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    Unabhängige Qualitätssicherung bescheinigt Leberzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst überdurchschnittliche Versorgungsqualität

    Frankfurt a.M. Ein Vergleich der Qualität der Leistungen von Kliniken stellt eine wichtige Entscheidungsgröße sowohl für Patienten als auch für einweisende Ärzte dar. Mit einer regelmäßigen Veröffentlichung der Qualitätsdaten deutscher Krankenhäuser werden ein grundlegendes Informationsdefizit abgebaut und somit Vergleiche möglich. Der Qualitätsreport der Geschäftstelle Qualitätssicherung (GQH) Hessen bescheinigt dem Leberzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst unter Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach sowie Prof. Dr. med. Klaus Haag auch für das Jahr 2014 exzellente Bewertungen für die durchgeführten qualitätsgesicherten Cholezystektomien (Gallenblasenentfernungen). Die in die Analyse einbezogenen Operationen zeigen eine überdurchschnittlich gute Ergebnisqualität. „Die Ergebnisqualität reflektiert die zugrunde liegende Strukturqualität, d.h. die apparativen Ausstattungen im Klinikum, und die Prozessqualität, d.h. die perioperativen medizinischen Maßnahmen“, so Prof. Schwarzbach. Zu den Qualitätsindikatoren zählen unter anderem die Komplikationsrate sowie die Eingriffsletalität (Sterblichkeit). In Hessen erfolgt die Qualitätssicherung bei der Gallenblasenoperation über die GQH. In Hessen fanden für das Jahr 2014 insgesamt 12.577 dokumentierte Fälle aus über 80 hessischen Kliniken mit Gallenblasenoperationen Eingang in das Qualitätssicherungsmodul der GQH. Erstmals beteiligte sich das Klinikum als eine der ersten Kliniken in Hessen auch am Peer-Revier-Verfahren (externes Evaluationsverfahren).

    Im Einzelnen ergibt die Ergebnisqualität für das Klinikum Frankfurt Höchst folgenden GQH-Bericht: Eingriffsspezifische und behandlungsbedürftige Komplikationen nach laparoskopisch begonnener Cholezystektomie lagen 2014 bei 1,05 % und damit weit unterhalb des hessischen Durchschnitts (2,09 %). Im Speziellen ergab sich im Untersuchungszeitraum bei den qualitätsgesicherten Gallenoperationen in keinem Fall eine Okklusion (Verschluss) oder eine Durchtrennung des Gallenganges (hessenweiter Referenzwert 0,14 % in 2014). Die Reinterventionsrate aufgrund von Komplikationen nach Gallenoperationen betrug am Klinikum Frankfurt Höchst lediglich 1,04 Prozent (hessischer Durchschnitt: 2,17 %). Auch bei der Reintervention aufgrund von Komplikationen nach laparoskopischer Operation unterschreitet das Krankenhaus den hessischen Durchschnitt (Klinikum Frankfurt Höchst: 1,03 %, Durchschnitt Hessen: 2,23 % in 2014). Das Kriterium der Sterblichkeit (Letalität) lag trotz des erheblichen Umfangs an Notfallbehandlungen (akute Entzündung mit / ohne Bauchfellentzündung und Schock) und Patienten mit gravierenden Begleiterkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Herzerkrankung) am Leberzentrum des Klinikums Frankfurt Höchst mit 1,03 Prozent nahe am hessischen Niveau von 0,86 Prozent. Auch wurden hier häufiger akute Gallenblasenentzündungen, durchgebrochene sowie gestaute Gallenblasen operiert. Deutlich geringer als im Landesdurchschnitt fielen mit 1,03 % die allgemeinen behandlungsbedürftigen postoperativen Komplikationen aus (Durchschnitt Hessen 2,07 %). Dies galt sowohl für laparoskopische (1,05 % im Klinikum Frankfurt Höchst; 1,59 % im Landesdurchschnitt) als auch offene Eingriffe (keine im Klinikum Frankfurt Höchst; 12,3 % im Landesdurchschnitt).

    Prof. Schwarzbach: „Das zeigt, dass am Klinikum Frankfurt Gallenblasenerkrankungen verantwortungsvoll behandelt werden. Vor allem aber fällt auf, dass die minimal-invasive laparoskopische Cholezystektomie, die hier deutschlandweit als eine der ersten Kliniken überhaupt bereits1989 eingeführt wurde, auch weiterhin eine exzellente Ergebnisqualität aufweist.“ Diese Daten unterstreichen die besondere Bedeutung der Qualitätssicherung und der Zertifizierung als hepatobilliäres Zentrum. Das Leberzentrum wurde im Jahr 2013 durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie - DGAV e.V. zertifiziert.

    Neben den elektiven Gallenblasenerkrankungen stellen die schweren Fälle mit akuter Gallenblasenentzündung in allen ihren Formen - mit und ohne Leberzirrhose - eine besondere Herausforderung im klinischen Alltag dar. Eine 24-Stunden und 365-Tage-im-Jahr Versorgung mit notfallmäßiger Diagnostik (Sonographie, MRT mit Gallenwegsdarstellung und CT), endoskopischer Intervention (endoskopische Steinentfernungsmethode bei Steineinklemmung im Gallengang), operativer Versorgung (laparoskopische und offene Cholezystektomie) und gegebenenfalls Intensivbehandlung (Schock und Bauchfellentzündung) ist dabei eine Kernkompetenz eines Maximalversorgers wie dem Klinikum Frankfurt Höchst. Die durchschnittliche Verweildauer einer laparoskopischen Gallenblasenentfernung im Klinikum Frankfurt Höchst liegt bei drei Tagen, in besonders schweren Fällen kann auch ein längerer Krankenhausaufenthalt und eine Intensivbehandlung auf dem Niveau eines Maximalversorgers erfolgen.

