bereich Forschung und Entwicklung und setzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Produktion um. Zudem ist das Unternehmen intensiv mit allen Zöliakiegesellschaften und Verbänden weltweit im Gespräch, um die öffentliche Aufmerksamkeit für die Unverträglichkeit zu gewinnen und damit den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz in der Fachwelt und der Bevölkerung zu steigern. Diese langjährige Kompetenz bündelt das Unternehmen in seinem 2011 gegründeten Dr. Schär Institute, das ein professioneller Partner für Ernährungsfachkräfte, Allgemeinmediziner und Fachärzte ist.

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