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    Multimodale Schmerztherapie: Klinikum Frankfurt Höchst bietet Patienten mit Rückenschmerzen eine neue interdisziplinäre Therapie

    Frankfurt am Main. Rückenschmerzen und Erkrankungen der Wirbelsäule haben sich in Deutschland mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt, die Menschen jeder Altersgruppe, zunehmend auch Jugendliche, betrifft. Rund 85 Prozent der Erwachsenen leiden im Laufe ihres Lebens an Wirbelsäulenbeschwerden, deren Ursache sehr vielschichtig und maßgeblich von den körperlichen Veränderungen und der Schmerzbewältigungsstrategie des Einzelnen beeinflusst wird. Oft wurde bei diesen Patienten bereits eine frustrierende, unimodale Schmerztherapie durchgeführt, meistens ohne Erfolg.
    Bei der multimodalen Schmerztherapie, insbesondere des chronischen Rückenschmerzes, wird im Klinikum Frankfurt Höchst eine neue innovative Therapieform angeboten. Nach einer gründlichen Untersuchung durch Orthopäden, Psychotherapeuten, Schmerztherapeuten und Physiotherapeuten erfolgt die Erstellung des persönlichen sehr weit gefächerten Therapieplans. „Es wird eine systemische und lokale Schmerztherapie mit physikalischen, physiotherapeutischen, ergotherapeutischen und psychotherapeutischen Maßnahmen kombiniert“, so Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Schwerpunkt Orthopädie am Klinikum Frankfurt Höchst. In den Teambesprechungen zwischen der Schmerztherapeutin (Dr. med. Franziska Gladisch, Schmerzzentrum Taunus), der Psychotherapeutin (Dr. med. Silke Lubik, Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie-Psychosomatik, Klinikum Frankfurt Höchst), dem Leiter des Departements für Wirbelsäulenchirurgie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Schwerpunkt Orthopädie, PD Dr. med. Konstantinos Kafchitsas, sowie den beteiligten Physio- und Ergotherapeuten, wird jeder Patient interdisziplinär besprochen und ein auf den Patienten zugeschnittener Therapieplan erstellt und im Verlauf angepasst. Im Rahmen der Abklärung wird auch überprüft, ob eine operative Therapie möglicherweise einen sinnvolleren Therapieansatz darstellt. Ziel der multimodalen Schmerztherapie ist jedoch in erster Linie die Vermeidung einer operativen Maßnahme. Die intensive stationäre Behandlung dauert in der Regel eine Woche, in der genug Zeit und interdisziplinäre Fachkompetenz zur Verfügung steht, dem Patienten optimal zu helfen.
    Eine multimodale Schmerztherapie ist bei Patienten mit chronischen Schmerzen über zwölf Wochen, Therapieresistenz bei ambulanter unimodaler Schmerztherapie, Medikamenten-abhängigkeit oder -fehlgebrauch, manifester oder drohender Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit, gravierender psychischer/somatischer Begleiterkrankungen sowie psychosozialer Beeinträchtigungen angezeigt. Sind drei dieser Voraussetzungen gegeben, ist eine multimodale Schmerztherapie indiziert. Mehr Informationen und Terminvereinbarung unter Telefon 069 3106-2901.

    Konservative orthopädische Therapie bei chronischen Rückenschmerzen
    Zur Behandlung von Rückenschmerzen werden in der Regel medikamentöse, physikalische und weitere Maßnahmen ergänzend eingesetzt. Therapeutische und diagnostische Infiltrationstechniken sind im Wirbelsäulenzentrum Bestandteil der Therapie und werden in Kooperation mit der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin durchgeführt. Bewegung sowie physiotherapeutische Anwendungen bilden den zentralen Anteil der konservativen orthopädischen Therapie. Insbesondere die Zufuhr von Wärme hat sich bewährt, um die Muskeln zu lockern und eine mögliche Verspannung zu lösen. Auch eine professionell durchgeführte Massage oder Heilbäder können hilfreich sein. Im Akutfall haben die schnelle Schmerzlinderung und Muskelentspannung oberste Priorität.

    „Bettruhe gilt heute als nicht mehr zeitgemäße Empfehlung, vielmehr spielt Bewegung bei Rückenschmerzen eine wichtige Rolle“, so Priv. Doz. Dr. Kafchitsas. Regelmäßige körperliche Aktivität und eine Stärkung der Rückenmuskulatur sollte auch nach erfolgreicher Behandlung von Rückenschmerzen in den Alltag integriert werden. Schließlich gelten Bewegungsmangel und monotone Bewegungsabläufe als wichtige Risikofaktoren für die Entstehung von Rückenschmerzen. Damit der Patient weiß, worauf es dabei ankommt, ist die Rückenschule in die stationäre Therapie integriert. Hier dreht sich alles um rückenfreundliche Bewegung und die richtige Körperhaltung im Alltag. Auch Strategien zum Abbau von Stress werden vermittelt, um so erneuten Verspannungen und Rückenschmerzen vorzubeugen.

