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    Tumorzentrum des Klinikums Frankfurt Höchst zertifiziert: Gebündelte und fachübergreifende Kompetenz bei der Krebsbehandlung

    Frankfurt a.M. Das Klinikum Frankfurt Höchst hat kürzlich das offizielle Gütesiegel als zertifiziertes Tumorzentrum erhalten. Die Zertifizierung wurde nach den hohen Qualitätsanforderungen der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) vorgenommen. Grundvoraussetzung der Zertifizierung ist neben der fach- und sektorenübergreifenden engen Zusammenarbeit der Mediziner sowie spezieller Anforderungen an die Organisation auch die Einhaltung der vorgegebenen Mindestzahlen der behandelten Patienten. Die DGHO zertifiziert nur solche Zentren, die mindestens neue 700 Tumorpatienten pro Jahr nach internationalem Standard fachübergreifend behandeln und geht damit weit über die Anforderungen an Organzentren hinaus. Ziel der Zertifizierung solcher Zentren durch die DGHO ist es, eine hochwertige, qualitätsgesicherte und wirtschaftliche onkologische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, die nicht nur eine enge fachübergreifende Interaktion und Kooperation der verschiedenen Sektoren erfordert, sondern auch die Weiterentwicklung von Qualitätsstandards sowie die Einführung eines klinischen Krebsregisters. Im interdisziplinären Tumorzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst (TFH) erfolgt die fachübergreifende Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung aller Krebsarten und deren Palliativbehandlung am Klinikum. Im Mittelpunkt des Tumorzentrums Frankfurt Höchst (TFH) unter Leitung von Prof. Dr. med. Hans-Günter Derigs, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 3 Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin, steht die individualisierte Tumortherapie.

    „Eine Krebserkrankung ist sowohl im frühen als auch im fortgeschrittenen Stadium als Erkrankung aufzufassen, deren Management durch Onkologen innerhalb eines kompetenten Netzwerks zwischen stationären und ambulanten Versorgungseinrichtungen geleistet werden muss“, unterstreicht Prof. Derigs. In kaum einem anderen Gebiet der Medizin sei in den nächsten Jahren mit so vielen weiteren Fortschritten und neuen diagnostischen und therapeutischen Methoden zu rechnen wie in der Onkologie. Allein in Deutschland erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jährlich etwa 450.000 Menschen, also fast in jeder Minute einer, neu an Krebs. Weil das Risiko mit dem Alter zunimmt, gehen Experten vor dem Hintergrund des demographischen Wandels davon aus, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent steigen wird. Die Diagnose Krebs ist für viele Betroffene erst einmal ein Schock und stellt sie vor enorme Herausforderungen – in der Familie, im Beruf, in der Gesellschaft. „Der Bedarf für eine umfassende und qualifizierte onkologische Versorgung der Bevölkerung und Beratung der Betroffenen und ihrer Angehörigen wird stark steigen. Tumorzentren erfüllen damit die wichtige Aufgabe, Betroffene und ihre Angehörigen an die Hand zu nehmen und durch das komplexe Versorgungssystem zu leiten“, prognostiziert Dr. med. Christof Kugler, medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Frankfurt Höchst, die zukünftige Entwicklung. Diesen Ansatz verfolgt auch der Nationale Krebsplan (für Hessen: Hessisches Onkologiekonzept), der u.a. eine engere Zusammenarbeit zwischen großen und kleinen Kliniken sowie den niedergelassenen Ärzten vorsieht. „Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist einer der entscheidenden Effekte der Zentrumsstruktur, ein weiterer großer Vorteil die individuelle Betrachtungsweise jedes Patienten durch die individualisierte Tumortherapie“, so Prof. Derigs. Zwar gebe es für jede Tumorerkrankung Behandlungsleitlinien, die aber für jeden Kranken ganz speziell ausgelegt werden. Einmal wöchentlich treffen sich die jeweils beteiligten Mediziner zu einer Tumorkonferenz. Das Kernteam besteht aus den Chef- und Oberärzten – Diagnostikern, Operateuren, Radiologen und den für die medikamentöse Tumortherapie verantwortlichen Onkologen sowie Pathologen. Auch niedergelassene Ärzte können ihre Patienten im Tumorboard nach vorheriger Anmeldung vorstellen. Das Krankheitsbild jedes Krebspatienten, die optimale Therapie und deren Ergebnisse werden grundsätzlich in einer solchen Konferenz besprochen - vor der Behandlung bzw. Operation und danach.

