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    Unrühmliche Rolle des Marburger Bundes in der Debatte um die ärztliche Suizidbeihilfe?

    Der Marburger Bund ist die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland und gibt sich zuweilen „kämpferisch“ und recht phantasievoll.

    „Das Selbstbestimmungsrecht von Menschen in ihren eigenen Angelegenheiten gehört in der Demokratie zu den ehernen Grundrechten und im deutschen Grundgesetz zu den Garantien, die unmittelbar aus der Menschenwürde resultieren. Das Grundgesetz gewährleistet auch im Bereich des Arbeitsrechts völlig selbstverständlich die positive und die negative Koalitionsfreiheit. Im Zweifel gilt der Vorrang der Freiheit.“, so der überzeugende Hinweis des Marburger Bundes in seiner Aktion „Rettet die Koalitionsfreiheit“ (vgl. dazu MB >>> http://www.marburger-bund.de/rettet-die-koalitionsfreiheit/ <<<).

    Kritisch nachgefragt sei indes, warum es dem Marburger Bund als berufspolitische Interessenvertretung nicht zugleich auch in den Sinn kommt, zur „Rettung der ärztlichen Gewissensfreiheit“ aufzurufen?

    Immerhin handelt es sich hierbei doch um Grundrecht von hohem Rang und wer will daran zweifeln, dass gerade der Arztberuf sich durch eine hohe gewissenhafte Berufsausübung auszeichnet und die Ärztin und der Arzt hierbei die Letztverantwortung trägt?

    Nicht „nur im Zweifel“ gilt die Freiheit der Gewissensentscheidung, sondern diese ist grundlegende Voraussetzung dafür, dass die Ärzteschaft sich im Dialog mit ihren Patientinnen und Patienten tatsächlich an dem Willen und damit dem Wohl ihrer Klienten orientieren.

    Ein ethisches Zwangsdiktat, zumal berufsrechtlich abgesichert, muss da nicht nur Verwunderung, sondern geradezu Bestürzung auslösen und da darf man/frau denn auch auf die Reaktionen des Marburger Bundes gespannt sein, deren Vorsitzender nun allerdings kein Zweifel daran aufkommen lässt, dass das Verbot der ärztlichen Suizidbeihilfe zu begrüßen ist.

    Das Grundrecht der Gewissensfreiheit steht der Bedeutung des Grundrechts der Koalitionsfreiheit in nichts nach und da frage ich mich dann in der Tat, wann der Marburger Bund gegenüber den Ärztekammern zu intervenieren gedenkt?

    Nun – vielleicht scheint es ja in Mode gekommen zu sein, dass hochrangige Funktionäre sich mit ihrer „ethische Basta-Politik“ durchsetzen und insofern die Mitglieder des Marburger Bundes zumindest mit Blick auf die bioethischen Diskurse den neopaternalistischen Ideen ihrer Funktionäre erlegen sind.

    Dann freilich wäre es um die „Freiheit“ schlecht bestellt, die in vielerlei Hinsicht zu den „ehernen Grundrechten“ zählt.

    Wer Freiheit für sich reklamiert, sollte sie auch anderen zugestehen und da wäre es sicherlich lobenswert, wenn auch der Marburger Bund gelegentlich die berechtigten Interessen der Patientenschaft im Auge behält, zumindest in den Fällen, wo berufsrechtliche Normen eine unmittelbare Außenwirkung auf die Grundrechte der Patientinnen und Patienten entfalten!

    Lutz Barth
    ______________________
    IQB – Medizin- &. Pflegerecht - Lutz Barth
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