    Auf diese Weise kann jeder selbst etwas dazu tun, um den Rückenschmerz zu besiegen und zurück zur Aktivität im Alltag zu finden. Sollten die Rückenschmerzen auf eine krankhafte Veränderung an der Wirbelsäule zurückgeführt werden können, ist in erster Linie die Grunderkrankung gezielt zu behandeln.

    Schmerztherapie bei chronischen Rückenschmerzen
    Ob bohrend, nagend, dumpf, ziehend oder stechend – eines bringt der Schmerz immer mit sich: Der Mensch leidet unter ihm und er büßt an Lebensqualität ein. Chronische Schmerzpatienten müssen immer mit sich ergänzenden Verfahren im Rahmen einer individuellen auf sie zugeschnittenen multimodalen Therapie behandelt werden. Die Wahl der Therapie berücksichtigt bei einer modernen Schmerzbehandlung die Schmerzart und die Schmerzintensität. Häufig können Schmerzen daher effektiv nur mit einer Kombination aus verschiedenen Schmerzmitteln behandelt werden. Ergänzend zur medikamentösen Schmerztherapie werden üblicherweise weitere begleitende und unterstützende Maßnahmen, beispielsweise TENS-Therapien oder Akupunktur, angewendet. Sie runden die Gesamttherapie ab.

    „Das Therapieziel sollte ganz individuell auf die Patienten abgestimmt sein, wobei deren persönliche Wünsche und Vorstellungen das Ziel mitbestimmen: um den Tagesablauf und das Leben frei zu gestalten und besondere Vorlieben zu berücksichtigen“, betont Dr. med. Franziska Gladisch vom Schmerzzentrum Taunus. Eine größtmögliche Schmerzlinderung verschafft dabei die Möglichkeit, dass der Schmerz nicht mehr das Zentrum des Alltags ist.

    Psychotherapie zur Behandlung von Rückenschmerzen
    Chronische Rückenschmerzen können aber auch als symbolischer Ausdruck eines seelischen Schmerzes oder einer psychischen Anspannung interpretiert werden, wenn keine schwerwiegende organische Ursache gefunden wird. Die im körperlichen Stützgerüst erlebten Schmerzen repräsentieren dann die Schwächung der seelischen Stützen. Manchmal besteht auch ein organisches Entgegenkommen im Sinne leichter, beginnender degenerativer Veränderungen der Wirbelsäule. Aus der geschilderten psychosomatischen Synergie resultiert eine pathologische, schmerzhafte Repräsentanz des Rückens im Körpererleben. „Die „hinter“ den körperlichen Schmerzen liegenden Emotionen wie Trauer oder Wut werden damit auf der psychischen Ebene nicht mehr erlebbar und imponieren im Sinne einer Somatisierung als Rückenschmerzen. Psychotherapeutische Ansätze, die bei einer derartigen Konstellation helfen können sind: Entspannungstraining, Positivierung negativer und schmerzverstärkender Gedanken, Achtsamkeitstraining und Abbau des Rückzugs- und Schonverhaltens, insbesondere bei Bewegungsphobie“, unterstreicht PD Dr. Michael Grube, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie-Psychosomatik, den psychotherapeutischen Ansatz im Wirbelsäulenzentrum.

    Über das Wirbelsäulenzentrum Frankfurt Höchst
    Das Wirbelsäulenzentrum im Klinikum Frankfurt Höchst ist ein hoch spezialisiertes Kompetenzzentrum, in dem die differenzierte konservative und operative Therapie aller Wirbelsäulenerkrankungen unter Beteiligung verschiedener Fachrichtungen durchgeführt wird. So arbeiten am interdisziplinären Wirbelsäulenzentrum, unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Hans-Georg Höllerhage und Chefarzt Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke, Neurochirurgen, Orthopäden, Unfallchirurgen, Psychotherapeuten, Schmerztherapeuten und Radiologen eng zusammen, um den vielen Facetten der Wirbelsäulenerkrankungen mit hoher fachlicher Kompetenz in allen Bereichen gerecht zu werden. Die Diagnostik umfasst modernste und innovative Ansätze. „Die Chance, das Wissen der sehr unterschiedlichen Fachabteilungen in einem interdisziplinären Wirbelsäulenzentrum zusammenzuführen, ist von unschätzbarem Wert und stellt ein Alleinstellungsmerkmal in der Region dar“, unterstreichen die Leiter des Wirbelsäulenzentrums. Das Konzept umfasst die Versorgung aller Patienten, beginnend mit der konservativen Therapie bzw. multimodalen Schmerztherapie über minimal-invasive Therapieformen bis hin zu operativen Eingriffen aller Schwierigkeitsgrade. Im Mittelpunkt des Zentrums steht die Optimierung der klinischen Prozesse zur Qualitätssteigerung der Patientenversorgung in enger Abstimmung mit den niedergelassenen Ärzten. Für die Versorgung von akut erkrankten Patienten ist eine 24-Stunden-Notfallambulanz unter der Telefonnummer 069 3106-4600 erreichbar.

    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich ca. 34.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2016 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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