    „Bei der Behandlung in einem Tumorzentrum profitiert der Patient z. B. von einem fachübergreifenden Ärzteteam unter einem Dach. D.h., bei uns wird jeder Patient, falls es seine Erkrankung erforderlich macht, von mehreren unterschiedlichen Spezialisten behandelt. Diese treffen sich regelmäßig in Tumorboards, um für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept zu entwickeln. Der Kranke erhält so die für ihn optimale Behandlung nach dem neuesten Stand der Forschung, unabhängig davon, von welcher Fachrichtung er betreut wird“, unterstreicht Prof. Derigs. Hierzu gehören am Klinikum Frankfurt Höchst neben Onkologen, Gynäkologen, Urologen, Internisten/ Gastroenterologen und Chirurgen, Neurochirurgen, HNO-Ärzten beispielsweise Radiologen, die mit verschiedenen bildgebenden Verfahren die Erkrankung nachweisen, Pathologen, die die Diagnose anhand der entnommenen Gewebeproben sichern und neueste Prognosefaktoren am Gewebsschnitt darstellen, sowie Psychoonkologen. Der Zugang zu einer psychologischen Betreuung, zu Sozialdienst und zu Selbsthilfegruppen gehört ebenfalls zu den Vorteilen, die die Behandlung in einem Tumorzentrum den Betroffenen bietet. Sie haben auch die Möglichkeit, an klinischen Studien teilzunehmen und so Zugang zu Studienmedikamenten zu bekommen.

    Wichtige Spezialverfahren der Tumorchirurgie schließen Versorgungslücke
    In der Chirurgie stehen die soliden Tumoren im Mittelpunkt. Allen voran das Pankreaskarzinom, das aufgrund des hohen Patientenaufkommens und der hervorragenden Ergebnisse zu einer weiteren Zertifizierung als Organzentrum am TFH im Jahr 2012 führt. Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach wurde im Januar das Audit durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) durchlaufen. Prof. Saeger, der als internationaler Experte in der Pankreaschirurgie anerkannt ist, hat das Audit durchgeführt. Im April fand zudem die Rezertifizierung als koloproktologisches Zentrum der DGAV statt.

