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    Symposium informiert über erweiterte Anwendung der SIR-Spheres® Mikrosphären bei der SIRT

    Experten diskutieren in Rom die Einsatzmöglichkeiten von Y-90-Mikrosphären bei Leberkrebs und -metastasen

    Rom, 10.02.2014. Am vergangenen Wochenende kamen führende Nuklearmediziner, Radiologen, Onkologen und Chirurgen aus Europa zum fünften multidisziplinären Symposium zur zielgerichteten Leberkrebstherapie mit Y-90-Mikrosphären in Rom zusammen. Die Mediziner folgten der Einladung der Universität La Sapienza, des Tumorinstituts Regina Elena (IRE) und des dermatologischen Instituts San Gallicano (ISG) und diskutierten die Einsatzmöglichkeiten der SIR-Spheres® Mikrosphären. Zudem tauschten sie sich über große, multizentrische, randomisierte Studien aus, die derzeit die Wirksamkeit der Kunstharz-Mikrokügelchen bei der Therapie des hepatozellulären Karzinoms (HCC) und des metastasierten Kolonkarzinoms untersuchen.

    Auch die Phase II-Studie „SORAMIC“ war Bestandteil der Diskussionen. Sie prüft derzeit, ob SIR-Spheres Mikrosphären mit anschließender Gabe von Sorafenib den Behandlungserfolg bei HCC-Patienten steigern können. Für die Studie werden 375 Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium durch 40 Kliniken in Europa rekrutiert – darunter zwölf Kliniken in Deutschland. Aktuell sind 300 Patienten registriert.

    Zudem ermittelt die prospektive randomisierte Phase III-Studie „SIRFLOX“ weltweit bei Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen, ob eine Standard-Chemotherapie mit FOLFOX6m (mit oder ohne Bevacizumab) in Kombination mit einer zielgerichteten Radiotherapie mit SIR-Spheres Mikrosphären wirksamer und sicherer ist als eine alleinige First-Line-Therapie mit FOLFOX6m (mit oder ohne Bevacizumab). Erste Ergebnisse werden im kommenden Jahr erwartet.

    Bisherige Daten bei Patienten mit HCC und Lebermetastasen des Kolorektalkarzinoms zeigen: Die SIRT kann die Lebenserwartung steigern [1,2,3,4] und die Lebensqualität verbessern [5]. Aber auch beim cholangiozellulären Karzinom sowie bei Lebermetastasen des Mammakarzinoms und von neuroendokrinen Tumoren ist der Einsatz der SIR-Spheres Mirkosphären erfolgversprechend, so der Tenor namhafter Mediziner und Forscher aus Italien, Frankreich und den USA.

    In einigen deutschen Kliniken ist die SIRT bereits Bestandteil von Leberresektionsprotokollen. So setzt Frau Prof. Dr. Christiane Bruns, Direktorin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Magdeburg, die Therapie mit den radioaktiven Mikrokügelchen in einzelnen Fällen nach interdisziplinärer Bewertung zum Downsizing der Tumorlast ein, um anschließend eine Resektion durchführen zu können. „Zukünftig wird es noch wichtiger, die Rolle der SIRT in der Chirurgie zu definieren. Mit großer Spannung erwarten wir die ersten Studienergebnisse in Europa. Sie werden die Effizienz und Wirksamkeit der Therapie weiter belegen“, führte sie aus.

    „Das Symposium hat gezeigt, dass sich die SIRT als wertvolle palliative Behandlungsoption von Patienten mit nicht resektablen primären und sekundären Leberkarzinomen etabliert hat. Um den medizinischen Fortschritt auch weiterhin gestalten und die Behandlung der Patienten stetig verbessern zu können, investieren wir viel in die Durchführung von klinischen Studien. Darüber hinaus ist es wichtig, dass SIRT-Anwender ihre Erfahrungen regelmäßig auf internationaler Ebene austauschen können“, sagte Nigel Lange, Geschäftsführer von SIRTeX Medical Europe.

    In Europa haben bereits 9.000 Patienten SIR-Spheres Mikrosphären erhalten, davon über 3.800 in Deutschland. Bei dem Verfahren bestrahlen Ytrrium-90-Kunstharz-Mikrokügelchen die Tumoren hochselektiv mit Dosen von bis zu 1000 Gray im Körperinneren. Aufgrund der geringen Strahlenreichweite von durchschnittlich nur zwei bis drei Millimetern beträgt die Strahlenexposition des gesunden Leberparenchyms weniger als 25 Gray. Damit verbessert die SIRT die Behandlungsoptionen von Patienten mit fortgeschrittenem Tumorbefall in der Leber. Diese konnten aufgrund der Strahlensensibilität des Organs zuvor nur begrenzt einer Strahlentherapie zugeführt werden.

    Referenzen
    1. Seidensticker R et al. Cardiovasc Interv Radiol 2012; 35; 1066?1073.
    2. Hendlisz A et al. J Clin Oncol 2010; 28: 3687–3694.
    3. Bester L et al. J Vasc Interv Radiol 2011; D0I: 10.1016/j.jvir2011.09.028.
    4. Sangro B et al. Hepatology 2011; 54(3): 868-878.
    5. Van Hazel G et al. Journal of Surgical Oncology 2004; 88; 78-85.

    * Die vollständige Literaturliste erhalten Sie gerne auf Anfrage.

    Pressekontakt:
    Anita Urban
    ipse Communication
    Albrechtstraße 14 B
    10117 Berlin
    Tel.: 030 288846-14
    E-Mail: a.urban@ipse.de

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