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    Neues Verfahren senkt Bluthochdruck nachhaltig

    Das Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen sowie das Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus in Hamburg-Volksdorf bieten seit neuestem ein innovatives Verfahren zur Behandlung von Bluthochdruck an: Bei der sog. Nierendenervation werden mittels eines Katheters bestimmte Nervenfasern entlang der Nierenarterien verödet, die im Zusammenwirken mit dem Gehirn ursächlich für eine fehlgesteuerte Ausschüttung von Hormonen und daraus folgend einen erhöhten Blutdruck sind. Laut Studien lässt sich bei mehr als 85 Prozent der so behandelten Patienten eine deutliche und nachhaltige Senkung des Blutdrucks erreichen. Gravierende Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

    Albertinen gehört zu den Vorreitern
    Das Verfahren wurde in den vergangenen Wochen erstmals vom Leitenden Arzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Albertinen-Krankenhaus, Dr. Ralf Gehrckens, in Kooperation mit der Kardiologie angewandt. Im Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus bietet der Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Dr. Matthias Gasthaus, diese Therapieoption an. Die Krankenhäuser der Albertinen-Gruppe gehören damit in Hamburg zu den Vorreitern bei diesem Verfahren. Bislang werden die Kosten der Behandlung nur zum Teil von den Krankenkassen erstattet.

    Verbindung gekappt
    Die Behandlungsmethode basiert auf der neueren Erkenntnis, dass das sog. sympathische Nervensystem als Teil des vegetativen Nervensystems neben weiteren Faktoren für einen erhöhten Blutdruck verantwortlich sein kann. So sind Nervenfasern in der Niere und Gehirn miteinander verbunden und können sich gegenseitig stimulieren: Wird seitens der Nierennerven ständig eine Alarmsituation für den Körper suggeriert, reagiert das Gehirn mit der Ausschüttung von Hormonen zur Aktivierung von Reserven u.a. durch einen steigenden Blutdruck. Durch das neue Verfahren wird diese Verbindung gekappt.

    Verödung durch Hochfrequenzstrom
    Ähnlich zur Therapie des Vorhofflimmerns wird auch bei der Nierendenervation eine Verödung der betreffenden Nerven durch Hochfrequenzstrom erreicht. Der Ablationskatheter wird dabei von der Leiste in die Nierenarterien vorgeschoben. Die betreffenden Nerven laufen entlang der Blutgefäße der Nieren. Bei der Behandlung werden pro Nierenarterie jeweils fünf Ablationspunkte gesetzt, durch die die Nerven auf rund 60 Grad Celsius erhitzt werden. Dieses führt zur Verödung der betreffenden Nerven, während die Gefäße selbst durch den kühlenden Blutfluss geschont werden. Der Eingriff dauert ca. 60 Minuten.

    Hoffnung für therapieresistente Patienten mit Bluthochdruck
    Die neue Therapie kann bei Patienten angewandt werden, die trotz einer medikamentösen Therapie einschließlich der Einnahme eines Diuretikums („Wassertablette“) einen regelhaften Blutdruckwert von über 160/90 Milimeter / Quecksilbersäule (mmHG) haben. Ausschlusskriterien sind beispielsweise Schwangerschaft, schwere Niereninsuffizienz, Typ-1-Diabetes, hochgradige Nierenarterienstenose oder aber auch organische Ursachen des Bluthochdrucks.
    Durch das Verfahren erhalten Patienten, bei denen die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten ohne Wirkung bleibt, eine echte Therapieoption. So ist laut Studien mit dem neuen Verfahren eine Senkung des Blutdrucks im Mittel von bis zu 30 mmHG systolisch (Maximaldruck) und 10 mmHG diastolisch (Minimaldruck) erreichbar.

    Dr. med. Ralf Gehrckens, Ltd. Arzt, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Albertinen-Krankenhaus: „Mit dem neuen Verfahren können wir endlich auch Patienten helfen, die trotz jahrelanger Medikamententherapie unter einem viel zu hohen Bluthochdruck leiden. Das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls kann jetzt auch bei ihnen reduziert werden.“

    Dr. med. Matthias Gasthaus, Chefarzt Klinik für Kardiologie, Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus: „Bluthochdruck ist ein heimlicher Killer, der gestoppt werden muss. Bleiben blutdrucksenkende Medikamente ohne Wirkung, verfügen wir mit der Nierendenervation ab sofort über ein Verfahren, das uns bereits aus der Therapie des Vorhofflimmerns bestens bekannt und vertraut ist.“

    www.albertinen.de
    www.albertinen-krankenhaus.de
    www.amalie.de

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