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    Rehabilitation ermöglicht LIS-Patienten eigenständigeres Leben

    Am kommenden Abend der Sozialen Brennpunkte des Fördervereins Museum Kesselhaus Herzberge e.V. stellt Dr. Karl-Heinz Pantke, Vorsitzender von LIS e.V., am 24. September um 19.00 Uhr den Verein vor, der die Lebensumstände von Menschen mit Locked-in-Syndrom (LIS), einer schweren Variante des Schlaganfalls, verbessern will. LIS-Patienten sind am Anfang der Erkrankung bei vollem Bewusstsein vollständig gelähmt, können bestenfalls mit den Augenlidern Signale senden. 2000 gegründet, gehört zu den steten Zielen der Vereins: Aufzuklären über das Krankheitsbild, adäquate Rehabilitation oder notwendige Hilfsmittel zu fordern und vor allem den Betroffenen so eine Stimme zu geben.

    Immer mehr Patienten mit einem Locked-in-Syndrom verbleiben in Pflegeheimen. Obwohl mit geeigneter Rehabilitation beachtliche Erfolge erzielt werden können, wird ihnen die Rückkehr in die Gesellschaft immer häufiger verwehrt. Selbst unter Fachleuten ist mitunter das Locked-in-Syndrom als Krankheitsbild wenig bekannt. Eine Folge davon ist, dass in den vergangenen Jahren die Therapiezeiten für die Betroffenen weitgehend ohne öffentlichen Widerspruch radikal gekürzt werden konnten.

    Dr. Karl-Heinz Pantke erlebte 1995 den Albtraum, bei vollem Bewusstsein vollständig gelähmt zu sein. Mit intensivem Training, das bis heute andauert, hat der Physiker die Locked-in Phase nach einem Klein- und Stammhirninfarkt verlassen. Er ist stark gehbehindert, kann aber sprechen und arbeitet wieder wissenschaftlich. Europaweit nutzt er seine Vortragstätigkeit, um seine Überzeugung von der Therapierbarkeit der Krankheit an der eigenen Person zu beweisen.

    Sein Lebensweg ist nicht das einzige Beispiel dafür. Beeindruckende Erfahrungsberichte in Büchern und persönlichen Homepages geben Auskunft über die schweren Herausforderungen und Chancen des Alltags: schlucken, atmen, artikulieren, gehen lernen. In einem Tempo, so langsam, das unendliche Geduld und viel Übung verlangt. „Aber jeder noch so kleine Erfolg stärkt das Selbstbewusstsein“, sagt Dr. Pantke: „Auch wenn es dem äußeren Anschein nach den Betroffenen schlecht geht, ist deren inneres Empfinden häufig anders.“ Schwerstbetroffene und gesunde Menschen bewerten diese Situation völlig unterschiedlich, wie wissenschaftliche Ergebnisse zeigen.

    Die erste Beschreibung eines Locked-in Syndroms wurde vom Romancier Alexandre Dumas im Roman „Der Graf von Monte Christo“ in der Person des Monsieur Noirtier de Villefort publiziert. Neben den Symptomen wird schon damals die Kontaktmöglichkeit mit dem Patienten beschrieben sowie eine Therapie erwähnt. Die exakte Beschreibung geht auf Plum und Posner im Jahr 1965 zurück. Wurden LIS-Patienten früher als Körper ohne Emotionen behandelt, werden sie heute oft palliativ oder stabilisierend betreut.

    Doch setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass sich mit moderner Neuro-Rehabilitation schwere Ausfälle bessern und so ein eigenständigeres Leben möglich wird. Dabei steht der Rehabilitationserfolg im direkten Zusammenhang mit dem Beginn: Je früher mit Therapien und Mobilisation begonnen wird, desto umfassender und nachhaltiger ist der Erfolg. Die Notwendigkeit einer lebenslangen Therapie mit Anpassung an das aktuelle Rehabilitationspotential bleibt.

    Veranstaltungshinweis
    Abend der Sozialen Brennpunkte: Vorstellung des Vereins LIS e.V.
    mit Dr. Karl-Heinz Pantke, Vorsitzender
    am Dienstag, 24. September um 19.00 Uhr
    im Vereinsraum (Seiteneingang, 1. Stock)
    Kostenbeitrag: 3,00 €
    Ort: Förderverein Museum Kesselhaus Herzberge e.V.
    Herzbergstraße 79 (Haus 29), 10365 Berlin
    Tel.: 0 30 - 54 72 24 24  
    http://www.museumkesselhaus.de

    Pressekontakt:
    LIS e.V. Geschäftsstelle im Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
    Vorsitzender Dr. Karl-Heinz Pantke
    Herzbergstraße 79, Haus 30
    10265 Berlin
    Telefon 030/34 39 89 75
    http://www.locked-in-syndrom.org/

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