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    Umfrage ergibt: Gastroenterologen bewerten Gluten Sensitivity als ernst zu nehmendes Krankheitsbild

    Die Unternehmensgruppe Dr. Schär befragte Gastroenterologen zu Relevanz, Prävalenz und Kenntnisstand bezüglich des neuen Krankheitsbildes Gluten Sensitivity (GS). Die Umfrage, die dieses Jahr in Zusammenarbeit mit der Online-Plattform DocCheck durchgeführt wurde, ergibt, dass rund die Hälfte der befragten Ärzte bereits Patienten mit GS sieht und die GS für ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild hält. Lediglich über die Prävalenz sind sich die Gastroenterologen unschlüssig. Zusätzlich besteht bei etwa jedem dritten Facharzt Aufklärungsbedarf hinsichtlich der genauen Definition von GS.

    Gluten Sensitivity (GS) – davon sprechen Mediziner und Wissenschaftler, wenn eine Unverträglichkeit gegenüber dem Getreideprotein Gluten vorliegt, die sich mit ähnlichen Symptomen wie eine Zöliakie äußert, zum Beispiel durch eine deutliche abdominale Schmerzhaftigkeit, Diarrhoe oder auch Migräne. Dennoch liegt bei den Betroffenen weder eine Zöliakie noch eine Weizenallergie vor. Sofern sich die Symptome durch die Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung bessern, gilt eine GS als bestätigt. In den letzten Monaten und Jahren hat die GS an Relevanz zugenommen und wird immer häufiger entsprechend der beschriebenen Ausschlussdiagnose diagnostiziert. Das zeigt auch die Umfrage, die Dr. Schär im Frühjahr 2013 in Zusammenarbeit mit der Online-Plattform DocCheck durchgeführt hat. Hierfür wurden Gastroenterologen aus Klinik und Praxis zu Relevanz, Prävalenz und Kenntnisstand bezüglich GS befragt.

    Ergebnisse der Umfrage zu GS bei Gastroenterologen
    Generell ist der Begriff GS in der Fachwelt bekannt. Fast alle befragten Gastroenterologen haben ihn schon einmal gehört, überwiegend in den letzten ein bis zwei Jahren. Fast 70 Prozent der Befragten kennen dabei die richtige Definition einer GS. Das heißt aber auch: Fast jeder dritte Arzt ist sich unsicher oder noch unwissend.
    51 Prozent der Mediziner geben an, bereits Diagnosen auf GS durchzuführen. Die Mehrheit dieser Ärzte hat innerhalb der letzten zwölf Monate bis zu 25 Diagnosen gestellt. 14 Prozent sogar 26 bis 50. Insgesamt erscheint das Patientenaufkommen bei niedergelassenen Gastroenterologen höher als in der Klinik.
    Von den Fachärzten, die bereits Patienten mit GS sehen, beurteilen 56 Prozent der Klinik- und 44 Prozent der Praxisärzte GS als ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild. Nur 16 Prozent der Klinikärzte und 22 Prozent der Praxisärzte sind noch unsicher, welche Rolle GS tatsächlich spielt, da es noch keine klinischen Studien gibt.
    Bei der Prävalenz der Glutensensitivität sind die Gastroenterologen ebenfalls noch unsicher. Ein Viertel kann die Häufigkeit gar nicht einschätzen. Bei den restlichen Befragten liegen die geschätzten Prävalenzen zwischen 1 : 50 und 1 : 1000. Auch wenn es derzeit noch keine epidemiologisch belastbaren Daten gibt, nehmen Experten an, dass die GS häufiger als die Zöliakie auftritt. Erste Schätzungen liegen bei rund 6 Prozent der Bevölkerung. Diese Zahlen wurden 2013 in einem Kurzreport veröffentlicht, der die Ergebnisse einer vom Dr. Schär Institute veranstalteten internationalen Expertentagung zusammenfasst.

