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    Qualitätsreport Cholezystektomie bescheinigt Leberzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst überdurchnittliche Versorgungsqualität

    Frankfurt a.M. Ein Vergleich der Qualität der Leistungen von Kliniken stellt eine wichtige Entscheidungsgröße sowohl für Patienten als auch für einweisende Ärzte dar. Mit einer regelmäßigen Veröffentlichung der Qualitätsdaten deutscher Krankenhäuser wird ein grundlegendes Informationsdefizit abgebaut und somit Vergleiche möglich. Der jüngste Qualitätsreport der Geschäftstelle Qualitätssicherung (GQH) Hessen (www.gqhnet.de) bescheinigt dem Leberzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst unter Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach sowie Prof. Dr. med. Klaus Haag exzellente Bewertungen für die durchgeführten Cholezystektomien (Gallenblasenentfernungen) im Jahre 2013. Die in die Analyse einbezogenen Operationen zeigen eine überdurchschnittlich gute Ergebnisqualität. „Die Ergebnisqualität ist ein Maß für die Güte der Strukturqualität, d.h. die technischen Gegebenheiten im Krankenhaus, und der Prozessqualität, d.h. die perioperative medizinische Behandlung“, unterstreicht Prof. Schwarzbach. Zu den Qualitätsindikatoren zählen unter anderem die Komplikationsrate sowie die Eingriffsletalität. In die Qualitätssicherung 2013 fanden in Hessen insgesamt 12.639 dokumentierte Fälle von 80 Kliniken mit Gallenblasenoperationen Eingang.

    Im Einzelnen ergibt die Ergebnisqualität für das Klinikum Frankfurt Höchst folgendes: Eingriffsspezifische und behandlungsbedürftige Komplikationen nach laparoskopisch begonnener Cholezystektomie lagen 2013 bei 0,5 % und damit weit unterhalb des hessischen Durchschnitts (2,1 %). Im Speziellen ergab sich im Untersuchungszeitraum bei den qualitätgesicherten Gallenoperationen in keinem Fall eine Okklusion (Verschluss) oder eine Durchtrennung des Gallenganges (hessenweiter Referenzwert 0,08 %). Die Reinterventionsrate aufgrund von Komplikationen nach Gallenoperationen betrug am Klinikum Frankfurt Höchst lediglich 1,04 Prozent (hessischer Durchschnitt: 2,17 %). Auch bei der Reintervention aufgrund von Komplikationen nach laparoskopischer Operation unterschreitet das Krankenhaus den hessischen Durchschnitt (Klinikum Frankfurt Höchst: 1 %, Durchschnitt Hessen: 1,2 %). Das Kriterium der Sterblichkeit (Letalität) lag trotz des erheblichen Umfangs an Notfallbehandlungen (akute Entzündung mit / ohne Bauchfellentzündung und Schock) und Patienten mit gravierenden Begleiterkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Herzerkrankung) am Leberzentrum des Klinikums Frankfurt Höchst mit 0,52 Prozent deutlich unter dem hessischen Niveau von 0,78 Prozent. Der GQH-Report zeigte auch, dass der Anteil an Patienten mit lebensbedrohlichen Gallenerkrankungen am Klinikum Frankfurt Höchst deutlich höher war als im hessischen Durchschnitt (im Klinikum Frankfurt Höchst 3,1 %, in Hessen 1,8 %). Auch wurden hier akute Gallenblasenentzündungen, durchgebrochene sowie gestaute Gallenblasen häufiger als im Landesdurchschnitt operiert. Die durchschnittliche Verweildauer einer laparoskopischen Gallenblasenentfernung im Klinikum Frankfurt Höchst liegt bei drei Tagen, in besonders schweren Fällen kann auch ein längerer Krankenhausaufenthalt erforderlich sein.

    Prof. Schwarzbach: „Das zeigt, dass am Klinikum Frankfurt alle Schweregrade der Gallenblasenerkrankung verantwortungsvoll behandelt werden. Vor allem aber fällt auf, dass die minimal-invasive laparoskopische Cholezystektomie, die hier deutschlandweit als eine der ersten Kliniken überhaupt 1989 eingeführt wurde, auch aktuell eine exzellente Ergebnisqualität aufweist.“ Selbst der krankenhauseigene Vergleich mit dem Vorjahr zeigt ein nochmals verbessertes Ergebnis. Diese Daten unterstreichen die besondere Bedeutung der Qualitätssicherung und der Zertifizierung als hepatobilliäres Zentrum. Das Leberzentrum wurde im Jahr 2013 durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie - DGAV e.V. zertifiziert.

