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    Zöliakie: Italienische Studie zeichnet neue Weltkarte der Pathologie

    Die im Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition veröffentlichte Studie skizziert eine neue Epidemiologie der Zöliakie, geprägt von Zuwächsen in den klassischen Gebieten und einer Ausbreitung in neuen Regionen der Welt. Modelle für Kinderernährung können die Entwicklung und Verbreitung der Zöliakie beeinflussen.

    Aus historischer Sicht hat sich die Zöliakie stets auf jene geografischen Gebiete beschränkt, in denen glutenhaltige Getreidesorten zu den Grundnahrungsmitteln zählen. Ein geografischer Wandel in den Verteilungsmodellen der Krankheit wird erstmalig mit derartiger Genauigkeit in einer italienischen Studie – The New Epidemiology of Celiac Disease, kürzlich im Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition veröffentlicht – abgelichtet.

    Europa und USA: die historischen Regionen der Zöliakie
    Alte und Neue Welt weisen seit jeher eine hohe Prävalenz an Zöliakiepatienten auf, da es sich hierbei um geografische Gebiete handelt, in denen die Ernährung auf glutenhaltigen Nahrungsmitteln (Brot, Nudeln, Pizza) basiert. Internationale epidemiologische Studien haben, unter Beachtung der natürlichen regionalen Abweichungen, eine durchschnittliche Häufigkeit der Zöliakie von ca. 1 % der Gesamtbevölkerung aufgezeigt und beobachtet, dass sich die Inzidenz in den letzten 25 Jahren verfünffacht hat, besonders bei Kindern.

    „Die epidemiologischen Daten, die der Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung stehen, berücksichtigen jedoch nur die Zahl der klinisch diagnostizierten Zöliakiepatienten oder jene, die mittels serologischem Screening einer Bevölkerungsstichprobe ermittelt wurden, und schließen somit den sogenannten ‚Eisberg der Zöliakie‘ an nicht diagnostizierten Patienten aus“, erklärt Professor Fasano, Direktor des Center for Research on Celiac Disease (CFRC) an der Universität in Boston und Mitglied des wissenschaftlichen Komitees des Dr. Schär Institutes. „Das Verhältnis zwischen diagnostizierten und nicht diagnostizierten Fällen liegt nämlich immer noch bei 1 : 3 bis 1 : 5“, fährt Fasano fort, „daher wäre ein sorgfältigeres Screening der potenziell gefährdeten Patienten sinnvoll. Demzufolge müssten stets Verwandte ersten Grades der Zöliakiepatienten getestet werden, ebenso wie Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen, Personen mit Reizdarmsyndrom oder mit einer Symptomatik, die auf das Vorhandensein von Zöliakie hinweisen könnte.“

    Naher Osten und Nordafrika: eine Überschneidung mit europäischen und amerikanischen Daten
    Die Epidemiologie der Zöliakie wurde auch in jenen Ländern erforscht, in denen Menschen europäischen Ursprungs leben und viel Weizen konsumiert wird, wie z. B. in Nordafrika und im Nahen Osten. In diesen Gebieten ist Zöliakie, analog zu Europa und den USA, weit verbreitet. Allerdings ist die Diagnoserate, aufgrund begrenzter Verfügbarkeit von diagnostischen Einrichtungen und mangelnder Kenntnis der Krankheit, äußerst niedrig.

    Indien: Zöliakie auf dem asiatischen Kontinent
    Die Epidemiologie des asiatisch-pazifischen Raums ist noch weitestgehend begrenzt und beschränkt sich auf den sogenannten „Zöliakiegürtel”, den nördlichen Teil Indiens, wo Zöliakie sowohl unter den Erwachsenen als auch bei Kindern auftritt: 5 bis 8 Millionen beträgt die Zahl der Betroffenen laut Schätzung einer indischen Task Force. Von dieser großen Anzahl potenzieller Zöliakiepatienten wurde bisher nur ein kleiner Prozentsatz diagnostiziert. Das Auftreten von Zöliakie im nördlichen Teil Indiens lässt sich zum Teil durch den Beginn des Anbaus von Weizen anstelle von Reis im Norden des Landes erklären.

