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    KGSH fordert Sachlichkeit - Kritik der Kassen an Krankenhausabrechnungen

    Kiel, 11. Oktober 2011 - "Der von den Krankenkassen erhobene Vorwurf der Falschabrechnung wird durch stete Wiederholung nicht zutreffender, führt aber zu größerem Unmut und Verärgerung", skizziert der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein e.V. (KGSH), Bernd Krämer, das Stimmungsbild in den Kliniken. Die Behauptungen sind das Ergebnis irreführender Schlußfolgerungen aus unzulässigen Hochrechnungen. Eine Studie der renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO bestätigt die Korrektheit der Abrechnung von Krankenhausleistungen. "Wir fordern die Kassen auf, sich auf eine sachliche Diskussionsebene zu begeben."

    Die Fakten der Abrechnungsprüfung sprechen eine deutliche Sprache. Über 50.000 Krankenhausabrechnungen - etwa 13% aller in schleswig-holsteinischen Krankenhäusern behandelten Patienten - prüfen die Krankenkassen jährlich durch ihren Medizinischen Dienst (MDK). 96 Prozent aller Rechnungen bleiben unbeanstandet. Die restlichen 4 Prozent bedeuten jedoch nicht, daß die Abrechnungen in diesen Fällen auch wirklich falsch waren oder die Krankenhäuser gar Leistungen abrechneten, die sie nicht erbracht haben", stellt Krämer klar. "Oft teilen die Krankenhäuser die Bewertungen des MDK nicht. Unterschiedliche Ansichten resultieren überwiegend aus der Einschätzung, welche Leistungen Patienten überhaupt noch beanspruchen dürfen."

    Meistens betreffen Prüfungen Fragen zur Notwendigkeit und Dauer eines Klinikaufenthaltes. Die Krankenkassen stellen in diesen Fällen infrage, daß Patienten überhaupt ins Krankenhaus hätten aufgenommen werden oder so lange in der Klinik hätten bleiben müssen. Hier haben Krankenhäuser Leistungen erbracht, die nach der Entscheidung der Klinikärzte für die Behandlung notwendig waren. Diese Leistungen werden dann oftmals Monate nach der Behandlung von Krankenkassen und MDK als überflüssig bewertet. "Daß diese Bewertung nicht immer dem Patienten dient, ist leider Tatsache", stellt Krämer mit Bedauern fest und verweist auf entsprechende Beispiele für unangemessene MDK-Bewertungen.

    Beispiele für unangemessene MDK-Bewertungen

    In einem Krankenhaus wurde eine Patientin mit Brustkrebs behandelt und danach zur weiteren Betreuung in ein Hospiz entlassen. Die Behandlung dieser schwerstkranken, palliativmedizinisch zu versorgenden Patientin hielt der MDK im Hinblick auf die letzten fünf Tage des Krankenhausaufenthaltes für nicht notwendig. In seinem Gutachten führte er aus, daß "es sich um eine präfinale Patientin handelt, die in ein Hospiz entlassen wird. Pflegerische Aspekte dürften hier mit eine Rolle gespielt haben. Die im Verlauf auftretenden depressiven Stimmungsschwankungen sind auch ambulant vom Psychiater vertragsärztlich behandelbar, gleiches gilt für die Schmerztherapie, die ebenfalls in einer außerklinischen Einrichtung möglich ist."

    Ein Patient mit einem Leistenbruch wurde im Krankenhaus operiert. Am Tag nach der Operation klagte der Patient noch über starke Schmerzen, so daß er eine weitere Nacht im Krankenhaus verblieb. Der MDK kam in seinem Gutachten zu dem Ergebnis, daß eine Notwendigkeit einer vollstationären Behandlung über den ersten postoperativen Tag hinaus nicht mehr nachvollzogen werden könne. Ein in der Krankenakte für den ersten postoperativen Tag erfolgter Eintrag des Oberarztes, wonach der Patient noch über starke Schmerzen geklagt hatte, reichte dem MDK nicht.

    Ein dialysepflichtiger zuckerkranker Mann mußte operiert werden. Die Aufnahme des Patienten am Tag vor der Operation war aus Sicht des MDK nicht notwendig; er hätte am Vortage vielmehr vorstationär - also ohne Unterkunft und Verpflegung - behandelt werden können. Ohne eine stationäre Aufnahme am Vortag hätte der multimorbide 76jährige Patient aber an einem Tag jeweils ca. 90 km über Land- bzw. Bundesstraßen vom Wohnort zur vorstationären Behandlung in das Krankenhaus und wieder zurück gefahren werden müssen. Am Folgetag hätte er bei Nüchternheit und ggf. unter Infusion mit Glucose erneut diese Strecke zurücklegen müssen, um am Aufnahmetag operiert werden zu können.

    Ein Patient wurde vollstationär wegen einer unter ambulanter Behandlung fortgeschrittenen Infektion am Ellenbogen behandelt. Der MDK unterstellte, daß auch die dreimal täglich durchgeführte Infusion mit Antibiotika keine vollstationäre Behandlung rechtfertige. Wo außerhalb von Krankenhäusern eine solche dreimal tägliche und mehrtägige Therapie erfolgen könnte, wurde vom MDK hingegen nicht erwähnt.

    Bei Interesse stellen wir Ihnen gerne die Zusammenfassung der BDO-Studie zur Verfügung. Bitte anfordern via Email: mailto:presse@kgsh.de .

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    KGSH Pressekontakt
    Ulrike Petersen

    Telefon: 0 431 / 88 105 - 11
    Telefax: 0 431 / 88 105 - 15
    E-Mail: presse@kgsh.de

    KGSH Feldstraße 75 - 24105 Kiel

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