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    Taiwans Chancen und Herausforderungen auf der Weltgesundheitsversammlung

    Die 66. Weltgesundheitsversammlung am Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation in Genf (Schweiz) schloss weder mit Durchbrüchen noch Überraschungen ab, und erweckte wenig Enthusiasmus vor Ort. Für die Republik China jedoch stellte diese Tagung sowohl Herausforderungen als auch Chancen vor dem Hintergrund des Bestrebens Taiwans einer stärkeren Einbindung in diese UN-Sonderorganisationen dar.

    Da Taiwan gezwungen ist, in der Weltgesundheitsversammlung unter der Bezeichnung „Chinese Taipei“ teilzunehmen, kommen die Staatsbürger der Republik China nicht umhin, sich ungerecht behandelt zu fühlen. Auf der Versammlung nimmt Taiwan trotz des Vorsprungs im Medizinbereich gegenüber anderen Mitgliedern einen hinteren Platz ein. Nichtsdestotrotz können nur durch eine Einbindung Chancen ergriffen und Fortschritte erreicht werden. Es bleibt die Frage bestehen, ob die Republik China ihre Chancen ergreifen und starke Rückendeckung zur Umsetzung ihrer Ziele gewinnen kann.

    Die diesjährige Versammlung erfasste eine große Bandbreite an Themenschwerpunkten, darunter das Konzept einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung, das häufig von nahezu jedem Repräsentativen angesprochen wurde. Da sich seit über 10 Jahren bis heute auf den Versammlungen der UNO, der WHO und Weltbank mit diesem Thema auseinandergesetzt wird, führte dies dazu, dass der Blick auf ein Grundsatzpapier, das während der diesjährigen Versammlung zur offenen Diskussion zur Verfügung stand, gerichtet wurde. Dieses Papier beinhaltet, dass Armut zu Krankheiten (und umgekehrt) führe, und dieser Teufelskreis eine entscheidende Ursache von sozialer Ungerechtigkeit sei.

    Auf der Weltgesundheitsversammlung wurden alle Staaten dazu aufgefordert, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um ein System einer flächendeckenden Versorgung und gerechten Behandlung zu schaffen, das wiederum als Eckpfeiler zur Verbesserung der Gesundheit, sozialen Einbindung und öffentlichen Sicherheit dienen soll. Mexiko, Thailand und die Türkei wurden als Vorbildstaaten für dieses Ziel genannt.

    Staatsangehörige der Republik China würden angesichts der Schlussfolgerungen nur aufatmen. Nach Jahrzehnten koordinierter Anstrengungen zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor hat das Land schließlich seine Ziele durch die Einführung eines Nationalen Krankenversicherungssystems (National Health Insurance, NHI) erreichen können. Das Einzelzahler-System des NHI erlaubt eine effektive Einbindung verschiedener Ressourcen, die Versorgung im Falle schwerer Krankheiten und eine allumfassende Versicherung ohne jegliche Diskriminierung. Diplomatische Bündnispartner der Republik China forderten die Mitglieder der Versammlung auf, diesen Zielen mehr Aufmerksamkeit zu widmen; jedoch wurde nichts davon in den offiziellen Dokumenten der WHO erwähnt, sodass Taiwans Erfolg als Grundlage für andere Staaten nicht dienlich sein kann.

    Anstatt diese Situation als Hindernis zu betrachten, sollte es als Chance gesehen werden.

    Kubas Erfahrungen sind nützliche Musterbeispiele. Es ist eine kleine, unterentwickelte Nation, die unter einem US-amerikanischen Handelsembargo und anderem Druck in der internationalen Arena steht. Trotz allem entwickelte es sich zum Mekka im Gesundheitsbereich unter afrikanischen, karibischen, lateinamerikanischen und südamerikanischen Staaten. Besonders hervorzuheben ist dabei die Universität der Medizinwissenschaften in Havanna, die mehr als 120.000 Ärzte aus 49 Staaten ausbildet. Kuba hat diesen Vorteil eingesetzt, um einen internationalen Ruf zu erlangen.

    Taiwans Vorsprung im Medizin- und Gesundheitssektor, ganz besonders der Erfolg des NHI-Programms, können ebenso genutzt werden, um dessen internationale Wahrnehmung zu erhöhen.

    Dies ist jedoch wiederum davon abhängig, ob das Volk Taiwans bereit ist, die Stärken der Nationalen Krankenversicherung zu unterstützen. 2006 entwickelte das Gesundheitsministerium der Republik China „International Health Action“ („TaiwanIHA“), um Staaten, die von Naturkatastrophen betroffen sind, medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Obwohl die „TaiwanIHA“ sehr erfolgreich operiert, ist ihre Reichweite nicht auf globale Ebene ausgerichtet, was deren Rolle als Unterstützer eines umfassenden und regelmäßigen Austauschs von Taiwans medizinischen Erfolgen mit der restlichen Welt erschwert.

    Auf der diesjährigen Weltgesundheitsversammlung lobten acht Staaten die medizinischen Errungenschaften Taiwans und bedankten sich für Taiwans humanitäre Hilfe. Ein paar Mitglieder riefen dazu auf, Taiwan offiziell in die Organisation aufzunehmen. Um die Hilfe dieser Nationen auszuweiten, sind riesige Investitionen in finanzielle Ressourcen und Personal notwendig, die wiederum eine starke Rückendeckung erfordern.

    Die diesjährige Tagung der Weltgesundheitsversammlung wies die Staaten erneut auf den internationalen Fachkräftemangel hin. Die Republik China wurde lange Zeit von internationalen Organisationen ausgeschlossen; deren Regelwerke und Systeme sind typischerweise äußerst kompliziert. Selbst wenn Taiwan über Möglichkeiten eines Beitritts solcher Organisationen verfügen würde, wäre es schwierig, diese umzusetzen, wenn keine qualifizierten Arbeitskräfte vorhanden sind.

    Auf der Weltgesundheitsversammlung zum Beispiel können Mitgliedstaaten ganzjährig teilnehmen; jedoch nimmt nur Taiwan an der jährlichen Hauptversammlung mit nur geringen Hintergrundkenntnissen und Informationen zu besprechenden Themen teil. Dies ist der Hintergrund des Wunsches des Gesundheitsministeriums nach einer bedeutungsvollen Einbindung und respektvollen Behandlung. Bevor Taiwan jemals eine größere Rolle in internationalen Organisationen einnehmen kann, sollten Bürger dazu ermutigt werden, in internationalen Nichtregierungsorganisationen mitzuwirken, um internationale Erfahrungen zu bekommen.

    Die Weltgesundheitsversammlung besitzt ebenso Teilnehmer aus NGOs. Falls sich Taiwan leitende Positionen in diesen Organisationen sichern könnte, würde Taiwan indirekt in internationalen Organisationen, die ähnlich der WHA sind, mitwirken können. Beispielsweise spielten taiwanische Gesundheitsbeamte eine wichtige Rolle in der erst vor kurzem stattgefundenen jährlichen Konferenz des „International Network of Health Promoting Hospitals and Health Services“ in Schweden, das sich unter der Federführung der WHO befindet. Wie bereits der chinesische Philosoph Xunzi sagte, bedarf es langen und eifrigen Bemühungen, um ein Ziel wirklich zu erreichen.

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