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    Typisch männliche Psyche begünstigt psychische Erkrankungen

    Die charakteristische Männerpsyche ist für psychische Erkrankungen mitverantwortlich, die auch zum früheren Tod im Vergleich zu Frauen führen können

    München, 24. April 2012 – „Männer sind besonders gefährdet, bestimmte psychische Störungen zu entwickeln“, stellt Dr. Nikolaus Melcop, Präsident der Psychotherapeutenkammer Bayern, im Rahmen der vom Bayerischen Gesundheitsministerium initiierten Aktionswoche zur Männergesundheit fest. „Dieser Umstand ist ganz wesentlich mit dafür verantwortlich, dass Männer in Deutschland fünf bis sechs Jahre früher sterben als Frauen. Präventive und kurative Maßnahmen erfordern deshalb eine männerspezifische Herangehensweise, die diesen Aspekten Rechnung tragen“, so Melcop.

    Entgegen einer häufig geäußerten Meinung, Frauen würden häufiger unter psychischen Störungen leiden als Männer, sind Männer tatsächlich nicht seltener psychisch krank als Frauen. Beide Geschlechter unterscheiden sich jedoch in der Art und Häufigkeit der Störungen bzw. Erkrankungen. Männertypische Störungsbilder und Verhaltensauffälligkeiten sind beispielsweise Alkohol- und Drogenmissbrauch, Spiel- und Arbeitssucht, Burn-out sowie körperliche Beschwerden ohne organische Ursachen. Einige dieser psychischen Erkrankungen können ernsthafte, körperliche Folgen wie beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen und Stoffwechselstörungen verursachen, welche die Lebenserwartung im Vergleich zu Frauen reduzieren. Weiterhin bestehen bei Männern im Vergleich zu Frauen stark erhöhte Suizidraten, vor allem im Alter.

    Alkoholmissbrauch ist die klassische Männerdomäne und in Deutschland eines der größten sozialmedizinischen Probleme, mit dem Männer sich selbst, ihrer Umwelt und der Gesellschaft massiv schaden. Die Depression dagegen galt bisher als psychische Erkrankung, die bei Frauen sehr viel häufiger auftritt als bei Männern (im Verhältnis 2 zu 1). „Inzwischen hat hier ein Umdenken stattgefunden und es setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass sich Depressionen bei Männern nur anders äußern, etwa durch Alkoholmissbrauch, Aggressionen oder Spielsucht, und dass sie keineswegs sehr viel seltener als bei Frauen auftreten“, erklärt Melcop.

    Männer sind eher als Frauen nach außen orientiert, sie neigen dazu, weniger zu kommunizieren und lieber zu handeln. Sie sind stärker an Ergebnissen orientiert und haben einen potenziell erschwerten Bezug zu eigenen Gefühlen und Impulsen. Wenn Männer reden, dann stehen oft Themen der Außenwelt im Vordergrund wie beispielsweise Fußball und die Weltwirtschaftslage, über sich selbst schweigen Männer, da ihnen ihr Erleben und die eigenen Gefühle weniger wichtig erscheinen. Aus diesem Verhalten können sich Einsamkeit und soziale Isolation entwickeln. Männer neigen vor diesem Hintergrund dazu, ihren Körper zu funktionalisieren und zu technisieren. Sie achten häufig weniger auf ihre Gesundheit, ignorieren negative Körperempfindungen und begreifen ihren Körper tendenziell als Instrument zur Demonstration von Kraft, Stärke und Attraktivität. Typische krankheitsfördernde Verhaltensweisen von Männern sind auch Rückzug und soziale Isolation sowie Selbstzerstörung durch extremes Leistungs- und Konkurrenzverhalten.

    „Männer benötigen daher männerspezifische Strategien in Prävention und Behandlung körperlicher und psychischer Erkrankungen“, betont der Kammerpräsident. „Beispielsweise kann die Behandlung von Männern zunächst darauf abgestellt werden, eigene Gefühle und die Signale des Körpers besser wahrzunehmen und so einen vertieften Zugang zu den Ursachen für körperliche wie psychische Erkrankungen finden.“

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