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    Klinikum Frankfurt Höchst: Mit dreidimensionalen Navigationssystemen ins Herz/Schonendere Therapie in der Elektrophysiologie

    Frankfurt a.M. Das Klinikum Frankfurt Höchst kann seine Patienten mit Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern sowie Kammertachykardien jetzt noch besser versorgen. Eine neue Technik am Klinikum ermöglicht es, diese Patienten schonender zu therapieren, ein Vorteil insbesondere bei sogenannten Komplexablationen (linksatriale Ablation bzw. Ablation bei Kammertachykardien). Das EnSite Velocity ist ein kardiales 3D Mapping-System für die gleichzeitige Modellerstellung der Herzanatomie und des elektroanatomischen Maps mit konventionellen multipolaren Kathetern, einer Weiterentwicklung der bisher genutzten 3 D-Navigationssysteme. Vor dem Hintergrund steigender Patientenzahlen gerade in solchen Spezialzentren wie in Höchst, denen mit der Elektrophysiologie geholfen werden kann, hat sich das Klinikum für den Einsatz des neuesten auf dem Markt erhältlichen Systems entschieden. „Dies reduziert deutlich die Untersuchungszeit, erleichtert die Arbeit der Spezialisten und steigert so die diagnostische Effizienz im Elektrophysologie-Labor “, so Dr. med. Thomas Massa, Leiter der Elektrophysiologie am Klinikum Frankfurt Höchst. Durch den effizienten Einsatz der Ressourcen und der Möglichkeit, in inzwischen drei Laboren Rhythmusstörungen zu behandeln, erhält sich das Klinikum Frankfurt Höchst seine Spitzenposition nicht nur in der Elektrophysiologie. Der Einsatz solcher Technik verlange nicht nur Erfahrung, sondern auch ein hohes Know How der an einer solchen Untersuchung Beteiligten (Ärzte, Schwestern) auf dem jeweils aktuellsten Niveau.

    Allein in Deutschland leiden etwa 300.000 Menschen unter Vorhofflimmern, der häufigsten Form der Herzrhythmusstörung. Das Vorhofflimmern ist zwar nicht lebensbedrohlich, doch bedeutet es ein erhöhtes Schlaganfallrisiko für die Betroffenen. Patienten mit so genannten ventrikulären Tachykardien (VT, von den Herzkammern ausgehende Rhythmusstörungen mit sehr hoher Pulsfrequenz) leben wiederum mit einem hohen Risiko wiederholter Kammertachykardien, Kammerflimmern (VF) und letztlich Tod. „Unter einer Kammertachykardie versteht man das Auftreten eines schnellen Herzschlags von etwa 120 bis 200 Schläge pro Minute. Der Ursprung dieser schnellen Herzschläge liegt in den erregungsleitenden Fasern der Herzkammern. Ursachen einer Kammertachykardie sind u.a. Herzinfarkte oder das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit. In seltenen Fällen können Kammertachykardien auch bei herzgesunden Menschen vorkommen“, erklärt Prof. Dr. med. Semi Sen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1 Kardiologie am Klinikum Frankfurt Höchst. Die möglichen Folgen von Kammertachykardien hängen davon ab, wie stark der Herzschlag erhöht ist, wie viel Blut durch den Herzschlag in den Körperkreislauf ausgeworfen wird und ob die Betroffenen bereits an einer Herzerkrankung leiden. Die Beschwerden können sich äußern in Herzrasen, Schwindel, Ohnmacht, Bewusstlosigkeit oder gar als lebensbedrohender kardiogener Schock:

    „Die in der Elektrophysiologie erzielten Fortschritte ermöglichen in vielen Fällen eine totale Kontrolle des Patienten bis hin zur kompletten Heilung“, unterstreicht Dr. Massa. Die Elektrophysiologen leiten inzwischen fast alle Herzrhythmusstörungen interventionell ab und können viele Patienten dadurch heilen, in dem unerwünschtes Gewebe abgetragen oder verödet wird. Heute gilt das Vorhofflimmern gerade in Frühstadien durch gezielte Ablation als eine heilbare Herzrhythmusstörung.

    Über die Elektrophysiologie
    Einen besonderen Schwerpunkt in der Kardiologie des Klinikums Frankfurt Höchst stellt die Diagnostik bei allen Formen von Herzrhythmusstörungen (elektrophysiologische Untersuchung) und die interventionelle Therapie (Ablation) dar. Dabei handelt es sich in der Regel um Verödung krankhafter, zu Herzrhythmusstörung führenden Strukturen und/oder deren Ausbreitungswege. Hierzu steht das so genannte Elektrophysiologie-Labor zur Verfügung, das mit modernen dreidimensionalen Bildverfahren bestückt ist. Heute kann praktisch jede therapiebedürftige Herzrhythmusstörung mit einem solchen Verfahren behandelt und in vielen Fällen sogar geheilt werden. Durch den Einsatz der Ablationsverfahren beim Vorhofflimmern erlebt - in großen Zentren wie im Klinikum Frankfurt Höchst -die Elektrophysiologie eine bis dahin nicht dagewesene Nachfrage. Pro Jahr werden ca. 1000 elektrophysiologische Eingriffe hier vorgenommen.

    Über das Klinikum
    Das Aufgabenspektrum der Klinik für Innere Medizin 1 Kardiologie, Konservative Intensivmedizin und Angiologie umfasst die Diagnostik und Therapie von Krankheiten des Herzens und der Gefäße. Die Klinik bietet das gesamte Spektrum moderner Untersuchungsverfahren und Behandlungsmethoden für Herz- und Gefäßerkrankungen an. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Behandlung von Patienten mit akuten Herzschmerzen. Hierfür ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr ein Team erfahrener Spezialisten in Bereitschaft, welches diese Patienten sofort in unserer zertifizierten Brustschmerz-Einheit und bei Bedarf im Herzkatheterlabor versorgt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet dabei die Abklärung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen aller Art unter Verwendung spezieller Kathetertechniken (elektrophysiologische Untersuchung, Ablationsbehandlung).

    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein Klinikum der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität mit 19 Kliniken (rund 1000 Betten inkl. tagesklinische Plätze), drei Zentralinstituten, dem SPZ und einem MVZ. Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe sind ein Teil unserer Ausbildungskapazität. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich über 33.000 stationäre und 70.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Das Klinikum wird bis 2015 einen Ersatzneubau erhalten.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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