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    International Expert Meeting on Gluten Sensitivity: Glutensensitivität ist Fakt

    Bauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl – Gluten löst bei vielen Menschen Beschwerden aus und das oft sehr unspezifisch. Während Zöliakie und Weizenallergie gut erforscht sind, wird derzeit eine neue Form der glutenassoziierten Beschwerden diskutiert: die Gluten Sensitivity. Ist es Geldmacherei oder ein ernst zu nehmendes Beschwerdebild? Um sich zum aktuellen Stand der Wissenschaft auszutauschen, lud das Dr. Schär Institute am 1. und 2. Dezember rund 30 internationale Wissenschaftler zum „International Expert Meeting on Gluten Sensitivity“. Das Resultat: Glutensensitivität ist wissenschaftlich ein Fakt, muss jedoch weiter erforscht werden. Ende des Jahres wird ein ausführlicher Report mit den wissenschaftlichen Ergebnissen folgen.

    Gluten Sensitivity oder auch Glutensensitivität (GS), ist ein aktuell viel diskutiertes Thema, das nach Aufklärung verlangt. Von dieser neuen klinischen Entität der gluten-related disorders (glutenbedingte Beschwerden) ist nach Schätzungen eine deutlich höhere Anzahl von Menschen betroffen als von Zöliakie. Allein von Zöliakie wird die Prävalenz bei bis zu einem Prozent der Bevölkerung europäischer Herkunft, im Kindes- wie im Erwachsenenalter, geschätzt. Anlass genug für Dr. Schär, einer ausgewählten Riege an Wissenschaftlern eine Plattform für einen fundierten Austausch zu schaffen.

    Nach der ersten Consensus Conference 2011 in London fand am 1. und 2. Dezember 2012 das zweite „International Expert Meeting on Gluten Sensitivity“ in München statt. Rund 30 Wissenschaftler und Mediziner – und damit mehr als doppelt so viele wie bei der ersten Consensuskonferenz – aus den USA, England, Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, Argentinien, Slowenien und den Niederlanden widmeten sich ein Wochenende lang der Frage, welche neuen Erkenntnisse es im Bereich der GS gibt. Die Ergebnisse der ersten Consensus Conference, u. a. ein Diagnosealgorithmus, sind dieses Jahr im Online-Fachjournal BMC Medicine veröffentlicht worden. Das Thema stößt in Fachkreisen auf ein außergewöhnlich hohes Interesse, denn mittlerweile wird die Studie durchschnittlich 280-mal pro Tag heruntergeladen (http://www.biomedcentral.com/content/pdf/1741-7015-10-13.pdf).

    Im Dezember diskutierten die Experten unter anderem, welches die beste Definition und Nomenklatur für GS ist, was bereits zu GS bekannt ist und zu welchen Faktoren noch Informationen fehlen. Auch die Punkte, welche Biomarker sich für die Diagnose einer GS eignen und wie das Thema Reizdarm mit der Thematik GS zusammenhängen könnte, standen auf dem Programm. Zudem erörterte die Expertenrunde, wie man erfolgreich eine richtige GS von einem Placeboeffekt durch die Umstellung auf die glutenfreie Ernährung unterscheiden könnte. An dem internationalen Treffen beteiligen sich Koryphäen auf dem Gebiet wie Prof. Alessio Fasano, Prof. Carlo Catassi, Prof. Detlef Schuppan, Prof. David Sanders, Dr. Michael Schumann, Prof. Wolfgang Holtmeier und Dr. Anna Sapone. Zu den Ergebnissen des internationalen Expert Meetings rund um Gluten Sensitivity ist ein Report geplant, der den aktuellen Stand der Wissenschaft zu diesem neuen klinischen Erscheinungsbild zusammenfassen wird.

    Das sagen die Experten
    „Bei Gluten Sensitivity stehen wir am gleichen Scheideweg wie für Zöliakie vor 30 Jahren.“ Für Alessio Fasano, Professor für Pädiatrie, Medizin und Physiologie (Baltimore, ML, USA) steht außer Frage, dass „wir gerade erst anfangen zu verstehen, wie Gluten Sensitivity bestimmte Menschen beeinträchtigt und welche physiologischen Mechanismen dahinterstecken.“ Fasano, der dem wissenschaftlichen Komitee von Dr. Schär angehört und rund um GS forscht, ist einer der bekanntesten Experten seines Gebietes, die das Expert Meeting bereicherten. Eine spezifische Diagnostik zur Identifizierung von GS gibt es, laut Fasano, bislang nicht, denn das Gebiet ist „sehr viel komplexer, als wir vermutet haben“.
    Eine Herausforderung, die Wissenschaftler weiter forschen lässt. Doch so viel steht fest: Lassen sich sowohl Allergie- als auch Autoimmunmechanismen ausschließen, wie sie bei einer Weizenallergie oder einer Zöliakie auftreten, und verschwinden bzw. verringern sich die Symptome bei einer glutenfreien Ernährung, kann man von einer GS ausgehen. Wichtig für die Diagnosestellung ist jedoch, dass sich der Patient vorab glutenhaltig ernährt, damit der Test auf Zöliakie auch wirklich greifen kann.

