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    Star weg – Brille weg: Geht das? Die Kataraktchirurgie gleicht heute auch Sehfehler aus

    DÜSSELDORF 15.10.2012 – Die Operation des Grauen Stars (Katarakt) ist eine der großen Erfolgsgeschichten der Augenheilkunde: Der Ersatz der getrübten Augenlinse durch ein Kunststoffimplantat schafft in nur kurzer Zeit wieder klare Sicht. „Mit modernen Operationstechniken kann bei dem Eingriff mitunter sogar eine zuvor bestehende Fehlsichtigkeit ausgeglichen werden“, sagt
    Dr. med. Kaweh Schayan-Araghi vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

    Etwa 650.000 Mal pro Jahr ersetzen Augenärzte die trübe gewordene Augenlinse durch ein Kunststoffimplantat. Damit ist die Kataraktoperation die häufigste Operation überhaupt in Deutschland. Mit hochmodernen Operationsmethoden und ausgereiften Implantaten wird nicht nur die Sicherheit des Eingriffs, der in den allermeisten Fällen ambulant ausgeführt werden kann, immer höher. Die so genannten Intraokularlinsen schaffen auch die Voraussetzung für eine sehr gute Sehqualität bis ins hohe Alter. Je nach individueller Ausgangslage und individuellem Anspruch wählen Augenarzt und Patient gemeinsam aus einer Vielzahl vorhandener Linsentypen aus. „Wichtig sind gründliche Voruntersuchungen, etwa um auszuschließen, dass noch weitere Augenkrankheiten vorliegen, und eine sorgfältige Beratung“, betont der Augenarzt Schayan-Araghi.

    Welche Linsen gibt es?

    - Die Standard-Intraokularlinse ist monofokal, das heißt, sie ermöglicht scharfe Sicht für einen Sehabstand, meist für die Ferne. Die Patienten benötigen für Naharbeiten dann noch eine Lesebrille.
    - Torische Intraokularlinsen gleichen eine vorher bestehende Stabsichtigkeit (Astigmatismus) aus.
    - Asphärische Intraokularlinsen verringern die Blendempfindlichkeit.
    - Mehrstärken-Intraokularlinsen (Multifokallinsen) verteilen das ins Auge einfallende Licht auf zwei oder drei Brennpunkte, so dass ein scharfes Sehen in Ferne und Nähe ohne Brille möglich werden kann. Sie sind nicht für jeden Patienten geeignet – eine sorgfältige, individuelle Beratung vom Augenarzt ist Voraussetzung für ihren Einsatz.

    Vorteil für Patienten mit Fehlsichtigkeit

    Vor allem Patienten, die bereits seit vielen Jahren wegen einer Fehlsichtigkeit Brille oder Kontaktlinsen trugen, erleben mit den modernen Intraokularlinsen eine neue Sehqualität, denn sie benötigen für den Blick in die Ferne keine Brille mehr. Die Möglichkeiten, völlig von der Brille unabhängig zu werden und damit auch auf Lesehilfen verzichten zu können, werden stetig weiterentwickelt.
    „Seit Januar 2012 müssen die Patienten bei dieser hochwertigen Versorgung nicht mehr die komplette Operation als privatärztliche Leistung bezahlen, sondern nur noch die Mehrkosten der Sonderlinsen und die damit verbundenen zusätzlichen ärztlichen Leistungen“, erklärt Schayan-Araghi. „Damit sind die von den Patienten zu zahlenden Kosten für die Operation vergleichbar mit den Kosten einer hochwertigen Brille.“

    Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und Statistikdatenbank: www.augeninfo.de/presse

    Herausgeber: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf
    Pressekontakt:
    Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert,
    Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf, Tel. +49 (0) 2 11 / 4303700, Fax +49 (0) 2 11 / 4303720,
    presse@augeninfo.de, www.augeninfo.de

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