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Zurück ins Leben – mit der Kraft der Gedanken und ausdauerndem Training
State of the Art: Locked-in Syndrom und Brain-Computer Interfaces
(Tagungsprogramm 27. März 2010)
Die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen steht im Mittelpunkt einer Tagung am 27. März 2010 in Rheinsberg (Haus Rheinsberg -Hotel am See). Deutsche und europäische Wissenschaftler diskutieren neuste Forschungsergebnisse zum Locked-in Syndrom (LIS) und Brain-Computer Interfaces.
Bei vollem Bewusstsein vollständig gelähmt - ein Albtraum, der nach Hirnschädigung wie nach einem Schlaganfall oder Unfall vorkommt. Befunde, die auch heute noch oft palliativ oder bestenfalls stabilisierend behandelt werden. Betroffene aber bezeichnen die Locked-in Phase als Durchgangsstadium, das mittels frühzeitiger und andauernder intensiver Rehabilitation durchbrochen wird.
Die Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen (brain-computer interfaces, BCIs) nutzt das stetig wachsende Wissen, wie der Mensch mittels seines Gehirns die Umwelt wahrnimmt und in ihr handelt. Dieses aktuelle Forschungsfeld kann auch Patienten im Locked-in Syndrom zugute kommen. Häufig ist deren Großhirnrinde unversehrt und so sind sie weiterhin in der Lage, Körperbewegungen zu planen und vorzubereiten. Das Prinzip der BCIs bedient sich dieser mentalen Leistungen, um die verlorenen gegangenen motorischen Fähigkeiten auszugleichen.
Die Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten wurde von der Ärztekammer Brandenburg mit acht Punkten anerkannt (Anmeldung: Telefon 030 – 34 39 89 75).
Die Tagung findet im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Fördervereins zur Gründung einer Stiftung zur Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit dem Locked-in Syndrom (LIS e.V.) vom 26. bis 28. März 2010 in Rheinsberg statt.
Kontakt (Presse- und Interviewanfragen):
LIS e.V.
Geschäftsstelle im Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
Vorsitzender Dr. Karl-Heinz Pantke
Herzbergstraße 79, Haus 30
10365 Berlin
Telefon 030 - 34 39 89 75
Programm am 27. März 2010 in Rheinsberg
Moderation: Prof. Dr. Gabriel Curio
Campus Benjamin Franklin der Charité - Universitätsmedizin Berlin
10:00 – 11:00 Uhr
Brain-Computer Interfaces (BCIs) – Wie kann man mit Gedanken Maschinen bewegen?
Referent: Prof. Dr. Gabriel Curio
Campus Benjamin Franklin der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Deutschland
www.bbci.de
11:00 – 12:00 Uhr
Locked-in Syndrom: Wie misst man Bewusstsein? Was macht man bei einem kompletten Locked-in Syndrom? Was ist, wenn Kinder erkranken? Wie steht es mit der Lebensqualität?
Referenten: Dr. Caroline Schnakers und Prof. Steven Laureys
Coma Science Group, University of Liège, Belgien
www.coma.ulg.ac.be, www.comascience.org
12:00 – 13:30 Uhr
Pause / Interviews
13:30 – 14:30 Uhr
Begriffsbestimmung von Zuständen geänderter Reaktivität - Bewusstseinsstörungen aus ärztlicher Sicht
Referent: Prof. Dr. Gerhard Bauer
Abteilung für Neurologie, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich
14:30 – 15:30 Uhr
Zur historischen Entwicklung des Locked-in Syndroms
Referent: Univ. Prof. Dr. Dr. hc mult. Franz Gerstenbrand
President of Danube Neurology Wien, Österreich
www.danube2009.at
15:30 – 16:00 Uhr
Pause
16:00 – 16:30 Uhr
Gehirn-Computer Schnittstellen zur Diagnose und Kommunikation von Menschen im Locked-in Zustand (Europäisches BCI-Projekt)
Referent: Prof. Andrea Kübler
Interventionspsychologie am Lehrstuhl für Psychologie I -Biologische Psychologie,Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Würzburg, Deutschland
http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/elmut/oeh/06020130/
16:30 – 17:00 Uhr
Kommunikation mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) - eine alternative Möglichkeit für Patienten mit Locked-in Syndrom?
Referenten: Drs. Bettina Sorger und Prof. Rainer Göbel
Maastricht University, Niederlande
www.maastrichtuniversity.nl
17:00 -18: 00 Uhr
Was haben indianisches Pfeilgift, Traumschlaf, Locked-in Syndrom und Brain-Computer-Interfaces gemeinsam?
Referent: Prof. Dr. phil. Niels Birbaumer
Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland
www.medizin.uni-tuebingen.de
18:00 - 18:15 Uhr
10 Jahre LIS e.V.
Referenten: Dr. Karl-Heinz Pantke, Gudrun Mrosack und Christine Kühn
LIS e. V., Berlin, Deutschland
www.locked-in-syndrom.org
Ort: Haus Rheinsberg -Hotel am See, Donnersmarckweg 1 in 16831 Rheinsberg
Termin: 27. März 2010 von 10:00 bis 18:30 Uhr
Teilnahmegebühr: keine
Fortbildung: Anerkennung Ärztekammer Brandenburg - 8 Punkte
Die Tagung findet im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Fördervereins zur Gründung einer Stiftung zur Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit dem Locked-in Syndrom (LIS e.V.) vom 26. bis 28. März 2010 in Rheinsberg statt.
Förderverein zur Gründung einer Stiftung zur Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit dem Locked-in Syndrom - LIS e.V.
Der gesamte Körper ist gelähmt. Sprechen und Schlucken sind nicht möglich. Lediglich die Augenlider können bewegt werden. Der angelsächsische Sprachraum hat für diesen Zustand das Wort Locked-in Syndrom geprägt. Es kann als Folge eines Schlaganfalls, eines Leidens wie ALS, einer anderen Krankheit oder aber auch als Folge eines Unfalls auftreten. Früher wurden Patienten mit dem Locked-in Syndrom als Körper ohne Emotionen behandelt. Ein schrecklicher Irrtum. In jüngster Zeit setzt sich die Erkenntnis durch, dass durch eine überaus langwierige Behandlung erstaunliche Erfolge erzielt werden können.
Im Sommer 2000 wurde der Verein LIS in Berlin gegründet, um die Lebensumstände von Menschen im Locked-in Syndrom zu verbessern. Mittlerweile unterstützen mehr als 130 Mitglieder in fünf Ländern die Ziele: Sicherung von optimaler Therapie, Bildung eines Gesprächsforum für Patienten und Angehörige, Aufbau eines Dokumentationszentrums, Erstellung von Publikationen, Ausrichtung von Tagungen, Etablierung des Projektes "Mobilisationsassistenz".
www.locked-in-syndrom.org



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