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Wenn ich Stress habe, dann fühle ich mich gut
So denken und fühlen viele Menschen, die einen vollen Arbeitstag haben, durch knappe Termine unter Strom stehen, stundenlang nichts essen und dabei kein schlechtes Gefühl haben, bei Konflikten und Streit Dampf ablassen und denken: Das tut richtig gut oder stundenlang unter Druck stehen und viel gleichzeitig tun.
Doch was genau steckt dahinter?
Unser Körper hat im Laufe der Evolution in über 500 Millionen Jahren ein ausgeklügeltes und einzigartiges System entwickelt, um den optimalen Schutz vor den drohenden Gefahren zu haben. Der Mensch ist ein Fluchttier, genau so wie ein Zebra, das einen Löwen sieht, assoziiert, negativ bewertet und sofort die Flucht ergreift. Der Mechanismus stimmt genau überein auch, wenn sich der „Löwe“ in unserer Leistungs-Gesellschaft geändert hat in: Wettbewerb, Leistungsdruck, Imagestreben, Erfüllen von Erwartungen. Über das Nervensystem wird der Befehl gegeben Höchstleistung zu bringen – alle Energie wird in die Muskeln für eine schnelle Flucht gesteckt. Gleichzeitig wird über das Hormonsystem ein regelrechter Hormon-Cocktail verabreicht, den wir als Gefühle wie Ärger, Gereiztheit, Angst, schlechte Laune, Druck, Frust, u.a. wahrnehmen.
Neben dem bei Dauerbelastungen schädigendem Adrenalin werden auch Endorphine, das körpereigene Morphium ausgeschüttet wodurch positive Gefühle ausgelöst werden. Wir scheinen den Stress zu brauchen, fühlen uns bei noch mehr Terminen wohler, haben das Gefühl noch mehr arbeiten zu müssen, um ein gutes Gefühl zu haben.
Was ist der Sinn in der Natur?
Bei Verletzungen, langer Flucht, Schmerzen, Überlastung des Körpers wären negative Gefühle oder Schmerzempfindungen hinderlich. Das Zebra benötigt seine gesamte Energie um vor dem Löwen wegzulaufen, um sein Überleben zu sichern – danach benötigt es eine lange Ruhephase, um das Adrenalin wieder abzubauen. Je höher die Stressbelastung, desto höher steigt der Endorphinspiegel sogar an. Das führt dazu, dass wir in Druck- und Spannungssituationen wenige oder keine negative Empfindungen haben.
Beim Marathonläufer hat dieses Phänomen einen eigenen Namen: runner’s high. Nach den Muskelschmerzen kommt der Kick und plötzlich sind die Schmerzen wie weggeblasen.
Wir haben also in der akuten Stressreaktion, ab einer gewissen Drehzahl, eine geringe oder keine Schmerzwahrnehmung. Wir haben kein Gefühl, das uns sagen könnte: Vorsicht, die Drehzahl geht gerade hoch, du bist im Stress und Dein Körper wird geschädigt – wir haben kein Schmerzgefühl. So kann es sein, dass ein Workaholic sich jeden Tag um so wohler fühlt, je mehr er arbeitet, bis es ihn - nur scheinbar aus heiterem Himmel – krank macht und z.B. einen Tinnitus, Herzinfarkt oder Burn-out eine typische Stresskrankheiten bekommt.
Grundsätzlich hat die Natur diesen Mechanismus ausgesprochenen intelligent eingerichtet – bezogen auf die Flucht. In der Regel dauert die Flucht nur eine kurze Zeit. Danach wird sich das Zebra eine längere Zeit ausruhen und erholen. Wer Haustiere hat, der weiß, wie viele Stunden des Tages sie verschlafen und sich dabei regenerieren. Diese Chance haben wir in der heutigen Zeit nicht. Die meisten von uns sind den ganzen Tag gefordert. Der Schutzmechanismus der Natur verdreht sich ins Gegenteil, da wir die Dauerbelastungen nicht spüren.
Wie kann man sich dauerhaft schützen?
Da die Mischung des Hormoncocktails vom Neocortex vorgegeben ist, also mental – durch unsere Gedanken festgelegt wird, können wir durch ein gezieltes mentales Gedankenmanagement Belastungen, Druck und Stress am Ursprung abblocken und uns besser schützen. Es gilt in unserer Gesellschaft: survival of the mental fittest. Damit beugen wir den Folgen von Stresskrankheiten wie Tinnitus, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Erschöpfung/Burn-out u.a. effizient und dauerhaft vor und erreichen bei geringerem Aufwand mehr Leistungskraft mit mehr Wohlbefinden, Leichtigkeit und in der Summe mehr Gesundheit.
Weitere Informationen unter www.stoye-mingers.de



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