    Besonders erfolgreich erwies sich auch das in Hessen nur am TFH etablierte Zentrum für Sarkombehandlung des Erwachsenen. Die spezielle Therapieform der isolierten Extremitätenperfusion (ILP) ermöglicht in Hessen nur am TFH die effektive Therapie der regionalen Chemotherapie mit TNF alpha unter Hyperthermiebedingungen. Über hundert operierte Sarkompatienten in den vergangenen zwei Jahren dokumentieren den aktiven Beitrag des Zentrums in der regionalen Versorgung dieser seltenen Tumoren (rare cancers). Eine weitere Versorgungslücke in Frankfurt, die Behandlung des Bauchfellkrebses, konnte ebenso geschlossen werden durch das seit 2010 am Klinikum angebotene und mittlerweile etablierte HIPEC-Verfahren. HIPEC steht für Hypertherme Intraperitoneale Chemotherapie und bedeutet, dass nach chirurgischer Entfernung von Bauchfellmetastasen eine Bauchraumerwärmung und Bauchraumchemotherapie durchgeführt werden. Mit dieser Art von Eingriff können bei einigen Tumorerkrankungen (Dick-/Mastdarmkrebs, Mesotheliom, Appendix- und Magenkarzinom) sehr gute Ergebnisse in ausgewählten Fällen erreicht werden. In diesem Jahr wird das Verfahren auch in die Leitlinien der Fachgesellschaften zur Behandlung von Bauchfellkrebs aufgenommen. Bei der minimalinvasiven Behandlung von Dick- und Mastdarmgeschwülsten konnten am TFH zudem die modernen minimal-invasiven Operationstechniken (MIC-Operationen oder Schlüssellochchirurgie) eingeführt werden. „Damit kommt nun auch regional diese aufwendige, jedoch sehr schonende Technik in der regionalen Versorgung flächendeckend zum Einsatz“, erklärt Prof. Schwarzbach. Neben den Primärtumortherapien werden auch Leber- und Lungenmetastasen am TFH operativ behandelt. 168 Leberresektionen bei Lebertumoren erweisen bei einer Mortalität von einem Prozent eine hohe Spezialisierung in der hepatischen Chirurgie. Mittels der Mikrowellenanwendung werden sogenannte Hybridverfahren intraoperativ angewendet. Einzelne Lebermetastasen werden operativ entfernt und schwer zugängliche Metastasen mit der Mikrowelle verkocht. Die onkologische Lungenchirurgie, die im TFH in enger Zusammenarbeit mit der Pneumologie und Onkologie durchgeführt wird, ermöglicht zudem eine hervorragende Versorgung der Patienten mit thorakalen Tumoren.

    Brustzentrum und Gynäkologisches Krebszentrum
    Die Gynäkologie unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Volker Möbus ist den Weg der Anerkennung als onkologisches Organzentrum bereits frühzeitig gegangen. Seit dem Jahre 2005 ist die Frauenklinik anerkanntes Brustzentrum, akkreditiert nach den europaweit geltenden Kriterien von EUSOMA. Zwei Reakkreditierungen wurden ebenfalls erfolgreich bestanden. Seit dem Jahre 2012 ist die Klinik ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Zentrum für „Gynäkologische Tumorerkrankungen“. Durch diese Zertifizierungen und die Optimierung der interdisziplinären Zusammenarbeit konnte die Versorgungen der Patientinnen entscheidend verbessert werden. „Dieses Jahr soll in Ergänzung zu der EUSOMA-Akkreditierung auch die Anerkennung als Brustkrebszentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft erfolgen“, so Prof. Möbus, „damit wäre der Grundstock gelegt, um nach erfolgreicher Zertifizierung der Chirurgie als Darmzentrum bei der Deutschen Krebsgesellschaft die Anerkennung als Klinisches Krebszentrum (CC) für das Gesamtklinikum zu beantragen.“

    Die Frauenklinik nimmt an einer Reihe von nationalen und weltweiten Therapiestudien teil, so dass den Patientinnen sowohl beim Mammakarzinom als auch bei den gynäkologischen Tumoren immer die neuesten Therapieoptionen zur Verfügung gestellt werden können. Durch diese „innovativen Studienkonzepte“ erhalten die Patientinnen Zugang zu neuen Therapieoptionen, lange bevor diese Medikamente zugelassen werden. Diese Studienteilnahmen ermöglichen den Patientinnen in vielen Fällen eine Verbesserung der Heilungschance.

    Begleitung der Krebspatienten durch die Psychoonkologie
    Im psychoonkologischen Bereich existieren drei unterschiedliche Störungsmöglichkeiten: die Verarbeitungsproblematik bei existentiell bedrohlicher Erkrankung; eine durch das Karzinom oder seine Behandlung verursachte psychische Störung (z. B. Hirnmetastasierung, Kortisondelir) sowie die Überlagerung von vorbestehender psychischer Erkrankung und Karzinomerkrankung (z. B. Brustkrebs bei schizophren vorerkrankter Patientin). Folgende Möglichkeiten der Intenvention werden angeboten: therapeutische Gespräche (supportiv, psychodynamisch orientiert) mit standardisierter Diagnostik des subjektiven Leidens; Angehörigenberatung, Paar- und Familiengespräche (systemische Verarbeitungshilfen), bedürfnisgerechte psychopharmakologische Behandlung und palliative psychoonkologische Versorgung.

