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    Lasst uns bitte ausreden - Stotterer leiden unter entwürdigenden Reaktionen ihrer Umwelt

    Kassel/Berlin (KST) Dass man seinem Gesprächspartner nicht ins Wort fällt und ihn nicht mitten im Satz unterbricht, ist eigentlich selbstverständlich und gehört zu einem höflichen und respektvollen Miteinander. Doch im Umgang mit stotternden Menschen scheint dieses ungeschriebene Gesetz außer Kraft zu treten.

    Viele Menschen reagieren auf Stotterer, indem sie einfach für sie weiter sprechen, ihnen die Wortfindung abnehmen, ungeduldig Sätze vervollständigen und möglichst auf Blickkontakt verzichten. Hinter solchen Reaktionen steckt in den meisten Fällen kein böser Wille. Gesprächspartner sind vielmehr hilflos, verunsichert und peinlich berührt. Aber Stotterer empfinden dieses Verhalten als sehr entmündigend und demütigend.

    „Nehmen Sie stotternde Menschen als Gesprächspartner ernst, hören Sie ruhig zu, lassen Sie uns ausreden und halten Sie aufmerksam Blickkontakt. Auch die weiche, gebundene Sprechtechnik, die Stotterer flüssig reden lässt, erfordert von den Mitmenschen etwas Geduld und Gewöhnung beim Zuhören“, erklärt der Leiter des Instituts der Kasseler Stottertherapie, Dr. Alexander Wolff von Gudenberg, anlässlich des diesjährigen Weltstottertages.

    Eine andere – nicht minder entwürdigende – Reaktion der Umwelt ist eine mitleidsvolle Überbehütung. Gesprächspartner nehmen Stotterer an die Hand, sprechen plötzlich ganz laut und in einfachen Sätzen, als seien sie geistig eingeschränkt. „Aber Stottern hat nichts mit Dummheit oder neurotischen Störungen zu tun, sondern ist eine organisch bedingte vererbbare Sprechbehinderung. Und stotternde Menschen sind schon gar keine Witzfiguren. Es gibt in Deutschland etwa 800.000 Betroffene, die unter einem verkrampften und diskriminierenden Umgang mit ihnen leiden. Das muss sich ändern“, sagt der Facharzt für Allgemeinmedizin, Stimm- und Sprachstörungen, der seit seiner Kindheit selbst vom Stottern betroffen ist.

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