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    Traumberuf Hausärztin: Erste Weiterbildungsassistentin Allgemeinmedizin am Klinikum Frankfurt Höchst

    Frankfurt a.M. Mehrere Praxen des Gesundheitsnetzes Frankfurt (GNEF) und das Klinikum Frankfurt Höchst haben sich auf Initiative des Gesundheitsnetzwerkes Rhein-Main zusammengeschlossen und einen Weiterbildungsverbund für Allgemeinmedizin gegründet. Die Partner wollen damit dazu beitragen, den Fortbestand der Hausärzte zunächst im Frankfurter Westen zu sichern. Das Klinikum Frankfurt Höchst arbeitet dabei mit vier Arztpraxen aus dieser Umgebung zusammen. Der Verbund bietet ungehinderte Weiterbildung ohne Unterbrechung – ein Vorteil ist zum Beispiel, dass der Weiterbildungsassistent nicht den Wohnort wechseln muss. Seit 1. März ist mit der 23 Jahre jungen Dr. Elisabeth Oberschneider die erste Weiterbildungsassistentin am Klinikum Frankfurt Höchst tätig.

    Die junge Ärztin kommt aus Salzburg in Österreich und hat dort fünf Jahre Medizin studiert. Nach dem erfolgreichen Abschluss möchte sie nun Hausärztin werden. Die Facharztausbildung macht sie in Deutschland, weil es den Allgemeinmediziner in Österreich nicht als Facharzt gibt. Die Suche nach einer solchen Stelle nahm sie gezielt im Rhein-Main-Gebiet vor, da ihr Freund selbst eine Arbeitsstelle in Mainz hat Über die Kompetenzstelle Allgemeinmedizin an der Universität Frankfurt am Main erfuhr Dr. Elisabeth Oberschneider dann vom Weiterbildungsverbund in Höchst und wurde an Dr. med. Almut Körner, Koordinatorin des Verbundes, weitervermittelt. Die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner dauert insgesamt fünf Jahre. Drei Jahre absolvieren die Weiterbildungsassistenten an der Klinik und zwei weitere Jahre in einer niedergelassenen Praxis. Bisher mussten sich die angehenden Hausärzte ihre Stationen eigenständig suchen. Durch den Weiterbildungsverbund wird garantiert, dass die Assistenzärzte alle Abschnitte in Frankfurts Westen absolvieren können. Dr. Elisabeth Oberschneider ist derzeit in der Klinik für Innere Medizin 2 unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Klaus Haag – dort wird sie ein Jahr ihrer Ausbildung verbringen. Ein weiteres halbes Jahr wird sie in der Klinik für Innere Medizin 1 unter Chefarzt Prof. Dr. med. Semi Sen eingesetzt. Eineinhalb Jahre in der Inneren Medizin sind vorgeschrieben, die restlichen eineinhalb Jahre an der Klinik können sich die Assistenzärzte aus einem Wahlpflichtprogramm selbst zusammenstellen. Gemeinsam mit dem Betreuer legen sie fest, welche Bereiche sie noch durchlaufen. Dr. Oberschneider wird nach ihrer Zeit in der Inneren Medizin jeweils ein halbes Jahr in der zentralen Notaufnahme, der Gynäkologie sowie der Geriatrie verbringen. Danach wird sie in der Praxis von Matin Safi assistieren und am Ende der Weiterbildung ihre Facharztprüfung antreten. Nach erfolgreichem Abschluss ist Dr. Elisabeth Oberschneider dann offiziell Hausärztin und gehört schon jetzt zum potentiellen Nachwuchs in den Niederlassungen des Frankfurter Westens.

    Immer weniger Mediziner wollen Hausarzt werden. Über die Hälfte der Hausärzte im Frankfurter Westen sowie in anliegenden Orten des Main-Taunus-Kreises sind bereits über 55 Jahre alt. Nachfolger werden deshalb dringend gebraucht, denn gehen die Ärzte in Rente, fallen die Praxen weg. Eine eigene Praxis bedeutet aber einen hohen finanziellen Aufwand sowie Verantwortung für das Personal und bringt strukturelle Gegebenheiten mit sich, mit welchen sich der niedergelassene Arzt auseinandersetzen muss. Das alles sind Dinge, die den Medizinstudenten an den Universitäten nicht vermittelt werden. Außerdem ist der Allgemeinmediziner im Gegensatz zum Facharzt der erste Ansprechpartner bei einem weiten Spektrum von Erkrankungen – das erfordert eine besondere Ausbildung. Eine strukturierte Weiterbildung in Klinik und Hausarztpraxis bereitet die Assistenten optimal auf die Zeit als niedergelassener Arzt vor. In Frankfurt nehmen die Gemeinschaftspraxis Dres. med. Almut Körner und Wolfgang Hönmann, Gemeinschaftspraxis Dres. med. Christiane Kunz und Edmond Schiek-Kunz, Praxisgemeinschaft Dres. med. Carola und Markus Koch und Praxis A. Matin Safi teil.

    Über das Klinikum
    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich ca. 34.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2016 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Über das Gesundheitsnetz Frankfurt (GNEF)
    Das Gesundheitsnetz Frankfurt (GNEF) e.G. ist ein Zusammenschluss niedergelassener Haus- und Fachärzte des Frankfurter Westens und angrenzender Stadtteile, die sich für die Verbesserung der Patientenversorgung und Sicherung der einzelnen Praxen durch Kooperation und Kommunikation über Fach- und Sektorengrenzen hinaus einsetzt - sie tragen so zur Zukunftssicherung bei.

    Über das Gesundheitsnetzwerk Rhein-Main e.V.
    Das Klinikum hat mit dem GNEF und weiteren Partnern das Gesundheitsnetzwerk Rhein-Main e.V. gegründet, um auch berufsgruppenübergreifend für die Patienten eine optimale Versorgung durch enge Kooperation in der Region anbieten und sicherstellen zu können. Ein Baustein des Gesundheitsnetzwerks ist der Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin, in Kooperation mit der Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin gegründet von der KV Hessen, der LÄK Hessen, der HKG und den universitären allgemeinmedizinischen Fakultäten Marburg und Frankfurt am Main, welche ein maßgeschneidertes begleitendes Fortbildungsmodul für werdende Hausärzte bereitstellt. Für Frankfurt ist das Kompetenzzentrum Weiterbildung Frankfurt am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt am Main zuständig. Mehr Infos unter www.weiterbildung@allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de, www.allgemeinmedizinhessen.de oder www.weiterbildung-allgemeinmedizin-frankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de
    www.gesund-rhein-main.de

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