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    Pankreaszentrum am Klinikum Frankfurt Höchst durch Fachgesellschaft DGAV zertifiziert

    Frankfurt a.M. Drei Prozent aller Krebserkrankungen sind Pankreaskarzinome, also Tumoren der Bauchspeicheldrüse. Pankreastumore sind durch ihre schlechte Prognose sehr gefürchtet. In Deutschland erkranken jährlich rund 13.000 Menschen daran. Männer und Frauen sind in etwa gleich häufig betroffen. Aber auch gutartige Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse bedürfen genauso wie die bösartigen einer optimalen Therapie und exakten Diagnostik. Die Behandlung dieser sehr komplexen und anspruchsvollen Krankheitsbilder erfordert deshalb eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gastroenterologen, Radiologen, Chirurgen und Onkologen sowie auch Psychoonkologen. Die Qualität der bisher geleisteten Arbeit wurde kürzlich durch die Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) durch die Zertifizierung des Klinikums Frankfurt Höchst als Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen des Pankreas zertifiziert. Am Freitag überreichte Prof. Dr. med. Johannes O. Jost von der DGAV das Zertifikat.

    Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein- Thorax-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst: „Trotz aller Fortschritte in der Medizin handelt es sich nach wie vor um eine besonders schwierig zu diagnostizierende und zu therapierende Krebserkrankung, die von Operateuren und Therapeuten hohe Qualifikationen und ein Höchstmaß an interdisziplinärer Arbeit verlangt. Auch hier gilt: Je erfahrener der Operateur ist, desto geringer die Rate möglicher Komplikationen. Wir freuen uns über die Zertifizierung als Anerkennung unserer gemeinsamen Arbeit.“ Um die Versorgungsqualität in der Fläche sicherzustellen, sei gerade die Expertise spezialisierter Zentren gefordert.

    Wird ein Pankreaskarzinom sehr früh festgestellt und behandelt, steigen die Chancen auf eine Heilung. Nur eine onkologisch radikale Operation kann den Pankreaskrebs heilen oder die Lebenszeit betroffener Patienten nachhaltig verlängern. Ein weiterer positiver Effekt nach der Operation ist eine verbesserte Lebensqualität ohne quälende Schmerzen oder Unmöglichkeit der Nahrungsaufnahme. Mit der Zunahme von Pankreastumoren, die eine Vorstufe zum Pankreaskrebs darstellen, müssen die Mediziner heute umgehen. „Die moderne MRT- und CT-Diagnostik bringt vermehrt kleine Tumore als Zufallsbefunde zutage. Zu diesen zählen auch die zystischen Pankreastumoren (sog. IPMN – intrapapilläre muzinöse Neoplasie), die zumeist Vorstufen von Krebs darstellen“, erläutert Prof. Dr. Markus Müller-Schimpfle, Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin und Seniorpartner der Überörtlichen Gemeinschaftspraxis Mainzer Landstrasse.“ Neben der hohen Empfindlichkeit ist aber auch die Vermeidung eines falschen Alarmes durch integrierte Beurteilung der verschiedenen bildgebenden Verfahren anzustreben, um unnötige belastende Eingriffe zu vermeiden“, so Müller-Schimpfle.

    Auch im Rahmen entzündlicher Pankreaserkrankungen (alkoholischer oder durch Gallensteine hervorgerufene Bauchspeicheldrüsenerkrankungen) wurden in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte erzielt. Vor allem die intensivmedizinische Therapie und gezielte chirurgische Intervention hat dazu beigetragen, die hohe Sterblichkeit dieser gefährlichen Erkrankungen stark zu senken. „Hier spielt die Ausstattung mit einer leistungsfähigen Intensivstation und die Bereitschaft, aufwendige und kostenintensive Behandlungen durchzuführen, eine große Rolle (Organerhalt, Dialyse, Langzeitbeatmung, Drainagetherapie)“, erklärt Prof. Schwarzbach. Nur spezialisierte Zentren, die eine rund-um-die Uhr-Versorgung und das Commitment für eine Langzeitbehandlung, also mehrere Wochen, bieten, kommen für diese Patienten in Frage.

