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    Klinikum Frankfurt Höchst: Neue interdisziplinäre Therapie für Patienten mit Rückenschmerzen/Forum am 23. April

    Frankfurt am Main. Rückenschmerzen und Erkrankungen der Wirbelsäule haben sich in Deutschland mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt. Menschen jeder Altersgruppe, zunehmend auch Jugendliche, klagen über Beschwerden an der Wirbelsäule. Rund 85 Prozent der Erwachsenen leiden im Laufe ihres Lebens an Wirbelsäulenbeschwerden. Die Ursache der Rückenschmerzen ist jedoch sehr vielschichtig und wird maßgeblich von den körperlichen Veränderungen und der Schmerzbewältigungsstrategie des Einzelnen beeinflusst. Aufgrund der Komplexität der Wirbelsäulenerkrankungen ist für eine optimale Diagnose und Therapie eine enge Zusammenarbeit von mehreren Spezialisten erforderlich. Daher wurde das interdisziplinäre Wirbelsäulenzentrum Höchst gegründet, an dem Neurochirurgen, Orthopäden, Unfallchirurgen, Psychotherapeuten, Schmerztherapeuten und Radiologen eng zusammenarbeiten. „Die Chance, das Wissen der sehr unterschiedlichen Fachabteilungen in einem interdisziplinären Wirbelsäulenzentrum zusammenzuführen, ist von unschätzbarem Wert und stellt ein Alleinstellungsmerkmal in der Region dar“, unterstreichen die Leiter des Wirbelsäulenzentrums Prof. Dr. med. Hans Georg Höllerhage, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, und Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Schwerpunkt Orthopädie. Das Konzept umfasst die Versorgung aller Patienten, beginnend mit der konservativen Therapie bzw. multimodalen Schmerztherapie über minimal invasive Therapieformen bis hin zu operativen Eingriffen aller Schwierigkeitsgrade. Im Mittelpunkt des Zentrums steht die Optimierung der klinischen Prozesse zur Qualitätssteigerung der Patientenversorgung in enger Abstimmung mit den niedergelassenen Ärzten.
    Neu: Multimodale Schmerztherapie
    Bei der multimodalen Schmerztherapie, insbesondere des chronischen Rückenschmerzes, erfolgt nach einer gründlichen Untersuchung durch Orthopäden, Psychotherapeuten, Schmerztherapeuten und Physiotherapeuten die Erstellung des persönlichen sehr weit gefächerten Therapieplans. „Es wird eine systemische und lokale Schmerztherapie mit physikalischen, physiotherapeutischen, ergotherapeutischen und psychotherapeutischen Maßnahmen kombiniert.“, so Prof. Daecke. Im Rahmen der Abklärung wird auch überprüft, ob eine operative Therapie möglicherweise einen sinnvolleren Therapieansatz darstellt. Ziel der multimodalen Therapie ist jedoch in erster Linie die Vermeidung einer operativen Maßnahme.

    Bei einem Teil der Patienten mit spezifischen Wirbelsäulenerkrankungen besteht die Empfehlung zu einer operativen Therapie. Wird anhand der Röntgendiagnostik oder der Kernspintomographie ein wesentlicher Befund wie z.B. ein ausgedehnter Bandscheibenvorfall, eine ausgeprägte Einengung des Rückenmarkkanals oder eine relevante Instabilität der Wirbelsäule diagnostiziert, erfolgt die Empfehlung, eine dem Befund entsprechende Operation durchführen zu lassen. Am Wirbelsäulenzentrum Höchst wird das gesamte Spektrum der Wirbelsäulenoperationen angeboten.
    Prof. Dr. med. Hans-Georg Höllerhage betont: „Dass zu viel operiert wird, gilt in Deutschland fast schon als Binsenweisheit. Das verunsichert natürlich Patienten und führt dazu, dass auch Operationen, die dringend angeraten sind, nicht durchgeführt werden. Die ärztliche Kunst besteht darin, nur die Operationen durchzuführen, die auch gebraucht werden und in allen anderen Fällen auf sanftere Therapieverfahren zu setzen. Bei Wirbelsäulenproblemen wird es kritisch, wenn Lähmungserscheinungen auftreten. Aber auch stärkste Schmerzen, die auf konservative Maßnahmen nicht ansprechen, können ein Grund für das Anraten einer Operation sein.“ Am interdisziplinären Wirbelsäulenzentrum des Klinikums Frankfurt Höchst werden Fälle in regelmäßigen Konferenzen von Spezialisten verschiedener Fachgebiete besprochen. Hierbei kommen Experten sowohl für die konservative als auch für die operative Therapie zu Wort. „Dadurch erreichen wir auch in Zweifelsfällen eine sehr hohe Treffsicherheit bei der Beantwortung der Frage, ob eine Operation wirklich nötig ist. So können wir unnötige Operationen an unserem Klinikum vermeiden und bieten den Patienten, die wirklich eine Operation brauchen, die Sicherheit, dass nicht zu lange gewartet wird, wenn es kritisch wird. Wenn wirklich operiert werden muss, bieten wir alle Operationsverfahren an, wobei die mikrochirurgische Technik konsequent eingesetzt wird, um Nervengewebe maximal zu schonen. Seit über drei Jahren werden Bandscheibenvorfälle auch endoskopisch operiert“, so Prof. Höllerhage.

