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    Thüringer Zahnärzte fordern Zähneputzen in Grundschulen

    Tag der Zahngesundheit am 25. September 2013 unter dem Motto „Zähneputzen macht Schule“

    Die Thüringer Zahnärzte fordern ein regelmäßiges Zähneputzen in allen Grundschulen des Freistaats. Hierzu müssen räumliche Voraussetzungen geschaffen sowie Mundhygiene-Maßnahmen in Ganztagsbetreuung und pädagogische Konzepte eingebunden werden.

    „Bereits im Kindergarten gehört das gemeinsame Zähneputzen fest zum Lebensalltag unserer Kleinsten. Auch dadurch haben wir die Mundgesundheit der Vorschulkinder in den letzten Jahren deutlich verbessern können“, sagt Dr. Andreas Wagner, Präsident der Landeszahnärztekammer Thüringen. „Diese eingeübte Zahnpflege muss in den Grundschulen fortgeführt werden, um eine Verschlechterung der Mundgesundheit unserer Kinder zu verhindern.“

    Oft fehlen einfache Rahmenbedingungen

    Der 59-jährige Zahnarzt aus Erfurt beklagt, dass in den meisten Thüringer Schulen selbst einfache bauliche Voraussetzungen wie genügend Waschbecken oder Aufbewahrungsmöglichkeiten für Zahnputz-Utensilien fehlen. Er empfiehlt konkrete Veränderungen: mehrere Waschbecken nebeneinander sowie Spiegel, in denen sich die Kinder gut sehen können, dazu lauwarmes Wasser und trockene Aufbewahrungsschränke für die namentlich gekennzeichneten Zahnbürsten und -becher.

    Außerdem sollten in den Schulen verantwortliche Personen benannt werden, die sich um eine regelmäßige Mundhygiene der Kinder kümmern, so Dr. Wagner anlässlich des bundesweiten Tags der Zahngesundheit am 25. September, der in diesem Jahr unter dem Motto „Zähneputzen macht Schule“ steht.

    Von 464 Grundschulen putzen nur sehr wenige

    In den 464 Thüringer Grundschulen ist Zahnpflege bislang die Ausnahme: Nur in wenigen Schulen, z. B. der Pestalozzischule und der Herderschule in Weimar, gehört das Zähneputzen zum Plan. „Oft sind diese Leuchtturmprojekte allein dem Engagement der Lehrer und Horterzieher sowie der Zahnärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst vor Ort zu verdanken“, weiß Dr. Wagner.

    Dabei verbringen Schüler oft mehr als die Hälfte ihrer Tageszeit in der Schule oder im Hort. Mindestens zwei Mahlzeiten werden hier eingenommen. Umso wichtiger ist also das tägliche Zähneputzen in der Schule als Ergänzung zur Mundpflege daheim in der Familie.

    Grundlage für lebenslange Mundgesundheit

    Die frühe Grundschulzeit ist aus zahnärztlicher Sicht besonders prägend: Hier beginnt der Wechsel vom Milchgebiss zu den bleibenden Zähnen, die bis ins hohe Alter gesund und funktionsfähig sein sollen. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass sich das gemeinschaftliche Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta in der Schule positiv auf die weitere Entwicklung des Wechselgebisses von Schulkindern auswirkt. „Die ersten Schuljahre legen also nicht nur den Grundstein für eine gute Bildung unserer Kinder, sondern schaffen auch die Grundlage für eine möglichst lebenslange Mundgesundheit“, so Kammerpräsident Dr. Wagner.

    Landeszahnärztekammer Thüringen

    Die Landeszahnärztekammer Thüringen ist die Berufsvertretung der Thüringer Zahnärzte. Sie setzt sich für die gesundheits- und standespolitischen Interessen der über 2.500 Mitglieder ein. Die Kammer überwacht die zahnärztlichen Berufspflichten, regelt und betreibt die Aus- und Fortbildung der Zahnärzte sowie des Assistenzpersonals und unterstützt den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Zusätzlich berät die Landeszahnärztekammer die allgemeine Öffentlichkeit in ihrer Patientenberatungsstelle mit wissenschaftlich gesicherten Informationen und nützlichen Tipps zur Mundgesundheit. Weitere Informationen unter www.lzkth.de.

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    Für Interview-Vermittlung, Porträtfotos und Rückfragen:

    Matthias Frölich
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
    Landeszahnärztekammer Thüringen
    Körperschaft des öffentlichen Rechts
    Barbarossahof 16
    99092 Erfurt

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