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    Hygiene für den Nicht-Krankenhausbereich: Neue Richtlinie verabschiedet „AKTION Saubere Hände“ arbeitet an neuem WHO-Papier mit

    4. Internationaler Tag der Händehygiene der WHO am 5. Mai 2012

    Für die verbesserte Händehygiene in Krankenhäusern setzt sich die AKTION Saubere Hände (ASH) bereits seit 2008 ein. Seit 2011 bietet sie auch für die Praxis im ambulanten niedergelassenen sowie im Alten- und Pflegeheimbereich angepasste Module zur Händedesinfektion an. Das hat die WHO zum Anlass genommen, die ASH einzuladen, an einem neuen Richtlinienpapier mitzuarbeiten. Aus dieser Zusammenarbeit ist ein Dokument entstanden, das die WHO im März diesen Jahres verabschiedet hat. Darin werden die Richtlinien des WHO Modells „My 5 Moments of Hand Hygiene“ oder „Die 5 Indikationen der Händedesinfektion“ an die Praxis im ambulanten niedergelassenen Bereich sowie an Alten- und Pflegeheime http://www.who.int/gpsc/5may/en/ angepasst. „Es ist für uns eine große Auszeichnung, an diesem Papier beteiligt zu sein“, sagt Dr. Christiane Reichardt, Koordinatorin der AKTION Saubere Hände. Dadurch erhielten die Ziele der ASH einen noch größeren Stellenwert. Experten gehen davon aus, dass pro Jahr in Deutschland etwa 500.000 nosokomiale Krankenhausinfektionen auftreten.

    In dem Papier der WHO wird in Abhängigkeit von der Invasivität der Maßnahmen folgende Unterscheidung getroffen:
    Ambulant invasiv: (z. B. Dialyse, Endoskopie-Praxen, interventionelle Radiologie, Praxen mit Durchführung von ambulanten operative Eingriffen, Gelenkpunktionen etc.)
    Hier gilt, genau wie im stationären Bereich, das Modell der fünf Indikationen.
    Ambulant nicht-Invasiv: (z. B. Hausarztpraxen)
    Im Sprechstundenalltag kann eine direkte Patientenumgebung nicht definiert werden. Hier gelten demzufolge vier Indikationen: VOR und NACH Patientenkontakt (bzw. zwischen zwei Patienten), VOR aseptischen Tätigkeiten (z.B. Injektionen) und NACH Kontakt mit potentiell infektiösem Material.
    Dieses Dokument bietet nun erstmals eine Abstufung der Indikationen. Bisher gibt es für den nicht stationären Bereich keine belastbaren Zahlen zu Transmissionsrisiken und –häufigkeiten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Risiko gerade bei den invasiven Maßnahmen für den ambulanten Patienten vergleichbar hoch ist, was in einer konsequenten Forderung der Anwendung des 5 Indikationen Modells seine Entsprechung findet.

    Die AKTION Saubere Hände von 2008 bis 2010
    Die „AKTION Saubere Hände“ (ASH) ist Mitglied im internationalen „Clean Hands Network“ der WHO Kampagne „Clean Care is Safer Care“ (http://www.who.int/gpsc/en/.). Die deutsche Kampagne ist mit über 900 teilnehmenden Einrichtungen eine der größten weltweit. Ziel der ASH ist die Verankerung der hygienischen Händedesinfektion als einen Qualitätsparameter in der Patientenversorgung sowie die Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. In der ersten Phase von 2008 bis 2010 wurden vor allem Interventionsinstrumente und –materialien für Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken bereit gestellt. Ein zentrales Instrument bei der Intervention ist die Einführung des WHO Modells „My 5 Moments of Hand Hygiene“ oder „Die 5 Indikationen der Händedesinfektion“. Diese Modell fasst, im Konsens mit den Empfehlungen des CDC, der WHO und des Robert-Koch Institutes, die Indikationen der Händedesinfektion in fünf Indikationsgruppen zusammen: VOR Patientenkontakt, VOR aseptischen Tätigkeiten, NACH Kontakt mit infektiösen Materialien, NACH Patientenkontakt und NACH Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung. Dabei definiert dieses Modell eine unmittelbare oder direkte Patientenumgebung und eine erweiterte Patientenumgebung. Bei der Umsetzung des Modells in der Praxis ist es für die Mitarbeiter deutlich einfacher, bei schnell aufeinanderfolgenden Tätigkeiten am Patienten die Indikationen der Händedesinfektion sicher zu identifizieren. Die Kampagne arbeitet seit mittlerweile vier Jahren daran, das Modell in der Aus- und Fortbildung sowie in der klinischen Praxis zu etablieren. In einer Umfrage anlässlich des 4. Erfahrungsaustausches der ASH in Berlin, München und Hannover im März und April dieses Jahres gaben über 50 Prozent der Einrichtungen an, das Modell in ihrer Einrichtung zu etablieren.

    Ansprechpartnerin:
    Dr. Christiane Reichardt Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin
    Koordinatorin "AKTION Saubere Hände"
    Institut für Hygiene und Umweltmedizin - Universitätsmedizin Berlin, Charité
    Hindenburgdamm 27, 12203 Berlin
    email:christiane.reichardt@charite.de, Tel.: 030 8445 3672

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