    Die psychoonkologische Diagnostik und Therapie unter Leitung von Chefarzt PD Dr. med. Grube wird durch hochqualifizierte oberärztliche Mitarbeiter mit psychoonkologischer Spezialisierung realisiert. Durch regelmäßige Teilnahme an den Tumorkonferenzen ist der interdisziplinäre Austausch sicher gestellt. Neben einem so genannten niedrigschwelligen Kontaktangebot durch Teilnahme am Patientencafé und am Patientenforum Mammakarzinom bietet die Pschoonkologie konsiliarische Diagnostik und Therapie auf den onkologischen Stationen des Tumorzentrums. Auch eine ambulante Weiterbehandlung ist möglich. Darüber hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit dem FamilienInformationsZentrum. „Mit der beschriebenen psychoonkologischen Vorgehensweise ist sichergestellt, dass eine umfassende und ganzheitliche Versorgung auch der psychisch leidenden Patienten erfolgt“, unterstreicht PD Dr. med. Michael Grube, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie – Psychosomatik.

    FamilienInformationsZentrum gibt weitere Hilfestellungen für Betroffene und Angehörige
    Über die psychoonkologische Betreuung hinaus bietet das Klinikum mit dem FamilienInformationsZentrum (FIZ) ein besonderes Beratungsangebot für ambulante und stationäre Patienten, die an Krebs erkrankt sind. Auch für Angehörige, deren Unterstützung einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Krankheit leisten, wird eine bedürfnisorientierte Hilfestellung gegeben. Im Mittelpunkt stehen z.B. Fragen zum Umgang mit den Nebenwirkungen der Chemotherapie/ Bestrahlung, Gesprächsangebote zu individuellen Problemen des Alltags, die sich aus der Erkrankung und Therapie ergeben, die Begleitung zu klinikinternen Arztgesprächen oder die Unterstützung im Umgang mit Anträgen. Zum Team des FamilienInformationsZentrums gehört neben einer Pflegeexpertin für Brusterkrankungen auch Fachkrankenschwestern für Onkologie.

    Die Etablierung des Tumorzentrums Frankfurt Höchst dient der Erweiterung der guten medizinischen und pflegerischen Versorgung durch die einzelnen Fachkliniken am Klinikum Frankfurt Höchst zu einer interaktiven, fachabteilungsübergreifenden optimierten Versorgung der Patienten. Hierbei bilden die nachfolgenden Zentren weitere Spezialisierungen, die entweder direkt zum Tumorzentrum gehören wie das Brustzentrum (zertifiziert durch die EUSOMA) und das Gynäkologische Krebszentrum (zertifiziert durch die DKG) oder als Kompetenzzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst mit ihrem Versorgungsangebot die Behandlung onkologischer Erkrankungen unterstützen. Hierzu gehören das Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen des Pankreas (zertifiziert durch die DGAV) und das Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie (zertifiziert durch die DGAV). Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Über die DGHO
    Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. ist eine Vereinigung von Wissenschaftlern und Ärzten, die auf die Erforschung, Diagnose und Behandlung von Blutkrankheiten und bösartigen soliden Tumoren spezialisiert sind. Die DGHO fördert den wissenschaftlichen Austausch auf diesem Gebiet durch nationale und internationale Kongresse und regt Forschungskooperationen an. Mitglieder der Gesellschaft initiierten und leiten die großen multizentrischen Studiengruppen zu malignen Lymphomen, Leukämien, aplastischen Anämien und Hodentumoren, durch deren Arbeit die Behandlung dieser Erkrankungen entscheidend verbessert werden konnte.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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