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    Klinikum Frankfurt Höchst und Krankenhaus Nordwest führen intraoperative Strahlentherapie bei der Behandlung von Brustkrebs ein

    Frankfurt, 07.05. 2013 – Klinikübergreifende Zusammenarbeit: Das Krankenhaus Nordwest und das Klinikum Frankfurt Höchst bieten ab sofort in Kooperation die intraoperative Strahlentherapie (IORT) an. Von der neuen Behandlungsmethode profitieren vor allem Patientinnen, die wegen Brustkrebs operiert und im Anschluss bestrahlt werden müssen.

    Bei einer konventionellen Brustkrebsoperation mit einer sich anschließenden strahlentherapeutischen Behandlung beträgt die Dauer der Strahlentherapie ca. 7,5 Wochen. Die intraoperative Radiotherapie (IORT) verkürzt die Behandlungszeit auf sechs Wochen, da ein Teil der notwendigen Bestrahlung bereits während der Operation erfolgt. Bestrahlt wird unmittelbar nach der Tumorentfernung noch im Operationssaal unter Narkose.

    Die IORT ist somit der frühestmögliche Einsatz der Bestrahlung, um einem Tumorzellwachstum entgegen zu wirken. Da nicht von außen durch Haut- und Zellschichten bestrahlt werden muss, sondern mit speziellen Applikatoren eine exakte Platzierung und Bestrahlung im Operationsbereich vorgenommen werden kann, ist die Verabreichung der Strahlendosis bei gleichzeitiger Schonung umliegender Organe und Strukturen möglich. Die Therapie verlängert die Operationsdauer durchschnittlich um 30 Minuten. Danach wird die Wunde wie üblich verschlossen. Zum Einsatz kommt das Intrabeamsystem der Firma Zeiss, ein mobiler Miniaturröntgenbeschleuniger.

    Im Vorfeld wird die Behandlung durch beide Kooperationspartner auf die individuelle Situation der Patientin abgestimmt. Die Operation erfolgt durch die Gynäkologen des Klinikums Frankfurt Höchst unter Leitung von Prof. Dr. med. Volker Möbus oder in der Klinik für Gynäkologie am Krankenhaus Nordwest unter Leitung von Prof. Dr. med. Eberhard Merz. Die Bestrahlung erfolgt durch die Strahlentherapeuten und Medizinphysiker des Krankenhaus Nordwest unter Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Michael van Kampen, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie am Krankenhaus Nordwest, in der auch die postoperative Bestrahlung durchgeführt wird.

    Im Durchschnitt werden zwei bis drei Brustkrebsoperationen mit intraoperativer Bestrahlung pro Woche von den Kooperationspartnern gemeinschaftlich durchgeführt. Seit Start konnten insgesamt über 70 Fälle behandelt werden. Der Ausbau des Bereichs intraoperative Radiotherapie wird in der Klinik für Radioonkologie durch Priv.Doz. Dr. med. Uta Kraus-Tiefenbacher vorgenommen. Die leitende Oberärztin hat über das Thema „Die Intraoperative Radiotherapie bei der Behandlung des Mammakarzinomes“ habilitiert. Die Frauenkliniken des Krankenhauses Nordwest und des Klinikums Frankfurt Höchst haben für die IORT jeweils eigene Ärzteteams ausgebildet.

    In den vergangenen zehn Jahren wurden mit der Intrabeam-Technik gute klinische Erfahrungen gemacht, insbesondere bei der Behandlung von Mammakarzinomen. Die mit dem Miniaturbeschleuniger behandelten Patientinnen zeigen insgesamt exzellente Kontrollraten. Unser Ziel ist es, diese Behandlung einer großen Zahl an Patientinnen anbieten zu können“, sagt Priv. Doz. Dr. med. Michael van Kampen, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie am Krankenhaus Nordwest.

