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    Leberzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst mit exzellenten Ergebnissen

    Frankfurt a.M. Die Leber ist das größte und stoffwechselaktivste Organ des Menschen. Da die Leber in der Regel jedoch keine Schmerzen bereitet, werden krankheitsbedingte Störungen oftmals erst spät und bei fehlenden Symptomen gar nicht bemerkt. Ist beispielsweise die Entgiftungsfunktion der Leber gestört, kann dies weitreichende Folgen für den Organismus haben. Spezialisierte Kenntnisse auf dem Gebiet der Lebererkrankungen sind deshalb unabdingbar, um Patienten die besten Therapiechancen zu ermöglichen. Gerade die komplexen operativen Eingriffe stellen eine besondere Herausforderung an den Operateur dar. Hier profitieren die Patienten von der Expertise zertifizierter Leberzentren, wie dem am Klinikum Frankfurt Höchst. Das Leberzentrum unter Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, wurde in diesem Jahr durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) als Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen der Leber zertifiziert.

    Maßgeblich am Erfolg des Leberzentrums beteiligt war der 2010 ans Klinikum Frankfurt Höchst berufene Chefarzt Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach. Dank seiner persönlichen und langjährigen Erfahrung in der Leberchirurgie an den Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim konnten in den vergangenen dreieinhalb Jahren exzellente Ergebnisse erzielt und das Leberzentrum weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus bekannt gemacht werden. Das Leberzentrum ist eines von neun DGAV zertifizierten Zentren bundesweit und das erste in Frankfurt. Pro Jahr werden hier etwa 80 Leberteilentfernungen (Leberteilresektionen) durchgeführt, davon etwa zur Hälfte große Hepatektomien. Dabei werden bis zu zwei Drittel der Leber, einzelne oder mehrere Lebersegmente operativ entfernt. „Besonders zufrieden sind wir mit der extrem geringen Rate erneuter Folgeoperationen auf Grund von Komplikationen“, freut sich Prof. Schwarzbach über die außergewöhnlich gute perioperative Ergebnisqualität. Die sogenannte Reoperationsrate lag bei lediglich 0,6 Prozent. Exzellent ist zudem die Überlebensrate nach Leberoperationen am Klinikum Frankfurt Höchst. So verstarb in der sogenannten 30-Tage-Mortalität, dh. 30 Tage nach dem Eingriff, kein einziger Patient. Dies ist ein Beleg für die hervorragend geringe Gesamtkrankenhaussterblichkeit im Leberzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst. Komplikationen traten nur bei 18 Prozent der Patienten auf und konnten durch nicht operative Maßnahmen (z.B. Antibiotika bei Lungenentzündungen) behandelt werden. Einer der Hauptgründe für diese außergewöhnlich guten Ergebnisse sieht Prof. Schwarzbach in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit der internistischen Hepatologie unter Leitung von Prof. Dr. med. Klaus Haag, stellvertretender Leiter des Leberzentrums und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2 (Gastroenterologie, Diabetologie/Endokrinologie, Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin).

    Dabei führen vor allem die modernen Techniken der Hochleistungsmedizin zum gewünschten Effekt, nämlich der sehr hohen Patientensicherheit in der Leberchirurgie. So zum Beispiel die Methoden der lasergestützten Lebergewebeentfernung (Diodenlaser), der Leberdurchtrennung mit einem Klammernahtgerät (sogenannte Stapler), der intraoperativen Anwendung der Mikrowelle zur Tumorzerstörung (bzw. Ablation) und des routinemäßigen intraoperativen Ultraschalls. Besonders zur Kontrolle von Gallelecks werden die Gallengänge routinemäßig bei der Operation angespült und somit Galleleckagen bereits bei der Operation erkannt und behoben. So werden wochenlang andauernde Galleflüsse aus dem Bauchraum und der damit verbundene lange Klinikaufenthalt bei fast allen Patienten vermieden. „In unserem Patientengut lag die Rate an Galleleckagen nach Leberoperationen lediglich bei 2,4 Prozent“, so Prof. Schwarzbach.

    Besondere Methoden kommen auch zur Notfallversorgung der Leber zur Anwendung. Wenn beispielweise bei einem Motorrad-Rasanztrauma die Leber zerreißt, werden Netze verwendet, in die die Leber eingebracht und wieder zusammengehalten wird. Neben der Blutstillung kann so gesundes Lebergewebe erhalten werden. Auch sind alle modernen Verfahren zur Blutstillung stets verfügbar. So zum Beispiel der Gewebekleber oder der fließgebundene Gerinnungsfaktor die eine sofortige Blutstillung erzeugen. Flankiert wird das durch die Möglichkeit der Eigenblutrückführung (sogenanntes Rapid Infusion System). Damit erfüllt das Leberzentrum auch seine Aufgabe im überregionalen Traumazentrum am Klinikum Frankfurt Höchst.

