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    Tag des Schlaganfalls am 29. Oktober im Klinikum Frankfurt Höchst

    Frankfurt a.M. Bereits heute erleiden in Deutschland in jedem Jahr mehr als 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Schlaganfälle bis zum Jahr 2050 um 68 Prozent steigen wird. Schlaganfälle gelten zudem als der häufigste Grund für andauernde Behinderung. Allerdings muss es nicht soweit kommen. Denn ein Schlaganfall ist behandelbar. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung ist, dass die Symptome rechtzeitig erkannt werden und Betroffene umgehend in eine Klinik mit einer speziellen Schlaganfallstation (Stroke Unit) kommen. Worauf hier zu achten ist, wie Schlaganfällen vorgebeugt werden kann und welche Möglichkeiten der Therapie es gibt, erfahren Interessierte beim Tag des Schlaganfalls am Klinikum Frankfurt Höchst am Samstag, 29. Oktober, von 10 bis 16 Uhr. Der Info-Tag findet in Kooperation mit der Deutschen Schlaganfallstiftung statt.

    Die Besucher erwartet ein umfangreiches Programm. Ärzte verschiedenener Abteilungen des Klinikums informieren ab 11 Uhr über das Erkennen, das Diagnostizieren, das Behandeln und das Vorbeugen eines Schlaganfalls. Der Info-Tag wird ergänzt durch Präsentationen von Rettungsdiensten. Durch die Unterstützung der Branddirektion Frankfurt am Main sowie der Johanniter Unfallhilfe Frankfurt können auch zwei Rettungswagen besichtigt werden. Zudem stellen sich alle an der Schlaganfallversorgung beteiligten Bereiche des Klinikums an Ständen vor. Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten sowie der Sozialdienst des Klinikums zeigen Beispiele ihrer Arbeit mit Schlaganfallpatienten. Die Orthopädietechnik Weidner stellt spezielle Hilfsmittel vor. Auch die in diesem Bereich tätigen Selbsthilfegruppen stehen den Besuchern Rede und Antwort. Neben Führungen durch die Stroke Unit gibt es die Möglichkeit verschiedener Testuntersuchungen. Die Branddirektion Frankfurt am Main führt Herz-Lungen-Wiederbelebungsübungen durch und zeigt, wie bewusstloste Patienten versorgt werden.

    „Typische Symptome sind beispielsweise Sprachstörungen, verwaschene Sprache oder auch Lähmungserscheinungen. Treten diese Symptome akut auf, ist absolute Eile geboten“, erklärt Prof. Dr. med. Thorsten Steiner, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Frankfurt Höchst. Zu den Warnsignalen gehören ebenso Symptome einer Durchblutungsstörung des Herzens, aber auch vorübergehender Gefäßverschlüsse in Armen oder Beinen, die mit plötzlichem Anschwellen und starkem, stechenden Schmerz einhergehen. Die häufigste Form des Schlaganfalls ist der Gefäßverschluss im Kopf- und Halsbereich. Das heißt: Ein Gerinnsel schwimmt mit dem Blutstrom ins Gehirn und führt dort zum Verschluss. Sauerstoffunterversorgung ist die Folge. Diese zieht einen Funktionsmangel von Nervenzellen nach sich und löst die Symptome aus. „Die Eile, mit der ein Betroffener in die nächste Klinik gebracht werden sollte, begründet sich unter anderem damit, dass ein Gefäßverschluss innerhalb der ersten maximal viereinhalb Stunden mit Hilfe einer Thrombolyse- Therapie oder mittels eines Katheters wieder eröffnet werden kann“, so Prof. Steiner. Die Behandlung in einer „Stroke Unit“ (Schlaganfall- Einheit – interdisziplinäre Spezialabteilung zur Behandlung von Schlaganfall-Patienten), einer neurologischen oder neurochirurgischen Intensivstation verbessert die Überlebenschancen der Patienten signifikant. Prof. Steiner: „Wir arbeiten hierbei eng zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Kardiologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie und Gefäßchirurgie des Klinikums. Das erlaubt eine schnelle Diagnose der Ursachen und die Bestimmung der erforderlichen Therapie.“ Etwa 750 Patienten werden pro Jahr als Notfall mit Verdacht auf einen Schlaganfall das Klinikum Frankfurt Höchst eingeliefert. Davon werden etwa 600 auf der Stroke Unit behandelt. Hier steht 365 Tage pro Jahr ein erfahrenes Stroke-Team zur Verfügung, das auch in Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie zu interventionellen Eingriffen an den Hirngefäßen in der Lage ist. Die überregionale Stroke Unit ist eine spezielle Station mit acht Betten zur Überwachung und Behandlung von akuten Schlaganfällen. Die Patienten werden täglich 24 Stunden lang klinisch sowie über Monitore überwacht und durch besonders ausgebildete Ärzte, Pflegekräfte, Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden mit hoher Fachkompetenz betreut.

    Auszug aus dem Programm:
    10.00 - 16.00 Uhr Infostände und Aktionen (Tagungsraum 1+2 sowie Gebäude A, EG)
    2 Rettungswagen hautnah erleben; Herz-Lungen-Wiederbelebungsübungen
    11.00 - 13.30 Uhr Vortragsreihe Schlaganfall (Personalcaféteria, Gebäude K, EG)

    Was ist der Schlaganfall?
    Prof. Dr. med. Thorsten Steiner, Chefarzt der Klinik für Neurologie

    Notfall Schlaganfall: Erkennen und Handeln
    Dr. med. Peter-Friedrich Petersen, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme

    Was macht der Neuroradiologe?
    Prof. Dr. med. Martin Bendszus, Chefarzt der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, Schwerpunkt Neuroradiologie

    Was macht der Neurochirurg?
    Prof. Dr. med. Hans-Georg Höllerhage, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie

    Was macht der Gefäßchirurg?
    Prof. Dr. med. Wolf-Joachim Stelter, Leiter des Gefäßzentrums der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie

    Was macht der Kardiologe?
    Prof. Dr. med. Semi Sen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1 (Kardiologie, konservative Intensivmedizin, Angiologie)

    Was kann durch frühe Reha erreicht werden?
    Ebba Ziegler, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin 4 (Geriatrie)

    14.00 - 16.00 Uhr Führungen durch die Stroke Unit und verschiedene Untersuchungen* (* gemäß Anmeldeliste)

    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 17 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), drei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem MVZ sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. 2.200 Beschäftigte versorgen jährlich 33.500 stationäre und 70.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2015 errichtet. Mehr Infos unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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