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    Mehr als 100 Prozent sind möglich: Was gesunde Augen mit der optimalen Sehhilfe leisten können

    DÜSSELDORF 12.12.2012 – 100 Prozent sind nicht immer perfekt – jedenfalls nicht, wenn vom Sehvermögen die Rede ist. Junge Erwachsene mit gesunden Augen können mit einer optimal angepassten Sehhilfe sogar bis zu 200 Prozent erreichen.
    „Um das individuelle Potenzial des Auges vollständig zu nutzen, kann es auch für nahezu Normalsichtige sinnvoll sein, zu einer Brille oder zu Kontaktlinsen zu greifen“, erläutert Prof. Dr. med. Dieter Friedburg vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Er ergänzt: „Daher gibt es beispielsweise die ,Schießbrille‘, eine sehr genau bestimmte Brille, die das individuelle Sehpotenzial voll ausschöpft. So eine Sehhilfe muss individuell und fachgerecht angepasst werden.“ Dazu wird zunächst die objektive Refraktion festgestellt und anschließend ein sorgfältiger subjektiver Abgleich vorgenommen, mit dem die bestmögliche Brillenkorrektion festgestellt wird. Doch nicht immer lässt sich mit dieser optimalen Korrektion eine Sehschärfe von 100 Prozent oder mehr erzielen. Die fachärztliche Untersuchung beim Augenarzt schafft im Vorfeld Klarheit, ob eine Augenkrankheit vorliegt, die das Sehvermögen beeinträchtigt und falls ja, welche Behandlung angezeigt ist.

    Sehqualität bis ins hohe Alter bewahren

    Spätestens ab dem Alter von etwa 45 Jahren lässt die Fähigkeit zur Akkommodation nach – die Augen können sich nicht mehr auf unterschiedliche Entfernungen einstellen, die Alterssichtigkeit setzt ein. Dann sind alle Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen; und auch hier gilt: „Eine optimal korrigierende Sehhilfe fördert die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter“, betont Prof. Friedburg. Die Beratung beim Augenarzt ist auch hier von besonderer Bedeutung. Denn er kennt nach der Untersuchung des Auges dessen Potenzial und weiß, ob möglicherweise Augenkrankheiten die Sehkraft beeinträchtigen. So kann er den besten Rat für eine den individuellen Sehanforderungen optimal entsprechende Brille geben.

    Was bedeutet das eigentlich: 100 Prozent Sehvermögen?

    Von 100 Prozent Sehvermögen spricht man, wenn eine Person über einen Visus von 1,0 verfügt. Der Visus gibt Aufschluss über das individuelle Auflösungsvermögen des Auges. Der Wert ist umso größer, je kleinere Details an einem Objekt erkannt werden. Ein Visus von 1,0 bedeutet, dass das Auge auf fünf Meter Abstand an einem Objekt Details von 1,5mm Größe noch erkennen kann. Das kann beim Sehtest beispielsweise die Lücke in einem Ring (Landoltring) sein. Wenn eine Person auf diese Entfernung nur mindestens 3mm große Objektdetails erkennt, dann beträgt der Visus 0,5. Dabei kann sowohl der eine wie auch der andere Wert durchaus „normal“ sein – denn der Visus verändert sich mit dem Alter. Bei 20-Jährigen liegt der „normale“ Visus zwischen 1,0 und 2,0 für 80-Jährige sind dagegen Werte zwischen 0,6 und 1,0 im Bereich des Normalen.

    Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und Statistikdatenbank: www.augeninfo.de/presse

    Herausgeber: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf
    Pressekontakt:
    Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Pressereferat: Dr. med. Georg Eckert,
    Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf, Tel. +49 (0) 2 11 / 4303700, Fax +49 (0) 2 11 / 4303720,
    presse@augeninfo.de, www.augeninfo.de

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