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    Neue Komplextherapie von Neurologen und Neuroradiologen des Klinikums Frankfurt Höchst kann Schlaganfallpatienten Leben retten

    Frankfurt a.M. Schlaganfälle sind der häufigste Grund für andauernde Behinderung. Allerdings muss es nicht soweit kommen. Denn ein Schlaganfall ist behandelbar. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist, dass die Symptome rechtzeitig erkannt werden und Betroffene umgehend in eine Klinik mit einer speziellen Schlaganfallstation (Stroke Unit) kommen.

    Mitten aus dem Leben gerissen wurde auf diese Weise kürzlich ein 60jähriger Patient, der während einer dienstlichen Besprechung am Flughafen einen schweren Schlaganfall (akute Halbseitenlähmung und Sprachstörung) erlitt. Innerhalb einer halben Stunde wurde er mit dem Rettungswagen ins Klinikum Frankfurt Höchst eingeliefert, klinisch-neuroradiologisch untersucht und mit einer neuen Kombinationstherapie behandelt, die ihm schließlich das Leben rettete. „Gefäßverschlüsse in dieser Lokalisation und mit diesem Schweregrad sind mit der IV-Lyse praktisch nicht zu behandeln. Diese Patienten entwickeln ein „malignes Media-Syndrom“, so Prof. Dr. med. Thorsten Steiner, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Frankfurt Höchst. Maligne Media-Syndrome werden ohne adäquate Behandlung nur in 30 Prozent der Fälle überlebt, in der Regel mit schwerster Behinderung.

    Bei dem Patienten wurde nur 20 Minuten nach dem Eintreffen in der Klinik durch eine Computertomographie (CT) ein besonders ausgedehnter Verschluss eines großen Hirngefäßes diagnostiziert. Weil schnell fest stand, dass die intrevenöse Lyse (medikamentöses Auflösen des Gefäßverschlusses) allein nicht ausreichen würde, führten die Neuroradiologen zusätzlich einen Kathetereingriff durch. Hierbei wird ein dünner Schlauch von der Leiste aus genau vor den Ort des Verschlusses gebracht. Mit speziellen Fangkörbchen (Stentriever) kann die Blutzufuhr zum Gehirn unmittelbar wieder hergestellt und das Blutgerinnsel entfernt werden. „Solche besonders schweren Formen des Schlaganfalls sind nicht selten ein Todesurteil für die Betroffenen. Dank unserer neuartigen Kombinationstherapie mit der Gabe von Lyse und der Gerinnselentfernung mittels Fangkörbchen konnten wir dem Patienten das Leben retten“, so der Chefarzt der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, Schwerpunkt Neuroradiologie, Prof. Dr. med. Martin Bendszus. Der Patient freut sich über sein „zweites Leben“. Zwei Tag nach dem Eingriff litt der Patient lediglich noch an vereinzelten Wortfindungsstörungen. Drei Tage später war er so gut wie symptomlos.

    Das Beispiel zeigt, wie wichtig der schnelle Weg in die richtige Klinik mit einer spezialisierten Schlaganfallstation ist. Die Behandlung in einer Stroke Unit (interdisziplinäre Spezialabteilung zur Behandlung von Schlaganfall-Patienten), einer neurologischen oder neurochirurgischen Intensivstation verbessert die Überlebenschancen der Patienten signifikant. Prof. Steiner: „Wir arbeiten hierbei eng zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Kardiologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie und Gefäßchirurgie des Klinikums. Das erlaubt eine schnelle Diagnose der Ursachen und die Bestimmung der erforderlichen Therapie.“

    Etwa 750 Patienten werden pro Jahr als Notfall mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Klinikum Frankfurt Höchst eingeliefert, Tendenz steigend. Davon werden etwa 600 auf der Stroke Unit behandelt. Hier steht 365 Tage pro Jahr ein erfahrenes Stroke-Team zur Verfügung, das auch in Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin zu interventionellen Eingriffen an den Hirngefäßen in der Lage ist. Die überregionale Stroke Unit ist eine spezielle Station mit bisher acht Betten (vier weitere Betten sind im Aufbau) zur Überwachung und Behandlung von akuten Schlaganfällen. Die Patienten werden täglich 24 Stunden lang klinisch sowie über Monitore überwacht und durch besonders ausgebildete Ärzte, Pflegekräfte, Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden mit hoher Fachkompetenz betreut.

    Über das Klinikum
    In der Klinik für Neurologie des Klinikums Frankfurt Höchst werden pro Jahr rund 2.400 erwachsene Patienten jeden Lebensalters mit den unterschiedlichsten neurologischen Leiden und Problemen stationär behandelt. Ein kompetentes Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten bietet moderne Behandlungskonzepte auf hohem wissenschaftlichem Niveau. Die Klinik verfügt über differenzierte Untersuchungsmethoden, um neurologische Krankheiten gezielt zu diagnostizieren und in ihrer Komplexität zu erfassen. Ebenso bieten wir therapeutische Möglichkeiten nach modernsten wissenschaftlichen Standards. Wir arbeiten mit anderen Fachrichtungen engagiert zusammen und pflegen den Kontakt zu niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, um unseren Patientinnen und Patienten während des stationären Aufenthaltes und darüber hinaus gute Versorgungsmöglichkeiten zu gewährleisten.

    Die Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie und Neuroradiologie leistet bildgestützte Diagnostik und Therapie in der ambulanten und stationären medizinischen Rund um Versorgung. Dafür stehen erfahrene Radiologen und Neuroradiologen sowie sorgfältig ausgebildetes medizinisch technisches Personal genauso zur Verfügung wie modernste Geräte und leitlinienbezogene Behandlungsstandards. Neben der Diagnostik mit Schnittbildverfahren bietet die Neuroradiologie innovative, gering invasive Behandlungsverfahren in der Schmerztherapie sowie bei Erkrankungen des Gefäßsystems von Hirn und Rückenmark.

    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem MVZ sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2000 Beschäftigte versorgen jährlich 33.500 stationäre und 70.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2015 errichtet. Mehr Infos unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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