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    Krankenhausgesellschaft begrüßt Vorstoß von Minister Garg - DRG-System muss auf den Prüfstand

    Kiel, 28. Januar 2020 - Die Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein unterstützt die Forderung von Landesgesundheitsminister Dr. Heiner Garg, das System der DRG-Fallpauschalen einer grundsätzlichen Revision zu unterziehen. Ein entsprechendes Eckpunktepapier wird heute in der Berliner Landesvertretung Schleswig-Holsteins vorgestellt.

    KGSH-Geschäftsführer Patrick Reimund erklärt dazu, dass aus Sicht der Kliniken viele Kritikpunkte Gargs am bisherigen Finanzierungssystem geteilt werden. "Für die Kosten der Vorhaltung von Leistungen rund um die Uhr und unabhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme ist das DRG-System blind. Krankenhäuser erhalten ihr Geld nur über Entgelte für die tatsächliche Behandlung von Patienten. Nur wenn es Kliniken gelingt, ihre Fallzahlen kontinuierlich zu steigern, können wirtschaftliche Schieflagen verhindert werden. Die Zahl der Patienten wird aber durch den medizinischen Bedarf definiert und begrenzt. Deshalb rutschen auch in Schleswig-Holstein immer mehr Kliniken ins Minus", erläutert Reimund.

    Durch eine Basisfinanzierung, die die Vorhaltekosten der Krankenhäuser abdeckt, sollen nach den Vorstellungen Gargs Krankenhäuser, die für die Versorgung notwendig sind, abgesichert werden - auch ohne permanent steigende Patientenzahlen.

    Dass die Verantwortung der Länder für die Krankenhausversorgung zukünftig gestärkt werden soll, ist für die KGSH ebenfalls der richtige Ansatz. Allerdings muss daraus auch ein stärkeres finanzielles Engagement folgen. Nach wie vor ist die Finanzierung der Klinikinvestitionen durch die Länder unzureichend. Das gilt - trotz anzuerkennenden Steigerungen - weiterhin auch für Schleswig-Holstein. "In das von Finanzministerin Heinold angekündigte Investitionsprogramm des Landes sollten Mittel für die Strukturentwicklung und die Digitalisierung der Krankenhäuser aufgenommen werden", fordert Reimund deshalb.

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    KGSH Pressekontakt
    Ulrike Petersen

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