    „Im Anschluss an die Operation eines Bauchspeicheldrüsenkrebses sowie bei fortgeschrittener Erkrankung wird in der Regel eine personalisierte Chemotherapie durchgeführt, die regelmäßig zu einer Symptomlinderung und Lebensverlängerung führt. Die Therapie wird ambulant in der interdisziplinären Tagesklinik angeboten. Eine weitere wichtige Säule in der Behandlung der Pankreaskrebspatienten stellt die Palliativtherapie dar, welche ambulant und stationär am Klinikum durch eine interprofessionelle Arbeitsgruppe koordiniert wird“, unterstreicht Prof. Dr. med. Hans-Günter Derigs, Leiter des Tumorzentrums Frankfurt Höchst (TFH) und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 3 Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin und Pneumologie.

    Ein besonders stiefmütterlich behandelter Bereich ist die Therapie von Patienten, die durch chronische Bauchspeicheldrüsenerkrankungen ihren Beruf verlieren, familiär Schwierigkeiten entwickeln und zu chronisch kranken Patienten werden. Häufig diagnostiziert der Hausarzt nicht nur den übermäßigen Alkoholkonsum, sondern auch einen Diabetes mellitus, Verdauungsschwierigkeiten und chronische Schmerzzustände. Gerade diesen Patienten kann die moderne Bauchspeicheldrüsen-chirurgie helfen. Schmerzfrei und mit entsprechenden interdisziplinären Behandlungsansätzen (Chirurg, Gastroenterologe und Hausarzt) wie Verdauungsförderung und Ernährungsberatung können diese Patienten wieder in das normale soziale Leben integriert werden. „Da dieses Tumorleiden mit seinen medizinischen, psychologischen und sozialen Folgen einen existentiellen Einschnitt in die Lebenskontinuität und –qualität der Betroffenen darstellt, ist die psychoonkologische Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen besonders wichtig. Dieser ganzheitliche Ansatz ist ein integraler Bestandteil der Therapie an unserem Zentrums“ verdeutlicht Priv. Doz. Dr. Michael Grube, Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie – Psychosomatik.

    Im Klinikum Frankfurt Höchst werden pro Jahr über 70 Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse wegen bösartiger oder gutartiger Bauchspeicheldrüsen-erkrankungen (Karzinom, Krebsvorstufen, akuter und chronischer Pankreatitis) durchgeführt. Alle Patienten werden gemeinsam mit den Gastroenterologen, Radiologen, Strahlen-therapeuten, Onkologen, Anästhesisten und Pathologen in einer interdisziplinären Expertenkonferenz besprochen. Bei besonderem Bedarf des Betroffenen kommen auch die Psychoonkologen dazu. Mit Erfolg für den Patienten. Die Sterblichkeit der Operationen lag dabei unter zwei Prozent, also sogar sechs Prozent unter dem von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) vorgebenen Mindestrate für eine Zertifizierung als Kompetenzzentrum.

    In der wöchentlich stattfindenden Bauchspeichel-drüsensprechstunde (donnerstags 12 bis 16 Uhr) können sich Patienten umfassend beraten lassen und den direkten Kontakt zu Prof. Schwarzbach aufbauen, der seine Ausbildung an den zwei in Deutschland renommiertesten Pankreaszentren während seine 17jährigen chirurgischen Tätigkeit vor seiner Chefarztberufung absolviert hat. Sollte ein Studieneinschluß in besonders schwierigen Fällen in klinische Studien sinnvoll sein, kann auch über diese Option ausführlich gesprochen werden.

    „Im Klinikum Frankfurt Höchst verwenden wir den Zentrumsbegriff ausschließlich für unser Tumorzentrum als Ausdruck einer besonderen Expertise der hier interdisziplinär arbeitenden Fachbereiche. Neben der übergreifenden Organisationseinheit der onkologischen Tagesklinik erfolgt die Zusammenarbeit der Kliniken und Institute über die institutionalisierte gemeinsame Tumorkonferenz und die prozessualen Vorgaben der Zertifizierungen nach der Struktur der Deutschen Krebsgesellschaft DKG und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie DGHO. In besonderen Organbereichen bemühen wir uns um das Zertifikat der zugehörigen Fachgesellschaft, weil wir damit unsere besondere Expertise nachweisen: Unser gemeinsames Verständnis von Interdisziplinarität, mit der wir die benötigten technischen Strukturen mit Leben füllen“, erklärte Dr. med. Christof Kugler, medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Frankfurt Höchst, die Bedeutung dieser Zertifizierung.

    Über das Klinikum
    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 17 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), drei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem MVZ sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. 2.200 Beschäftigte versorgen jährlich 33.500 stationäre und 70.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2015 errichtet. Mehr Infos unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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