    Fallbeispiel zeigt klinische Relevanz von GS
    Wie sich GS konkret im Praxisalltag zeigen kann, macht ein Fallbeispiel deutlich, das von der Ernährungstherapeutin Diplom-Oecotrophologin Ute Körner, Köln, geschildert wird: Die 34-jährige Patientin Silvia P. leidet vor Diagnosestellung unter Durchfällen, Blähungen, Völlegefühl und Hautekzem (juckende Pickelchen am Dekolleté und im Gesicht), die, mengenabhängig, sofort bis mehrere Stunden nach dem Verzehr von glutenhaltigen Produkten auftreten, das Ekzem ca. einen Tag nach Weizenverzehr. Nach ausführlicher Diagnostik werden Allergien, Fructose- und Lactoseunverträglichkeit sowie Zöliakie ausgeschlossen. Eine Woche lang ernährt sich die Patientin oligoallergenarm und glutenfrei. Unter dieser Diät tritt eine Verbesserung der Symptome ein. In einem dreitägigen Selbsttest nimmt die Patientin wieder glutenhaltige Lebensmittel zu sich, wodurch die Symptome sofort zurückkehren. Eine weitere glutenfreie Diätphase bringt erneut eine Linderung der Beschwerden. Um die Diagnose mit GS zu sichern, findet erneut eine Glutenbelastung statt. Fünf Wochen lang nimmt die Patientin mindestens 20 Gramm Gluten zu sich. Folgen sind eine Verschlechterung des allgemeinen Wohlbefindens und Darmreaktionen (Völlegefühl, ballonartige Blähungen). Sie leidet vermehrt unter Konzentrationsproblemen und das Hautekzem entwickelt sich ein paar Stunden nach Weizenverzehr. Langfristig wird eine Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung empfohlen, bei der eine Glutenvermeidung in Spuren nicht erforderlich ist. Die Patientin ist daraufhin symptomfrei.

    Befunde:

  • Allergiediagnostik negativ (Prick Inhalationsallergene, Prick-zu-Prick-Test Nahrungsmittel und Labor)
  • Laktose und Fruktose unauffällig (H2-Atemtest)
  • Zöliakiebefund: negativ (Gliadin-IgA: 0,3 U/ml, Gliadin-IgG: < 0,2 U/ml, Transglutaminase IgA-AK: 0,2 U/ml, Endomysium IgA-AK Titer < 1,10)
    [Kommentar: eine Woche vor dem Test glutenarme Ernährung]

  • Zöliakiebefund: IgA-Nachweis (Gliadin-IgA: 0,3 U/ml, Gliadin-IgG: < 0,2 U/ml, Transglutaminase IgA-AK: 0,2 U/ml Endomysium IgA-AK Titer < 1,10, Gliadin-IgA-AK leicht erhöht), ÖGD und Histologie: keine Zottenatrophie, Marsh 1 (IEL > 30)
    [Kommentar: Test nach Glutenbelastung]
  • Der Fall von Silvia P. verdeutlicht, dass eine Verzahnung von Medizin, ob niedergelassener Facharzt oder Klinikarzt, und Ernährungstherapie sinnvoll ist, um bei unklaren Symptomen schnell eine Diagnose stellen zu können und dem Patienten eine bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.

    Über Dr. Schär
    Die Unternehmensgruppe Dr. Schär mit Hauptsitz in Südtirol (Italien) engagiert sich seit mehr als 30 Jahren voller Überzeugung und Kompetenz im Bereich diätetischer Lebensmittel. Für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen bietet das Unternehmen innovative Lösungen – glutenfreie Produkte unter den Marken Schär und Glutano sowie MCT-Produkte unter der Marke Ceres-MCT. Dr. Schär engagiert sich stark im Bereich Forschung und Entwicklung und setzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Produktion um. Zudem ist das Unternehmen intensiv mit allen Fachgesellschaften und Verbänden weltweit im Gespräch, um die öffentliche Aufmerksamkeit etwa für Zöliakie und Gluten Sensitivity zu gewinnen und damit den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz in der Fachwelt und der Bevölkerung zu steigern. Diese langjährige Kompetenz bündelt das Unternehmen in seinem 2011 gegründeten Dr. Schär Institute, das die Wissensplattform für Ernährungsfachkräfte, Allgemeinmediziner und Fachärzte ist und erste Anlaufstelle, wenn es um besondere Ernährungsanforderungen geht. Weitere Informationen zum Dr. Schär Institute und zum wissenschaftlichen Komitee von Dr. Schär finden Sie unter www.drschaer-institute.com.

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