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    Präimplantationsdiagnostik-Debatte: Ärzte für das Leben e.V. fordert Bundesrat zum Einspruch gegen PID-Verordnung auf

    Münster (23.11.12). Der Vorstand der Ärzte für das Leben e.V. (ÄfdL) kritisiert die kürzlich von der Bundesregierung beschlossene Verordnung zur praktischen Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID), die juristisch als eng begrenzte Ausnahme vom Embryonenschutz wenigen Risikopaaren vorbehalten bleiben soll.

    „Der vom Gesetzgeber vorgesehene enge Rahmen wird durch die jetzt vorgesehene Ausweitung von Diagnostikzentren und Ethikkommissionen konterkariert. Humangenetiker und Reproduktionsmediziner als PID-Befürworter sollen in Gutachten bzw. Gegengutachten über unbestimmte Rechtsbegriffe wie „schwerwiegende Erbkrankheit“ oder „hohe Wahrscheinlichkeit“ befinden. So drohen dem Embryonenschutz und dem im Grundgesetz bestätigten Urrecht jedes Menschen auf Leben in unserer Republik weitere Missachtung“, warnen die ÄfdL-Vorsitzenden Prof. Dr. Paul Cullen und Dr. Erwin Grom. „Nun sind die Länder bei der endgültigen Entscheidung im Bundesrat gefordert, dies mit ihrem Einspruch gegen die PID-Verordnung zu verhindern.“

    Ärzte für das Leben e.V. haben im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens zur Präimplantationsdiagnostik mehrfach klar Stellung gegen eine Zulassung der PID bezogen. Die Stellungnahmen sind auf der Webseite http://www.aerzte-fuer-das-leben.de in der Rubrik „Dokumente“ abrufbar.

    Kontakt:

    Ärzte für das Leben e. V.
    Dr. med. Dr. theol. h.c. Maria Overdick-Gulden
    Markusberg 24e
    54293 Trier

    Tel.: 0651 / 8200724
    E-Mail: m.overdick-gulden@aerzte-fuer-das-leben.de
    Internet: http://www.aerzte-fuer-das-leben.de

    Über Ärzte für das Leben e.V.:

    Ärzte für das Leben e.V. ist eine seit 1991 bestehende Gemeinschaft von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich für die bedrohte Freiheit des Arztberufs einsetzt, damit Ärzte sich unbeeinflusst von den Interessen Dritter für das Heil ihrer Patienten in hippokratischer Tradition einsetzen können.

    Der Themenkreis umfasst dabei die Embryologie, Schwangerschaft („Spätschwangerschaft“), die sogenannte Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, eugenische Selektion, gefällige Genmanipulation i. S. von „enhancement“, adulte Stammzelltherapie gegen Embryonenverbrauch, Hilfen bei Behinderung sowie Hirntod und Organspende. Ärzte für das Leben e.V. sind für Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit, jedoch gegen assistierten Suizid und Sterbehilfe im Sinne von Euthanasie. Zu allen Themen ist ein Austausch mit anderen Fachdisziplinen (Philosophie, Psychologie, Soziologie, Jura, Theologie) erwünscht.

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