medcom24 - Das Presseportal für Medizin & Gesundheit im Internet.

Deutschlands Datenbank für Presseinformationen aus dem Gesundheitswesen.

Benutzeranmeldung

Bleiben Sie mit - medcom24 - immer auf dem Laufenden!

Kooperationen / Partner

RSS - Newsfeed

Inhalt abgleichen

Feed anzeigen und abonnieren• Sitemap anzeigen

    Presseportal Kostenlos Online PR RSS News Public Relations Veröffentlichen Web 2.0 Gesundheit Journalisten Presse Redaktionen Healthcare Medizin Pressemeldungen PKs Kommunikation Pressekonferenzen Termine Kostenfrei PI Presseinformationen Werbung Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen VAs Marketing PR-Agenturen Veranstaltungen


      Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband


      Geprüft auf Sicherheit durch:
      Web-Browser optimiert.

    Schluss mit "Sonntagsreden"! Grundrechte müssen auch von der BÄK respektiert werden!

    Dem parlamentarischen Gesetzgeber ist ein weiter Beurteilungsspielraum eröffnet, innerhalb dessen er die Fragen am Ende des Lebens schwersterkrankter und sterbender Patienten regeln kann. Ein Verbot jeglicher Sterbehilfe widerspricht humanen Grundsätzen und es ist bedauerlich, dass der Präsident der BÄK, Montgomery, angesichts seines aktuellen Statements (vgl. dazu Mitteilung vom 08.03.12 >>> http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.9972.10122.10135 <<<) an dem ethischen Zwangsdiktat der BÄK mit Blick auf das Verbot der ärztlichen Suizidassistenz unverändert festhält.

    Eigentlich hätte man erwarten dürfen, dass auch die BÄK die seit dem unsäglich Beschluss auf dem letzten Deutschen Ärztetag vergangenen Monate dazu genutzt hätte, etwas intensiver über ihre ethische Werthaltung nachzudenken. Es geht nicht darum, über einen Anspruch im Sinne eines „Rechtsanspruchs“ auf Sterbehilfe resp. Tötung zu befinden, sondern lediglich um die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts Schwersterkrankter, die ihrem Leid entfliehen wollen.

    Es dürfte auch dem Präsidenten der BÄK bekannt sein, dass das Selbstbestimmungsrecht nicht zur Fremdbestimmung über die Ärzteschaft führt, während demgegenüber das berufsrechtliche Verbot der ärztlichen Suizidbegleitung nicht nur massiv das Grundrecht der Ärztinnen und Ärzte auf Gewissensfreiheit einschränkt, sondern mittelbar auch die Grundrechte der mündigen Patientinnen und Patienten berührt.

    Auch innerhalb der Ärzteschaft werden verschiedene moralische und ethische Positionen vertreten und die BÄK wird sich in aller Schärfe die Frage gefallen müssen, warum sie als Standesvertretung nicht gewillt ist, nach einer Regelung auch im ärztlichen Berufsrecht zu streben, die dieser Vielfalt gerecht wird. Die Gewissensentscheidung der Ärztefunktionäre ist nicht „wertvoller“ als etwa die der mehr als 37% ihrer ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, die für eine Liberalisierung eintreten.

    Ich halte es – gelinde ausgedrückt – für einen Skandal, wenn Ärztefunktionäre über den Erlass eines ethischen Zwangsdiktats versuchen, unmittelbar die höchst persönliche Gewissensentscheidung ihrer Kollegenschaft zu beugen!

    Ein solches Gebaren wird einem hoch stehenden Berufsstand nicht gerecht. Dass neuerliche Statement des Präsidenten der BÄK verdeutlicht einmal mehr, dass endlich der Gesetzgeber seinen grundrechtlichen Schutzpflichten sowohl gegenüber den Schwersterkrankten als auch den Ärztinnen und Ärzten nachzukommen hat.

    Die BÄK ist kein verlässlicher Garant dafür, dass in diesem sensiblen Bereich auch die Grundrechte ihrer Kolleginnen und Kollegen gewahrt werden, so dass es unabdingbar ist, dass diesbezüglich der Gesetzgeber seinen Obliegenheiten nachkommt.
    Die individuelle ärztliche Gewissensfreiheit wiegt mehr als der untaugliche Versuch einiger Ärztefunktionäre, an einem fragwürdigen Arztethos festzuhalten, das mittlerweile seine Ausstrahlungskraft verloren hat, wie sich unschwer aus der Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch ablesen lässt!
    Auch mit Blick auf letzteren setzen die Kammern auf die autonome Gewissensentscheidung und nicht auf ein ethisches Zwangsdiktat, wobei freilich auch „getötet“ wird!

    Wie mir scheint, ist die BÄK entweder überfordert oder schlicht nicht willens, eine offene Debatte über die ärztliche Suizidassistenz zu führen.

    Beides freilich entlastet die BÄK nicht und da dem so ist, muss hier der Gesetzgeber den Rahmen der Selbstverwaltung enger ziehen und dafür Sorge tragen, dass Grundrechte auch von Selbstverwaltungskörperschaften respektiert werden. Punkt um!
    __________________________
    IQB – Medizin- &. Pflegerecht - Lutz Barth
    Sieverner Str. 156, 27607 Langen
    Tel. 04743 / 322 97 39
    Internetportal: www.iqb-info.de
    E-Mail: webmaster@iqb-info.de

    Presseportal - medcom24 e.K. | Copyright 2008 - 2018 | All rights reserved | SERVICE-HOTLINE: 01801 / 730 730 | Powered by Drupal Design by Artinet