    „Der Vorteil der Methode liegt eindeutig in der verkürzten Bestrahlungsdauer bei Patientinnen, die erstmals an einem Brustkrebs erkrankt sind. Sie kann aber auch bei Patientinnen eingesetzt werden, bei denen erneut ein Tumor in der schon einmal bestrahlten

    Brust entdeckt wurde. Hier bietet die intraoperative, gezielte Bestrahlung des Tumorbetts und die damit verbundene Schonung des restlichen, bereits bestrahlten Drüsenkörpers die Chance einer zweiten brusterhaltenden Therapie. Eine nochmalige Bestrahlung der ganzen Brust von außen wäre mit deutlich höheren Nebenwirkungen verbunden. Bei älteren Patientinnen mit kleinen Tumoren und günstiger Prognose kann sogar die alleinige intraoperative Strahlentherapie ausreichend sein. Dies wird zur Zeit unter Studienbedingungen untersucht“, unterstreicht Prof. Dr. med. Volker Möbus, Leiter des Brustzentrums am Klinikum Frankfurt Höchst und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

    „In Deutschland erkranken jährlich 57 000 Frauen an Brustkrebs. Dank des Mammographie-Screenings und der schmerzfreien Ultraschalluntersuchungen der weiblichen Brust werden bösartige Brusttumoren immer früher entdeckt. Dadurch können den Patientinnen sowohl eine brusterhaltende Therapie mit kosmetisch günstigem Ergebnis als auch eine erfolgreiche intraoperative Strahlentherapie mit reduzierter Bestrahlungsdauer angeboten werden“, sagt Prof. Dr. med. Eberhard Merz, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Nordwest.

    Einige Erfahrungen konnten aber auch bereits bei Einzelfallindikationen aus dem viszeral-chirurgischen Gebiet wie Enddarm- und Bauch-speicheldrüsenkrebs sowie peripheren Weichgewebs-sarkomen sowohl im KHNW in der Klinik für Allgemein- ,Viszeral und Minimal Invasive Chirurgie (Prof. Dr. med. Thomas Kraus) als auch am Klinikum Frankfurt Höchst in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie (Chefarzt Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach) gesammelt werden.

    Über das Klinikum Frankfurt Höchst
    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozial-pädiatrischen Zentrum, dem Medizinischen Versorgungszentrum sowie Krankenpflege-schulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich ca. 34.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2016 errichtet. Die Etablierung des Tumorzentrum Frankfurt Höchst dient der fachabteilungs-übergreifenden optimierten Versorgung der Patienten. Hierbei bilden die nachfolgenden Zentren weitere Spezialisierungen, die entweder direkt zum Tumorzentrum gehören wie das Brustzentrum (EUSOMA/DKG) und das Gynäkologische Krebszentrum (DKG) oder als Kompetenzzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst mit ihrem Versorgungsangebot die Behandlung onkologischer Erkrankungen unterstützen. Hierzu gehören das Kompetenz-zentrum für chirurgische Erkrankungen des Pankreas (DGAV), das Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie (DGAV) sowie das Darmkrebszentrum (DKG). Mehr Informationen im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Über das Krankenhaus Nordwest
    Das Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung im Rhein-Main-Gebiet mit 582 Betten in zehn Kliniken und vier Instituten. Jährlich werden über 20.000 stationäre und über 26.000 ambulante Behandlungsfälle versorgt. Das Krankenhaus beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter. Von überregionaler Bedeutung ist das Interdisziplinäre Tumorzentrum, in dem alle onkologisch tätigen Fachdisziplinen kooperieren und die Klinik für Neurologie, die über eine Stroke Unit und eine neurologische Intensivstation verfügt. Darüber hinaus spiegelt sich die fachliche Kompetenz in verschiedenen zertifizierten Zentren wider. Dazu gehören das Pankreaszentrum (zertifiziert nach OnkoZert DKG und DGAV), das Darmkrebszentrum (zertifiziert nach OnkoZert DKG), das Prostatakarzinomzentrum (zertifiziert nach Onkozert DKG), das Gefäßzentrum (zertifiziert nach DGG, DRG und DGA) , das Multiple-Sklerose Zentrum (zertifiziert nach DMSG), die Brustschmerzeinheit (CPU) (nach DGK zertifiziert) und das Palliativmedizinische Zentrum gefördert von der Deutschen Krebshilfe e.v.. Zudem ist das Krankenhaus Nordwest gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Frankfurt Träger des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT). Das UCT wurde von der Deutschen Krebshilfe e.V. als „Onkologisches Spitzenzentrum“ ausgezeichnet und ist koordinierendes Zentrum für Frankfurt/Offenbach im Rahmen des Hessischen Onkologie-Konzeptes. Mehr Informationen erhalten Sie im Internet unter www.krankenhaus-nordwest.de.

    Ansprechpartnerinnen für die Presse:
    Petra Fleischer
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    Krankenhaus Nordwest GmbH
    Miriam Hemmer
    Tel. 069 7601 4431
    E-Mail: hemmer.miriam@sthhg.de

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