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    Niedergelassene Ärzte wehren sich: Verbände ambulanter Operateure attackieren GKV-Spitzenverband

    Zehn Bundes- und Regionalverbände niedergelassener ambulanter Operateure und Anästhesisten in Deutschland haben am Samstag in Frankfurt am Main „verärgert und empört“ auf die anhaltenden Angriffe des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen reagiert. Die Verbände fordern ein Ende der „absurden und haltlosen Beschuldigungen und Diffamierungen“, wie sie der GKV-Spitzenverband in den vergangenen Wochen gegen Operateure erhoben habe. Die in den Verbänden zusammengeschlossenen 3.000 Ärzte operieren jährlich rund 4,5 Millionen Patienten und decken damit etwa die Hälfte aller ambulanten Operationen in Deutschland ab.

    Unter anderem hatte der Spitzenverband behauptet, viele Kliniken bezahlten „Fangprämien“ an niedergelassene Ärzte für die Überweisung von Patienten. Erst vor wenigen Tagen hatte der GKV-Spitzenverband nachgelegt und unter Hinweis auf ein selbst in Auftrag gegebenes Gutachten behauptet, viele Operationen seien unnötig und würden nur aus wirtschaftlichen Gründen vorgenommen.

    „Für solche unverfrorenen Behauptungen gibt es keine seriöse Quelle. Nicht einmal das von Ihnen in Auftrag gegebene Gutachten macht dazu eine Aussage. Selbst der Autor des Gutachtens musste in einem Pressebericht auf Nachfrage einräumen, dass die Vorwürfe wissenschaftlich nicht eindeutig zu beweisen seien. Ihr Vorwurf ist demnach frei erfunden“, so der Koordinator des „Frankfurter Treffens der ambulanten Operateure und Anästhesisten in Deutschland“ vom 02.06.2012, Dr. med. Thomas Wiederspahn-Wilz, 1. Vorsitzender des Verbandes von operativ und anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Fachärzten in Deutschland (LAOH).

    Es sei gut möglich, dass in den vergangenen Jahren mehr operiert wurde. Dies sei jedoch vor allem auf den demographischen Wandel und den medizinischen Fortschritt zurückzuführen. „Die modernen Diagnose-, Operations- und Narkoseverfahren ermöglichen es uns heute, Krankheiten zu erkennen und zu behandeln, die früher weder diagnostiziert noch therapiert werden konnten“, so Dr. Wiederspahn-Wilz.

    Kein Arzt, der seinen hippokratischen Eid ernst nehme, operiere seine Patienten unnötig. Das widerspreche der ärztlichen Ethik. Ziel sei es, den Patienten zu helfen und ihnen ihre Lebensqualität zu erhalten beziehungsweise zurückzugeben.

    Im Übrigen wundern sich die Verbände auch über das Bild, das sich der GKV-Spitzenverband von den Versicherten mache. Bestens informierte Versicherte ließen sich heute nicht mehr von einem Arzt eine unnötige Operation aufreden. Richtig sei vielmehr, dass gut informierte Patienten immer seltener gewillt seien, mit einer vielleicht schmerzhaften Krankheit zu leben, wenn ein operativer und immer häufiger ambulant möglicher Eingriff rasche Linderung verspreche. Solche Eingriffe verbesserten nicht nur die Lebensqualität, sie könnten auch krankheitsbedingte berufliche Ausfallzeiten verkürzen, was betriebs-, wie volkswirtschaftlich äußert wünschenswert sei.

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Finanzierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland vermuten die Repräsentanten der deutschen ambulanten Operateure und Anästhesisten hinter dem Gutachten vielmehr einen taktischen Schachzug der gesetzlichen Krankenkassen, um von ihren Milliardenüberschüssen abzulenken. „Es ist auffällig, dass die Ergebnisse des von den Krankenkassen in Auftrag gegebenen Gutachtens genau zu der Zeit mit dem vom Auftraggeber gewünschten Ergebnis kommen, zu der die Koalition über die Gesundheitsfinanzierung verhandelt.“

    Die Verbände ambulanter Operateure und Anästhesisten bieten dem GKV Spitzenverband aber auch Gespräche an. So biete die „Integrierte Versorgung“ einen erprobten und erfolgreichen Weg, wie Operateure und viele vernünftige Krankenkassen auch aus Ihrem Verband gemeinsam eine zeitgemäße medizinische Versorgung auf hohem Niveau anbieten, die allen nutze und die Kosten dennoch im Auge behalte. Durch die bei der integrierten Versorgung optimale Verzahnung des Behandlungsprozesses der Patienten vom Erstgespräch bis zur Nachsorge würden Doppeluntersuchungen und Wartezeiten vermieden und so die Dauer der Krankheit drastisch verkürzt. In vielen Fällen könnten Patienten sogar Geld sparen.

    Ambulantes Operieren:
    Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V.
    Landesverbandes Ambulantes Operieren Baden-Württemberg, e.V.
    Landesverband für Ambulantes Operieren Bayern e.V.
    Verband von operativ und anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Fachärzten in Deutschland (LAOH)

    Anästhesisten:
    Anästhesie-Netz Deutschland e.V.
    NASH – Niedergelassene Anästhesisten Schleswig Holstein
    Arbeitsgemeinschaft Anaesthesiologischer Operations-Zentren e.V.
    Genossenschaft Hessischer Anästhesisten eG

    Operateure:
    Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. –(Regionalvertretung Hessen)
    Genossenschaft der Niedergelassenen Operateure Hessen e. G.

    Kontakt:
    LAOH-Geschäftsführer: Volker Heuzeroth, Tel.: 0174 / 330 36 41
    Presse: Pia Schmidt, 0171 / 4142811

    Verband von operativ und anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Fachärzten in Deutschland (LAOH): Frankfurter Str. 51, 63500 Seligenstadt, Tel. 06182-960 202, Fax 06182-960 201, Erster Vorsitzender: Dr. med. Thomas Wiederspahn-Wilz, www.laoh.net

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