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    Internationales Expertengremium veröffentlicht neues Diagnoseprotokoll zur Gluten-/Weizensensitivität

    Die Ergebnisse des „Third International Expert Meeting on Non-Celiac Gluten Sensitivity“ (NCGS), zu dem Dr. Schär im Oktober 2014 nach Salerno, Italien, eingeladen hatte, wurden im Online-Fachjournal „Nutrients“ veröffentlicht. Darin definieren die 30 internationalen Experten im Bereich glutenbedingter Erkrankungen für die NCGS erstmals ein standardisiertes Diagnoseprotokoll in zwei Phasen. Das wissenschaftliche Paper „Diagnosis of Non-Celiac Gluten Sensitivity (NCGS): The Salerno Experts’ Criteria“ steht unter http://www.mdpi.com/2072-6643/7/6/4966 zur Verfügung.

    Beim „Third International Expert Meeting on Non-Celiac Gluten Sensitivity“ im Oktober 2014 widmeten sich internationale Mediziner und Wissenschaftler vorrangig der Diagnose der Gluten-/Weizensensitivität. Da nach wie vor keine Biomarker verfügbar sind, mit denen NCGS eindeutig diagnostiziert werden kann, sind diätetische, standardisierte Verfahren das aktuell empfohlene Mittel der Wahl. Im Rahmen der Expertentagung wurde unter Federführung von Prof. Carlo Catassi und Prof. Alessio Fasano ein Diagnoseleitfaden erarbeitet. Die Publikation „Diagnosis of Non-Celiac Gluten Sensitivity (NCGS): The Salerno Experts’ Criteria“ ist die erste Empfehlung, die ohne Berücksichtigung von Biomakern ein diagnostisches Protokollmodell für die Bestätigung der Diagnose definiert. Das Paper mit detaillierten Erläuterungen und praktischen Informationen zu deren Durchführung ist jetzt unter http://www.mdpi.com/2072-6643/7/6/4966 verfügbar.

    Neues Vorgehen bei NCGS: Diagnosestellung in zwei Phasen
    Ergebnis des Expert Meetings ist ein NCGS-Diagnoseprotokoll bestehend aus zwei Phasen. Phase eins ist die eindeutige Identifizierung eines Patienten, der auf eine glutenfreie Ernährung tatsächlich anspricht. Dazu muss der Patient zu Beginn (Baseline) die Hauptsymptome ankreuzen und durch Zahlen von eins (wenig) bis zehn (viel) gewichten. Wichtig ist dabei, dass der Patient sich seit mindestens sechs Wochen glutenhaltig ernährt. Dann wird zum Zeitpunkt null die glutenfreie Ernährung eingeführt, und für die folgenden sechs Wochen werden die Veränderungen eingetragen. Die Reaktion wird für jeden Parameter einzeln bewertet. Eine Abnahme von mindestens 30 Prozent wird als charakteristische Reaktion bezeichnet. Patienten, die die Reaktionskriterien für mindestens die Hälfte der Beobachtungszeit erfüllen (mehr als 30 Prozent Rückgang bei einem der drei Hauptsymptome oder mindestens ein Symptom und zusätzlich keine Verschlechterung bei allen anderen) nennt man Responder, d. h. diese Patienten sind mit hoher Wahrscheinlichkeit von NCGS betroffen. Die zweite Phase dient der Bestätigung der Diagnose. Dabei wird der Effekt einer Aufnahme von Gluten nach der glutenfreien Ernährung gemessen.

    Auslöser noch nicht eindeutig identifiziert: Weiterer Forschungsbedarf vorhanden
    Das Diagnoseprotokoll basiert auf dem Grundsatz der Evidence Based Medicine (EBM) und kann sowohl in der medizinischen Praxis zur Diagnostik genutzt werden als auch für klinische Studien, mit denen die NCGS weiter erforscht werden soll. Denn dass weitere Forschungsarbeiten nötig sind, um die NCGS besser zu verstehen, darin sind sich die Wissenschaftler beim Expert Meeting einig. „Wir sind auf dem Weg zur Krankheitsentstehung und zu einer eindeutigen Diagnose einer NCGS wieder einen Schritt weiter gekommen. Allerdings ist noch nicht eindeutig geklärt, was der Auslöser für die Erkrankung ist. Jedoch scheinen neben dem Gluten andere Proteinbestandteile der Getreidesorten, insbesondere die Amylase-Trypsin-Inhibitoren, eine zentrale Rolle als Auslöser der NCGS zu spielen. Dagegen treten kurzkettige Kohlenhydrate (sog. FODMAPs), die Blähungen und Durchfall, nicht aber entzündliche Reaktionen hervorrufen, in den Hintergrund“, erläutert Prof. Dr. Detlef Schuppan, Professor für Translationale Immunologie, Direktor des Zöliakie- und Dünndarmzentrums an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, der auch eine Professur an der Harvard Medical School in Boston, USA, innehat.

