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    Horror-Szenario oder Chance: Wenn Patienten Informationen aus dem Internet in das Arztgespräch einbringen

    Patienteninformation aus dem Netz?
    Nein danke!?Wird in Gruppendiskussionen mit niedergelassenen Ärzten das Thema “Patienteninformationen aus dem Internet” behandelt, verdunkeln sich die Mienen. Immer mehr Patienten – so die Beschreibungen der Mediziner – konfrontieren sie mit unzutreffenden Annahmen und Überzeugungen aus dem Netz. Dadurch steige der Erklärungs- und Zeitaufwand für die Ärzte erheblich. Die Kritik dieses Patientenverhaltens fügt sich dabei nahtlos in die Ablehnung anderer Entwicklungen ein:
    – Arzt-Bewertungsportale? Unseriös und ungerecht!
    – Online-Communities für Patienten? Irreführend und fehlsteuernd!
    – Activity Tracker zum Gesundheits-Monitoring? Unzuverlässig und unwissenschaftlich!
    ?Das Glas ist halbvoll!
    Doch man kann und muss das Thema auch von einer anderen Seite betrachten: die Netzsuche ist Ausdruck eines deutlich gewachsenen Interesses an Gesundheitsfragen generell sowie eines gestiegenen persönlichen Engagements für die eigene Gesundheit. Hieraus ergibt sich zwangsläufig, dass Patienten die hierbei ermittelten Inhalte – abgesehen von einem sehr kleinen Anteil an „Besserwissern“ – auch mit ihrem Arzt ernsthaft austauschen möchten. Für Mediziner ist diese Adhärenz-einfordernde Grundhaltung ungewohnt und sie haben hierfür noch keine Handlungsmuster entwickelt. Doch der Arzt wandelt sich aus Patientensicht von einer an- und verordnenden Autorität zu einem Berater. Diese Entwicklung ist unumkehrbar und wird sich weiter verstärken, so dass Mediziner gezwungen sind, sich darauf einzustellen. Zukünftig wird es auch ein Beurteilungsmerkmal von Ärzten sein, wie gut sie als Schnittstelle zwischen Internet und praktizierter Medizin agieren.
    ?Prävention ist möglich
    Eine Teil der “Belastung” können Praxisinhaber schon heute proaktiv reduzieren, indem sie ihren Patienten Internetseiten empfehlen, die von Ihnen ausgewählt und überprüft wurden und von denen sie dadurch wissen, dass die Inhalte mit dem eigenen therapeutischen Vorgehen kompatibel sind bzw. mit den persönlichen Erklärungsansätzen weitgehend harmonisieren (vgl. Das Information-Rezept). So kann pro-aktiv überlangen Diskussionen und Richtigstellungen grundsätzlich und frühzeitig entgegengewirkt, gleichzeitig aber der positive Impuls zur eigeninitiativen Beschäftigung genutzt werden.

    Quelle: http://ifabsthill.wordpress.com/2014/11/04/horror-szenario-oder-chance-w...

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