    Leberzentrum mit breitem operativem Spektrum
    Zumeist wurden Lebermetastasen (zum Beispiel vom Dick- und Mastdarmkrebs) entfernt (ca. 60 Prozent aller Eingriffe). In ca. 13 Prozent wurden primäre Leberzellkrebse operiert, das sogenannte Hepatozelluläre (HCC) oder das Cholangiozelluläre Karzinom (CCC). Gerade das Hepatozelluläre Karzinom wird bei Patienten mit Leberzirrhose beobachtet. „Die Patienten mit Leberzirrhose stellen eine besondere technische und klinische Herausforderung dar. Durch die enge Kooperation mit Prof. Dr. Klaus Haag besteht hier eine besondere Expertise in der Operation von Patienten mit Leberzirrhose“, unterstreicht Prof. Schwarzbach. Im Vorfeld der Operation muss die Leberfunktion genau ermittelt werden, um abschätzen zu können, ob nach der Entfernung eines Teiles der Leber ausreichend funktionelles Lebergewebe übrig bleibt. Darüber hinaus wird auch vor der Operation versucht, die Leberfunktion zu optimieren.

    Eine moderne therapeutische Methode hierzu besteht in einer Stentimplantation, dem sogenannten TIPS (transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt) bei dem mittels eines Gefäßkatheters ein Stent in der Leber platziert wird, der zur Behandlung des Pfortaderdrucks dient. Dadurch wird eine Verbindung zwischen Pfortader und Lebervene hergestellt, durch die das Blut fließen kann unter Umgehung der erkrankten Leber. Jährlich werden in der Gastroenterologie ca. 30 TIPS-Eingriffe durchgeführt.

    Übrigens: Die Leberoperationen werden am Klinikum Frankfurt Höchst derart blutsparend durchgeführt, dass in der Regel bei der Operation auch die Durchblutung in die Leber nicht gedrosselt wird. „Das sogenannte Pringel-Manöver kann vorrübergehend die Leberdurchblutung ausschalten, führt jedoch auch zu einer Zellschädigung, die wiederum auf Tumorzellen einen Wachstumsstimulus ausüben kann oder die Restleber nach Leberentfernung schädigt. Daher verzichten wir in den meisten Fällen auf dieses Verfahren und greifen darauf nur im Notfall zurück“, erklärt Prof. Schwarzbach. Dies gelingt insbesondere durch die Anwendung des Operationslasers, der nicht nur Lebergewebe durchtrennt, sondern gleichzeitig auch „verlötet“. Bisher arbeiten nur wenige deutsche Kliniken mit dieser innovativen Technik.

    Der Schwierigkeitsgrad der Leberoperationen umfasst dabei alle Stufen, so zum Beispiel auch die Operation der technisch sehr aufwendigen Klatskin Tumoren. Klatskin Tumoren sind bösartige Tumoren der Gallengänge, die neben der Leberresektion auch oft eine operative Entfernung der Pfortader notwendig machen.

    In besonders schwierigen Fällen, bei denen Tumoren nur durch Kaltperfusion (wie bei einer Lebertransplantation) entfernt werden können, kooperiert das Klinikum Frankfurt Höchst mit den regionalen Transplantationszentren. Dasselbe gilt auch für die Indikation zur Transplantation oder Organentnahme. Hier kommen Prof. Schwarzbach als langjährigem Leiter des Transplantationszentrums der Universitätsmedizin Mannheim der Universität Heidelberg seine Erfahrungen zugute.

    Das Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen der Leber ist eng in das Tumorzentrum Frankfurt Höchst eingebunden und verfügt damit über eine optimale Anbindung an das Expertenwissen der am Tumorzentrum beteiligten Fachärzte und Fachdisziplinen. So werden in einer wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenz alle onkologischen Patienten besprochen und Therapieentscheidungen unter Berücksichtigung der neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Forschung festgelegt. Chemotherapien können in der Onkologischen Ambulanz des Tumorzentrums unter Leitung von Prof. Dr. med. Hans-Günter Derigs, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 3 (Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin), verabreicht und weitere Therapieentscheidungen aus einer Hand getroffen werden.

    Nicht nur die körperlichen Auswirkungen einer onkologischen Erkrankung, sondern auch die seelischen Belastungen sind als ganzheitlicher Therapieansatz im Tumorzentrum mit berücksichtigt. Im Bedarfsfall stehen speziell auf die onkologische Belastungssymptomatik weitergebildete Psychoonkologen den Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung zur Seite.

    Über das Tumorzentrum Frankfurt Höchst
    Das Tumorzentrum ist durch die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) zertifiziert und steht für eine hochmoderne qualitätsgeprüfte und fachabteilungsübergreifende Patientenversorgung, strukturierte Prozessabläufe nach wissenschaftlich überprüften Leitlinien und einer hochwertigen pflegerischen und medizinischen Betreuung.

    Hierbei bilden die nachfolgenden Zentren weitere Spezialisierungen, die entweder direkt zum Tumorzentrum gehören wie das Brustzentrum (zertifiziert durch die EUSOMA und die DKG), das Gynäkologische Krebszentrum (zertifiziert durch die DKG) und das Darmzentrum (zertifiziert durch die DKG) oder als Kompetenzzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst mit ihrem Versorgungsangebot die Behandlung onkologischer Erkrankungen unterstützen. Hierzu gehören das Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen des Pankreas (zertifiziert durch die DGAV), das Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie (zertifiziert durch die DGAV) sowie das Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen der Leber (zertifiziert durch die DGAV). Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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