    Neben den elektiven Gallenblasenerkrankungen stellen die schweren Fälle mit akuter Gallenblasenentzündung in allen ihren Formen - mit und ohne Leberzirrhose - eine besondere Herausforderung im klinischen Alltag dar. Eine 24-Stunden und 365-Tage-im-Jahr Versorgung mit notfallmäßiger Diagnostik (Sonographie, MRT mit Gallenwegsdarstellung und CT), endoskopischer Intervention (ERCP-Möglichkeit bei Steineinklemmung im Gallengang), operativer Versorgung (laparoskopische und offene Cholezystektomie) und gegebenenfalls Intensivbehandlung (Schock und Bauchfellentzündung) ist dabei eine Kernkompetenz eines Maximalversorgers wie dem Klinikum Frankfurt Höchst. „In dieser Hinsicht kommt dem neuen Therapiekonzept, welches aufgrund der ACDC-Studie („Acute Cholezystitis - Early Versus Delayed Cholecystektomy“ - randomisierte klinische Studie, siehe Publikation im Deutschen Ärzteblatt 8/2013) am Klinikum Frankfurt Höchst konsequent umgesetzt wird, besondere Bedeutung zu. Die ACDC-Studie konnte als prospektiv randomisierte klinische Studie zeigen, dass Patienten, die eine akute Cholezystitis aufweisen, von einer frühzeitigen operativen Intervention stark profitieren“, so Prof. Schwarzbach. Die Patienten, die vor einigen Jahren noch zunächst antibiotisch anbehandelt wurden und erst im Intervall operiert wurden, zeigten demnach schlechtere klinische Ergebnisse. In Anlehnung an diese neuen Studiendaten aus dem Jahre 2013 werden am Leberzentrum des Klinikum Frankfurt Höchst Patienten mit akuten Gallenblasenentzündungen umgehend als Notfall versorgt.

    Prof. Dr. med. Wolf Stelter (ehemaliger Chefarzt der Klinik für Chirurgie) hatte im Jahr 1989 die laparoskopische Cholezystektomie als eine der bundesweit ersten Kliniken am Klinikum Frankfurt Höchst systematisiert und konsequent eingeführt – zu dieser Zeit teilweise sogar gegen Kritik aus den Reihen der Chirurgen. Bald darauf wurden jedoch pro Jahr bereits bis zu 500 laparoskopische Cholezystektomien am Klinikum Frankfurt Höchst durchgeführt. Mittlerweile hat sich die Überlegenheit der modernen Technik der laparoskopischen Cholezystektomie durchgesetzt. Voraussetzung ist, dass die minimal-invasive Chirurgie als integraler Bestandteil der Therapieoptionen am Leberzentrum etabliert ist. „Die Gallenblase wird heutzutage deutschlandweit überwiegend laparoskopisch entfernt. Dennoch zeigen die neuen Daten auch, dass bei besonders stark entzündeter Gallenblase im Akutstadium eine laparoskopische Cholezystektomie nicht erzwungen werden darf, sondern dieses Verfahren bei Gefährdung des Patienten z.B. bei Gallengangsverletzung abgebrochen werden sollte“, ergänzt Prof. Schwarzbach. Statt des laparoskopischen Vorgehens führe der verantwortliche Chirurg dann die sogenannte konventionelle Cholezystektomie durch, bei der die Gallenblase offen über einen kurzen Bauchschnitt entfernt wird. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass im Akutstadium mit größtmöglicher Sicherheit Schäden am ableitenden Gallengangsystem vermieden werden. „Ein falscher Ehrgeiz bei der laparoskopischen Gallenblasenentfernung im Akutstadium wird mittlerweile abgelegt. Ist die Indikation für die Konversion zum offenen Vorgehen klar, wird diese an unserem Haus durchgeführt“, so Schwarzbach. Diese chirurgische Grundhaltung am Klinikum Frankfurt Höchst erkläre die exzellenten und qualitätsgesicherten Ergebnisse des letzten Jahres. In den Qualitätssicherungskatalogen werde ein gewisser Prozentsatz an Konversionen nicht nur zugelassen, sondern sogar als Gütekriterium gewertet.

    Patienten-Forum „Qualität in der Versorgung von Erkrankungen der Gallenblase und der Gallenwege am 10. Juli, 18 Uhr
    Eine akute Gallenblasenentzündung ist eine fieberhafte Erkrankung, bei der es zu Schmerzen im rechten Oberbauch und eventuell der rechten Schulter kommt. Als häufigste Auslöser gelten Gallenblasensteine. Zusätzlich kommt oft eine Gallenkolik hinzu: Diese schwallartigen Schmerzen, die meist nach fetten Mahlzeiten auftreten, können mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Daneben kann eine akute Gallenblasenentzündung weitere Symptome verursachen: So führt eine schwere akute Cholezystitis mit entzündlich gereiztem Bauchfell meist auch zusätzlich zu Abwehrspannungen des Bauches. Über die Symptome, die moderne Diagnostik und Therapie informieren die Leiter des Leberzentrums am Klinikum Frankfurt Höchst, Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach und Prof. Dr. med. Klaus Haag, am Donnerstag, 10. Juli 2014, ab 18 Uhr im Gemeinschaftsraum des Klinikums (Gebäude A, 2. OG): Hierbei erhalten die Gäste auch Einblick in die aktuellen Qualitätsdaten der GQH. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Über das Leberzentrum
    Am Leberzentrum werden sämtliche Verfahren der Leber- und Gallenwegschirurgie, der interventionellen Radiologie sowie der hepatologischen Behandlung akuter und chronischer Lebererkrankungen und ihrer Komplikationen angeboten. Alle Erkrankungen der Leber und den umliegenden Organen erfordern eine exakte Diagnostik und optimale Therapie. Der therapeutische Erfolg einer individualisierten und differenzierten Behandlungsstrategie ist dabei von einer fachübergreifenden und qualitätsgesicherten ärztliche Zusammenarbeit abhängig. Im Leberzentrum des Klinikums Frankfurt Höchst agieren in enger interdisziplinärer Abstimmung Chirurgen, Gastroenterologen, Radiologen, Onkologen und Pathologen gemeinsam, um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen.

    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich ca. 34.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2016 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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