    Therapie bleibt gleich: Glutenfreie Ernährung hilft
    Liegt eine ärztlich gesicherte Diagnose für Zöliakie oder Gluten-/Weizensensitivität vor, ist eine glutenfreie Ernährung, unabhängig vom Auslöser, der einzige Weg für ein beschwerdefreies Leben. „Im Gegensatz zu Zöliakiepatienten weisen Patienten mit NCGS eine gewisse Toleranz gegenüber Gluten auf. Das bedeutet, dass jeder Patient seine individuelle Toleranzschwelle austesten muss“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Holtmeier, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Innere Medizin am Krankenhaus Porz am Rhein in Köln. Er erklärt weiterhin, dass aufgrund der fehlenden Biomarker die Diagnose einer NCGS nur durch die Ausschlussdiagnose möglich ist. „Zöliakie und NCGS weisen ähnliche Symptome, wie beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden oder Migräne, auf. Wenn eine Zöliakie und Weizenallergie sowie Differenzialdiagnosen ausgeschlossen werden können, aber die Symptome sich durch eine glutenfreie Ernährung beheben lassen, so handelt es sich um eine NCGS.“

    Aktueller Wissensstand zur Non-Celiac Gluten Sensitivity
    Bei Patienten, die auf den Verzehr glutenhaltiger Speisen mit unspezifischen, sowohl intestinalen als auch extraintestinalen Symptomen reagieren, bei denen jedoch weder Zöliakie noch eine Weizenallergie vorliegt, besteht der Verdacht auf eine NCGS. Entsprechend der neuen Zöliakieleitlinie wird in Deutschland in diesem Zusammenhang nunmehr von einer Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität (kurz: Weizensensitivität) gesprochen. International ist hingegen aktuell der Begriff NCGS gebräuchlich. Zum aktuellen Wissensstand informieren die Teilnehmer der internationalen Tagung persönlich: Auf der Webseite des Dr. Schär Institutes stehen unter www.drschaer-institute.com/de/experteninterviews/ Videos der Experten, u. a. von Prof. Dr. Yurdagül Zopf, Dr. Reiner Ullrich und Prof. Carlo Catassi, bereit. Aktuelle Informationsmaterialien werden in Kürze auf der Wissensplattform des Dr. Schär Institutes zu finden sein.

    Die Dr. Schär Unternehmensgruppe
    Dr. Schär ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von innovativen diätetischen Lebensmitteln für besondere Ernährungsbedürfnisse. Die langjährigen Kompetenzen, die enge Zusammenarbeit mit Ärzten, Ernährungsberatern, Wissenschaftlern und Konsumenten und die erfolgreiche Bearbeitung von Nischenmärkten macht die Unternehmensgruppe im Bereich Special Nutrition erfolgreich. Allen Produkten gemeinsam ist das Bekenntnis zu höchster, konstanter Qualität, geprüfter Sicherheit und geschmackvollem Genuss. Dabei gliedert Dr. Schär seine Geschäftsfelder in die zwei Hauptbereiche glutenfrei und Medical Nutrition. Die langjährige Kompetenz im Bereich der diätetischen Lebensmittel bündelt das Unternehmen in seinem 2011 gegründeten Dr. Schär Institute, das die Wissensplattform für Ernährungsfachkräfte, Allgemeinmediziner und Fachärzte ist und erste Anlaufstelle, wenn es um besondere Ernährungsanforderungen geht. Weitere Informationen zum Dr. Schär Institute und zum wissenschaftlichen Komitee von Dr. Schär finden Sie unter www.drschaer-institute.com.


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