    „Bis vor zwei Jahren gehörte ich zu den Personen, die nicht an Gluten Sensitivity glaubten“, erklärt Prof. Dr. med. Wolfgang Holtmeier, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Innere Medizin am Krankenhaus Porz am Rhein, Köln. „Heute gibt es gute und auch reproduzierbare Belege, dass es eine GS gibt, aber es fehlen noch die richtigen Marker. Daher bleibt es momentan dabei, dass der Arzt erst verschiedene Krankheiten ausschließen muss, bis er die Diagnose einer GS geben kann“, so Holtmeier. Die gute Nachricht für Betroffene: „Die Gluten Sensitivity scheint zwar häufiger aufzutreten, hinterlässt aber, soweit wir momentan wissen, keine Folgeschäden. Es handelt sich um eine Befindlichkeitsstörung mit Symptomen, die nach ein paar Tagen unter einer glutenfreien Ernährung wieder verschwinden. Betroffene haben eine normale Lebenserwartung.“ Dies kann Patientin Dagmar Gaebler aus Berlin bestätigen: „Fünf Jahre lang bin ich zum Arzt gegangen und habe mit Durchfällen und Bauchschmerzen gekämpft. Ich kenne mittlerweile jede Toilette in Berlin, Waldspaziergänge oder Theaterbesuche waren tabu – das waren beträchtliche Einbußen der Lebensqualität, bis ich über das angenommene Reizdarmsyndrom die Diagnose Glutensensitivität erhalten habe.“ Drei Tage nachdem sie mit der glutenfreien Ernährung begonnen hatte, ließen Diarrhoe und Bauchschmerzen nach. Dr. med. Michael Schumann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Gastroenterologie, Rheumatologie und Infektiologie am Campus Benjamin Franklin der Charité, Berlin, weiß: „Ein Zöliakiepatient hat teilweise mehrere Monate nach Einführung der Diät mit den Beschwerden zu kämpfen, bis eine Besserung der Symptome und des Gesundheitszustandes eintritt.“

    Über Dr. Schär
    Die Unternehmensgruppe Dr. Schär mit Hauptsitz in Südtirol (Italien) engagiert sich seit mehr als 30 Jahren voller Überzeugung und Kompetenz im Bereich diätetischer Lebensmittel. Für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen bietet das Unternehmen innovative Lösungen – glutenfreie Produkte unter den Marken Schär und Glutano sowie MCT-Produkte unter der Marke Ceres-MCT. Dr. Schär engagiert sich stark im Bereich Forschung und Entwicklung und setzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Produktion um. Zudem ist das Unternehmen intensiv mit allen Fachgesellschaften und Verbänden weltweit im Gespräch, um die öffentliche Aufmerksamkeit etwa für Zöliakie und Gluten Sensitivity zu gewinnen und damit den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz in der Fachwelt und der Bevölkerung zu steigern. Diese langjährige Kompetenz bündelt das Unternehmen in seinem 2011 gegründeten Dr. Schär Institute, das die Wissensplattform für Ernährungsfachkräfte, Allgemeinmediziner und Fachärzte ist und erste Anlaufstelle, wenn es um besondere Ernährungsanforderungen geht. Weitere Informationen zum Dr. Schär Institute und zum wissenschaftlichen Komitee von Dr. Schär finden Sie unter www.drschaer-institute.com.

    Bildunterschrift: Prof. Dr. med. Wolfgang Holtmeier, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Innere Medizin am Krankenhaus Porz am Rhein, Köln, Jacqueline Pante, Manager Marketing Professionals Dr. Schär, Burgstall, Prof. Alessio Fasano, Professor für Pädiatrie, Medizin und Physiologie, Baltimore, und Dr. med. Michael Schumann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Gastroenterologie, Rheumatologie und Infektiologie am Campus Benjamin Franklin der Charité, Berlin, im Gespräch vor dem Expert Meeting in München (von links).

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