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    Vierteiliges Praktisches Jahr gefährdet Qualität der ärztlichen Ausbildung, warnen Ärzteverbände

    Düsseldorf, Mai 2012 – Der Bundesrat soll am 11. Mai 2012 über ein vierteiliges PJ entscheiden. Nach Abwendung des Pflichttertials Allgemeinmedizin droht den Medizinstudierenden ein vierteiliges Praktisches Jahr (PJ). Das hätte zur Folge, dass die Qualität der medizinischen Ausbildung leidet, warnen die großen fachärztlichen Berufsverbände Deutschlands. Ziel des Praktischen Jahres ist es, dass Studierende ihre theoretischen Kenntnisse in der praktischen Arbeit vertiefen. Ein dreimonatiges „Hereinschnuppern“ nimmt angehenden Ärzten diese Möglichkeit.

    Das Praktische Jahr (PJ) ist das letzte Jahr im Medizinstudium. Studierende vertiefen darin ihre Kenntnisse in der praktischen Arbeit am Patienten. Es gliedert sich in drei Abschnitte (Tertiale): vier Monate in der Inneren Medizin und vier Monate in der Chirurgie sowie bislang ein drittes Tertial in einem Fach ihrer Wahl. Medizinstudierende werden während ihres PJ von ihren Ausbildern intensiv angeleitet und lernen unter anderem ihre individuellen therapeutischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten zu vertiefen: Das steigert die Qualität der medizinischen Leistung und kommt ausschließlich den Patienten zu gute.

    Gerade das Wahltertial ist für Medizinstudierende maßgeblich bei ihrer Entscheidung für ihr späteres Weiterbildungsfach und für eine passende Weiterbildungsstelle. Im Wahltertial haben die Studierenden die Möglichkeit, ein Fach ihrer Wahl detailliert kennenzulernen. Es bietet fast allen ärztlichen Disziplinen die unverzichtbare Möglichkeit, Studierende von ihrem Fach zu überzeugen und motivierten Nachwuchs zu gewinnen. Ein ärztliches Praktikum (Famulatur) in einem Fach kann das Wahltertial nicht ersetzen, weil eine Famulatur zu kurz und nicht prüfungsrelevant ist.

    Dies lässt sich keinesfalls durch Famulaturen oder die oft nur kurze Berührung mit einem Fach im Rahmen des Studiums kompensieren. Auch eine Verkürzung der PJ-Zeit auf je ein Quartal pro Fachgebiet ist inadäquat, weil dadurch weder die „kleineren“, noch die großen Fachgebiete der Medizin und der Arbeitsalltag in diesen Gebieten annähernd realistisch und umfassend kennengelernt werden können.

    Ein Zwangstertial in einer allgemeinmedizinischen Praxis würde den Nachwuchsmangel in sehr vielen wichtigen Fachbereichen zum Nachteil der Patienten massiv verstärken. Dies sehen auch die Medizinstudierenden selbst so und haben sich kritisch gegenüber einem Pflichttertial Allgemein-medizin geäußert. Studierende, die bereits wissen, welche Facharztrichtung sie einschlagen möchten, wäre die Möglichkeit genommen, dieses Fach bereits im Studium intensiv kennen zu lernen und sich damit effektiv auf den Berufsstart vorzubereiten. Steigende Abbrecher- und Wechslerquoten wären die Folge.

    Einen weiteren Kompromiss zu Lasten der Qualität in der Ausbildung angehender Ärzte tragen die unterzeichnenden Berufsverbände und die durch sie vertretenen über 100.000 Fachärzte nicht mit. Denn Sie gefährdet nicht nur die Ausbildungsqualität sondern vor allem auch das Patientenwohl.

    Die unterzeichnenden Verbände
    Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA)
    Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA)
    Berufsverband der Frauenärzte Deutschlands (BVF)
    Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
    Berufsverband der Deutschen Radiologen (BDR)
    Bundesverband der Deutschen Pathologen (BDP)
    Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC)
    Berufsverband der Deutschen Internisten (BDI)

    Pressekontakt
    Berufsverband der
    Deutschen Chirurgen (BDC e.V.)
    Luisenstraße 58/59
    10117 Berlin

    Silke Jakobi
    Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
    Telefon: 02234 / 7011-584
    Mobil: 0162-100 10 92
    Fax: 02234 / 7011-6584
    eMail: presse@bdc.de

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