    „Die Möglichkeiten unseres Wirbelsäulenzentrums in der Behandlung von Wirbelbrüchen (gutartiger wie bösartiger Ursachen) nach interdisziplinärer Abstimmung lediglich Schmerztherapie oder aber auch minimal-invasive Methoden wie die Kyphoplastie anzuwenden, sollten für die Patienten ein wichtiges Kriterium eines solchen Zentrums sein“, meint Prof. Dr. med. Markus Müller-Schimpfle, Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Klinikum. „Gerade die bei uns zum Einsatz kommende Radiofrequenz-Kyphoplastie konnte in den letzten Jahren die Überlegenheit in der Schmerzverringerung wie auch in der Wirbelkörpererhaltung und Verkürzung der Eingriffszeit unter Beweis stellen.“
    Psychotherapie im Wirbelsäulenzentrum
    Chronische Rückenschmerzen können als symbolischer Ausdruck eines seelischen Schmerzes oder einer psychischen Anspannung interpretiert werden, wenn keine schwerwiegende organische Ursache gefunden wird. Die im körperlichen Stützgerüst erlebten Schmerzen repräsentieren dann die Schwächung der seelischen Stützen. Manchmal besteht auch ein organisches Entgegenkommen im Sinne leichter, beginnender degenerativer Veränderungen der Wirbelsäule. Aus der geschilderten psychosomatischen Synergie resultiert eine pathologische, schmerzhafte Repräsentanz des Rückens im Körpererleben. „Die „hinter“ den körperlichen Schmerzen liegenden Emotionen wie Trauer oder Wut werden damit auf der psychischen Ebene nicht mehr erlebbar und imponieren im Sinne einer Somatisierung als Rückenschmerzen. Psychotherapeutische Ansätze, die bei einer derartigen Konstellation helfen können sind: Entspannungstraining, Positivierung negativer und schmerzverstärkender Gedanken, Achtsamkeitstraining und Abbau des Rückzugs- und Schonverhaltens, insbesondere bei Bewegungsphobie“, unterstreicht PD Dr. med. Michael Grube, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie – Psychosomatik den psychotherapeutischen Ansatz im Wirbelsäulenzentrum.

    Interdisziplinäre Wirbelsäulen-Konferenzen
    An regelmäßigen „interdisziplinären“ Wirbelsäulen-Konferenzen, den so genannten Fallbesprechungen, nehmen Spezialisten der Kliniken für Orthopädie (Chefarzt Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke), Unfallchirurgie (Chefarzt Dr. med. Harald Hake), Neurochirurgie (Chefarzt Prof. Dr. med. Hans Georg Höllerhage), Psychiatrie, Psychotherapie - Psychosomatik (Chefarzt PD Dr. med. Michael Grube) sowie der Radiologie (Chefarzt Prof. Dr. med. Markus Müller-Schimpfle) teil. Für die Versorgung von akut erkrankten Patienten ist eine 24-Stunden-Notfallambulanz unter der Telefonnummer 069 3106 4600 erreichbar.

    Patienten-Forum „Wirbelsäulenzentrum“ am 23. April
    Fragen rund um das Thema „Rückenschmerz bzw. Wirbelsäulenerkrankungen“ beantworten die Experten im Rahmen des Patienten-Forum aus der Reihe „Medizin höchst aktuell: Patienten fragen-Ärzte antworten“ am Dienstag, 23. April ab 19 Uhr, im Gemeinschaftsraum (Gebäude A, 2. OG) des Klinikums. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Programm:
    • "Chronische Rückenbeschwerden: Diagnostik und Therapie im Wirbelsäulenzentrum", Prof. Dr. med. Wolfgang Daecke, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Schwerpunkt Orthopädie
    • "Nackenschmerz, Rückenschmerz, Ischias: Wann muss operiert werden? Überblick über die Indikationen und Möglichkeiten der Wirbelsäulenchirurgie, Prof. Dr. med. Hans-Georg Höllerhage, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie
    • „Vertebroplastie/Kyphoplastie: Technik und Indikationen“
    Prof. Dr. med. Markus Müller-Schimpfle, Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie, Nuklearmedizin Schwerpunkt Radiologie
    • "Chronische Rückenschmerzen: Psychosomatische Aspekte", PD Dr. med. Michael Grube, Chefarzt, Dr. med. Silke Lubik, Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie – Psychosomatik.

    Rückenschmerzen: Volkskrankheit Nummer 1
    Als akut werden Rückenschmerzen bezeichnet, wenn sie erstmals oder nach mindestens sechs schmerzfreien Monaten und über einen Zeitraum von höchstens sechs Wochen auftreten. Als subakut gelten sie, wenn sie länger als sechs Wochen fortbestehen. Als chronisch bzw. chronisch rezidivierend werden Rückenschmerzen bezeichnet, die länger als drei Monate anhalten. Die Intensität des Schmerzes kann in diesem Zeitraum variieren. Chronisch rezidivierend bedeutet, dass die Schmerzen nach einer kürzeren oder längeren beschwerdefreien Phase wieder auftreten.

    Über das Klinikum
    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich ca. 34.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2016 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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