    Einfluss von Umweltkomponenten auf die Steigerung der Zöliakieprävalenz
    Die wachsende Prävalenz von Zöliakie kann teilweise auf die Verbesserung der Diagnosetechniken und auf ein steigendes Bewusstsein dieser Krankheit zurückgeführt werden. Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass bedeutende Veränderungen in Bezug auf Ernährungsgewohnheiten und Umweltkomponenten eine wichtige Rolle spielen: Veränderung der Quantität und Qualität des aufgenommenen Glutens, Umstellungen in der Landwirtschaft, das Spektrum der Darminfektionen und vor allem Ernährungsmodelle für Kinder.

    „Die Modelle für Kinderernährung beeinflussen die Entwicklung der Zöliakie und ihren klinischen Verlauf bei Säuglingen mit Prädisposition für diese Krankheit“, erklärt Professor Carlo Catassi, assoziierter Professor für Pädiatrie an der Università Politecnica delle Marche und Koordinator des wissenschaftlichen Komitees des Dr. Schär Institutes. „Laut jüngsten Studien, die derzeit noch nicht abgeschlossen sind, sollte die graduelle Einführung kleiner Mengen von Gluten ab dem vierten Lebensmonat, während der Stillzeit, teilweise vor dem Auftreten einer Zöliakie schützen. Allerdings“, erläutert Catassi, „ist die Debatte über die Entwöhnung noch offen. In Europa laufen derzeit randomisierte dezentrale Studien, welche zahlreiche Kinder einschließen, die potenziell gefährdet sind und von Geburt an beobachtet werden, um die aktuellen Wissenslücken in diesem Bereich zu schließen.“

    Die epidemiologische Kartierung der Zöliakie zeigt auf, dass die Krankheit zunimmt und in einigen Gebieten weit häufiger auftritt, als dies in der Vergangenheit der Fall war. „Weitere Studien, die das Ziel verfolgen werden, die Rolle der Kinderernährung in der Entwicklung der Zöliakie zu klären und deren Prävalenz in neuen geografischen Regionen zu messen, werden eine maßgebliche Rolle spielen, um sowohl das Bewusstsein für die Zöliakie zu steigern als auch das Zusammenwirken von Genetik und Umwelteinflüssen zu erklären, welches die Epidemie weltweit leitet“, schließt Catassi ab.

    Die Studie
    „The New Epidemiology of Celiac Disease“ Journal of Pediatric Gastroenterology & Nutrition, July 2014 Volume 59: http://journals.lww.com/jpgn/Fulltext/2014/07001/The_New_Epidemiology_of...

    Über Dr. Schär
    Die Unternehmensgruppe Dr. Schär mit Hauptsitz in Südtirol (Italien) engagiert sich seit mehr als 30 Jahren voller Überzeugung und Kompetenz im Bereich diätetischer Lebensmittel. Für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen bietet das Unternehmen glutenfreie Produkte unter der Marke Schär. Dr. Schär engagiert sich stark im Bereich Forschung und Entwicklung und setzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Produktion um. Zudem ist das Unternehmen intensiv mit allen Fachgesellschaften und Verbänden weltweit im Gespräch, um die öffentliche Aufmerksamkeit etwa für Zöliakie und Gluten Sensitivity zu gewinnen und damit den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz in der Fachwelt und der Bevölkerung zu steigern.
    Seit 2012 erweitert das Unternehmen Dr. Schär seine Tätigkeit über den Bereich glutenfreier Diätprodukte hinaus und steigt mit dem Geschäftsbereich Dr. Schär Medical Nutrition in den Sektor diätetischer Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke ein. Die MCT-Öle und MCT-Margarine der Marke Ceres-MCT, die eiweißarmen Lebensmittel der Linie MEVALIA Low Protein sowie die Aminosäuremischungen und hypoallergene Säuglingsnahrung unter COMIDAMED sind auf Menschen mit seltenen angeborenen Stoffwechselstörungen, Lebensmittelallergien oder anderen Erkrankungen zugeschnitten, die eine besondere Ernährungstherapie erfordern.
    Die langjährige Kompetenz im Bereich der diätetischen Lebensmittel bündelt das Unternehmen in seinem 2011 gegründeten Dr. Schär Institute, das die Wissensplattform für Ernährungsfachkräfte, Allgemeinmediziner und Fachärzte ist und erste Anlaufstelle, wenn es um besondere Ernährungsanforderungen geht. Weitere Informationen zum Dr. Schär Institute und zum wissenschaftlichen Komitee von Dr. Schär finden Sie unter www.drschaer-institute.com.

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