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    Neuer Entwurf zum GKV-Versorgungsstrukturgesetz nicht weitreichend genug

    DGPT fordert Anpassung an realen Versorgungsbedarf und Erhalt einer bundeseinheitlichen Honorarregelung

    Hamburg, den 29. August 2011 - Die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.V. (DGPT) begrüßt ausdrücklich, dass der Gesetzgeber eine strukturelle Verbesserung der Gesundheitsversorgung mit dem neuen Entwurf zum GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VSG) in Angriff nimmt. Die Gesellschaft fordert gleichzeitig, dass die veraltete und inadäquate Bedarfsplanung, die seit zwölf Jahren für die Psychotherapie besteht, aktualisiert und dem realen Versorgungsbedarf von heute angepasst wird. „Grundsätzlich ist die jetzige Versorgung mit Psychotherapie unzureichend in weiten Gebieten Deutschlands, die aufgrund einer veralteten Bedarfsplanung nominell als ‚überversorgt’ gelten“, sagt Diplom-Psychologin Anne Springer, Vorsitzende der DGPT. Sollten Kassenärztliche Vereinigungen ihr im Gesetz vorgesehenes Vorkaufsrecht bei geplanten Praxisweitergaben ausüben, so sei speziell für die Psychotherapie der reale Versorgungsbedarf vor Ort jeweils besonders sorgfältig zu prüfen. Dabei ist auf ein ausreichendes Angebot für alle zugelassenen Verfahren (Analytische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie) zu achten.

    Im vorliegenden Gesetzentwurf, so kritisiert die DGPT, werde nicht berücksichtigt, dass durch den vielfach nachgewiesenen erhöhten Behandlungsbedarf für Menschen mit psychischen Erkrankungen Kostensteigerungen unumgänglich sein werden. Begrüßenswert sei, dass der Entwurf den Erhalt der bundeseinheitlichen Vorgaben für die Vergütung und die Mengensteuerung vorsehe. Die DGPT fordert, dass die Honorarregelung weiterhin bundeseinheitlich gestaltet wird, damit die Versorgung gesichert ist. Ebenso soll die zukünftige Vergütungssystematik mindestens den jetzigen Stand halten und eine Weiterentwicklung für diagnostische und therapeutische Leistungen systematisch ermöglichen. Vollumfänglich tätige Ärztliche, Psychologische und Kinder– und Jugendlichenpsychotherapeuten müssen mindestens den gleichen Ertrag wie im fachärztlichen Versorgungsbereich tätige Vertragsärzte erzielen können.

    Hinweise für den gestiegenen Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung finden sich in allen Krankenkassenreports, z.B. im Krankenstands-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK vom 16.8.2011, der eine Verdopplung der Krankschreibungen aus psychischen Gründen seit 1994 verzeichnet. Eine sehr hohe Anzahl betroffener Menschen benötigt Psychotherapie für den Fall, dass Belastungen beispielsweise am Arbeitsplatz, durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder Arbeitslosigkeit oder durch private Überlastungssituationen krankheitswertig verarbeitet werden. Psychotherapie ist aber andererseits nicht das „Allheilmittel“ gegen gesellschaftlich verursachtes Unglück. Politische und gesellschaftliche Verantwortung kann nicht durch die Anwendung von Psychotherapie ersetzt werden.
    Eine gute psychotherapeutische Versorgung muss flächendeckend verankert sein und benötigt qualitätsgesicherte Diagnostik und Psychotherapie mit angemessener Honorierung!

    Ansprechpartner:
    Dr. Felix Hoffmann - Geschäftsführer DGPT
    Tel.: 040/75664990
    e-mail: Felix.Hoffmann@dgpt.de

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