    Neu: Freiwillige Teilnahme am Peer Review-Verfahren/Bewertung vor Ort durch externe Expertenteams
    Um die Versorgungsqualität weiter zu verbessern, hat das Klinikum Frankfurt Höchst freiwillig als eine der ersten Kliniken in Hessen auch am so genannten Peer-Review-Verfahren teilgenommen (englisch Peer: Gleichrangiger; Review, Gutachten), einem neuen Baustein der Qualitätssicherung. Bei diesen Verfahren werden die Kliniken von einem externen Expertengremium besucht, das sich aus Fachexperten (Chirurgen) und Qualitätsmanagern der GQH zusammensetzt, um die Verfahrensabläufe in der Gallenblasenchirurgie zu analysieren und zu bewerten. Das Expertenteam begleitet zudem eine Gallenblasenoperation und bespricht ausgewählte Fälle. Das Peer-Review-Verfahren am 9. März 2015 hatte dem Klinikum Frankfurt Höchst verschiedene besondere Qualitätsmerkmale zugesprochen. Dazu gehören u.a. das Moderne Patientenmanagement, der Einsatz von Checklisten, Verfahrensanweisungen sowie solche Instrumente des Risikomanagements wie CIRS – Critical Incident Reporting System und der von der WHO empfohlene Sicherheitscheck Team Timeout sowie ein sehr stringentes Prozessmanagement. Als so genannte Best Practices wurde ein am Klinikum Frankfurt Höchst entwickelter klinischer Behandlungspfad (engl. Clinical pathway) hervorgehoben. Das Gremium hat empfohlen, diesen Behandlungspfad zu publizieren und anderen Kliniken in Hessen zur Verfügung zu stellen. Auch wurden Verbesserungen bei den Verfahrensanweisungen identifiziert. „Damit erhält das Leberzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst durch das Peer-Review-Verfahren 2015 wichtige Impulse zur Weiterentwicklung, um die von der GQH auch für das Jahr 2014 konstatierte sehr hohe Prozessqualität weiter zu optimieren“, so Prof. Schwarzbach. Diese Entwicklung wird im Wesentlichen auch durch die bundesweite Datenerhebung der Krankenkassen (Weisse Liste) bestätigt.

    Dr. med. Björn Misselwitz, Leiter der Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen: „Unser Peer-Review Verfahren führen wir in Zusammenarbeit mit der Landesärztekammer Hessen durch. Wir richten uns bei dem Verfahren auch eng an das Curriculum „Peer Review“ der Bundesärztekammer. Zum Teil melden sich die Kliniken freiwillig für das Verfahren wie z.B. die Klinik für Chirurgie Frankfurt Höchst, zum Teil bieten wir Häusern bei auffälligen Kennzahlen aber auch, quasi als Ergänzung zum strukturierten Dialog gemäß der QS Richtlinie, das Peer Review an. Die Grundlage des Verfahrens ist die Besprechung eines strukturierten Bewertungsbogens zu den allgemeinen sowie spezifischen Struktur- und Prozessparametern in der Viszeralchirurgie. Weiterhin findet neben der Visitation einer Gallenblasen-Operation auch die Überprüfung - zufällig sowie gezielt - ausgewählter Krankenakten bzgl. korrekter Dokumentation und Aktenführung statt. Der Peer-Review-Tag endet mit einem Abschlussgespräch, in welchem Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken sowie Best Practice besprochen werden. Dies wird dem Chefarzt der Klinik dann auch zeitnah als Protokoll zugesandt.“

    Über die Geschäftsstelle für Qualitätssicherung Hessen
    Die Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen ist eine Einrichtung der Hessischen Krankenhausgesellschaft und der Krankenkassenverbände in Hessen. Sie ist für die Umsetzung der gesetzlich verpflichtenden stationären Qualitätssicherung in Hessen verantwortlich. Gemäß den Vorgaben vom Gemeinsamen Bundesausschuss, dem Institut nach §137 SGB V (zurzeit das AQUA-Institut) und zum Teil aus eigener Initiative wird für verschiedene Leistungsbereiche auf Grundlage von speziell hierfür erhobenen Daten die medizinische Qualität in den Krankenhäusern im Kontext zu gültigen Leitlinien überprüft. Die Ergebnisse werden den Krankenhäusern im Vergleich zu den anderen hessischen Kliniken zurückgespiegelt und im Strukturierten Qualitätsbericht veröffentlicht. Bei starken Abweichungen führt die GQH mit den Verantwortlichen der betroffenen Kliniken einen so genannten strukturierten Dialog durch. Hierdurch sollen Defizite in der Versorgung aufgedeckt und in konstruktiver Weise behoben werden. Mehr Informationen auch im Internet unter www.gqhnet.de.

    Über das Leberzentrum
    Am Leberzentrum werden sämtliche Verfahren der Leber- und Gallenwegschirurgie, der interventionellen Radiologie sowie der hepatologischen Behandlung akuter und chronischer Lebererkrankungen und ihrer Komplikationen angeboten. Alle Erkrankungen der Leber und den umliegenden Organen erfordern eine exakte Diagnostik und optimale Therapie. Der therapeutische Erfolg einer individualisierten und differenzierten Behandlungsstrategie ist dabei von einer fachübergreifenden und qualitätsgesicherten ärztliche Zusammenarbeit abhängig. Im Leberzentrum des Klinikums Frankfurt Höchst agieren in enger interdisziplinärer Abstimmung Chirurgen, Gastroenterologen, Radiologen, Onkologen und Pathologen gemeinsam, um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen.

    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich rund 36.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2018 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Leiterin Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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