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    Neues Hören: Fachzeitschrift „Schnecke“ über vielfältige Herausforderungen eines Lebens mit technischen Hörhilfen

    „Verlauf der Schwerhörigkeit: Hören – schwer hören – neu Hören“ lautet das Titelthema der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift „Schnecke“. In ihrer bewährten Mischung aus Erfahrungsberichten Hörgeschädigter und Experten-Beiträgen widmet sich die führende Zeitschrift zum Leben mit Cochlea-Implantaten und Hörgeräten den vielfältigen Herausforderungen, die der Weg zu einem neuen Hören mit sich bringt. Besonders betont wird dabei vielfach die eigene Verantwortung, die hörgeschädigten Menschen beim Ringen um gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität zukommt.

    Die technischen Möglichkeiten, die Hörgeräte und Cochlea-Implantate (CI) hörgeschädigten Menschen bieten, sind heute ungleich größer als noch vor wenigen Jahren. So kamen „für die Cochlea-Implantat-Versorgung früher nur Menschen mit einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit infrage“, schreibt beispielsweise Professor Dr. Heinrich Iro von der HNO-Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg in seinem Beitrag in der „Schnecke“. „Heute jedoch kann ein CI für Menschen mit einer hochgradigen Schwerhörigkeit (Grad 3) unter Umständen besser geeignet sein als Hörgeräte.“

    Mit mehreren wissenschaftlichen Fachbeiträgen beleuchtet die aktuelle Ausgabe der „Schnecke“, wie moderne Medizintechnik Wege zu einem neuen Hören eröffnet. Zugleich berichten hörgeschädigte Menschen, dass es weit mehr als innovative audiologische Produkte braucht, um mit dem neu oder wieder gewonnenen Sinn gesellschaftliche Teilhabe und zusätzliche Lebensqualität zu erlangen.

    So plädiert Blog-Autor und CI-Träger Alexander Görsdorf (s. www.notquitelikebeethoven.com) dafür, offen mit dem eigenen Handicap umzugehen und beispielsweise auch in Bewerbungsgesprächen zu thematisieren, wie man die Hörschädigung meistert. Dr. Regine Schweers, die mit Cochlea-Implantaten und FM-Anlage als Studienrätin an einem regulären Gymnasium unterrichtet, sagt von sich selbstbewusst: "Ich habe meine Schwerhörigkeit immer als etwas Normales empfunden und bin wohl recht unaufgeregt damit umgegangen."

    Hanna Hermann, Chefredakteurin der „Schnecke“ und seit fast 30 Jahren CI-Trägerin, betont in ihrem Beitrag die eigene Verantwortung, die älteren Hörgeschädigten auf dem Weg zum neuen Hören zukommt. Wichtig sei nicht nur, dass „gerade ältere Menschen geduldig untersucht und optimal mit Hörgerät oder mit Cochlea-Implantat versorgt werden“, sondern auch, dass sie „dies entsprechend selbst anstreben. Die Betroffenen müssen für gutes Hören im Alter selbst ihren Beitrag leisten.“

    Mit ihrer aktuellen Ausgabe ruft die „Schnecke“ jugendliche und erwachsene CI-Träger sowie Eltern CI-versorgter Kinder zur Teilnahme an einer Umfrage zum Thema “CI-Rehabilitation und lebenslange CI-Nachsorge“ auf. Fragebögen liegen dem aktuellen Heft bei. Teilnehmen kann man zudem auch online unter http://schnecke-online.de/index.php?id=218

    Redaktioneller Hinweis:

    Die „Schnecke“ ist eine seit 1989 erscheinende unabhängige Fachzeitschrift, die von der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft DCIG (www.dcig.de) herausgegeben wird. Die Zeitschrift, die als gemeinnützige GmbH agiert, informiert ihre Leser über die Themen Cochlea-Implantat, Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, Hörgeräte und Hör-Hilfsmittel. Fachbeiträge und Erfahrungsberichte von Betroffenen vermitteln dem Leser einen besonders tiefen Einblick in die Problematik von Hörschädigungen und in ihre Bewältigung. Zugleich bietet die Zeitschrift den Lesern ein Forum und vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Thematischer Schwerpunkt ist das Leben mit Cochlea-Implantaten (CI) und Hörgeräten. Die „Schnecke“ erscheint viermal jährlich mit einer aktuellen Auflage von 5.500 Exemplaren. Die Redaktion hat ihren Sitz in Illertissen; Chefredakteurin der „Schnecke“ ist Hanna Hermann. Seit 2008 gibt es in Ergänzung zur Print-Ausgabe der „Schnecke“ das Informationsportal www.schnecke-online.de.

    Pressekontakt: Martin Schaarschmidt, Tel: (030) 65 01 77 60, eMail: martin.schaarschmidt@berlin.de; www.martin-schaarschmidt.de.

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