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    Weltweit erste Behandlung von Wirbelkörpermetastasen mit neuem System - Mainzer Uniklinik erfolgreich bei Wirbelkörpertherapie

    Mainz im Juli 2011. In Deutschland leiden etwa 1,5 Millionen Menschen an Krebs . In 13 Prozent der Fälle entwickeln Betroffene als Folge davon schmerzhafte Wirbelsäulenmetastasen, die den Wirbelkörper zerstören. Neben Schmerzmittelgabe behandeln Mediziner solche Tumore zumeist mit einer Strahlentherapie. „Dieses Verfahren ist sehr aufwendig und die Schmerzreduktion setzt nicht unmittelbar ein“, erklärt Prof. Andreas Kurth, Direktor der Klinik für Orthopädie der Universitätsmedizin Mainz. „Darüber hinaus muss in dieser Zeit die Chemotherapie zur Behandlung des eigentlichen Tumors meist abgesetzt werden, um die Nebenwirkungen erträglich zu halten.“ Mithilfe eines neuen Verfahrens, des sogenannten DFine STAR® Ablationssystems, gelang es den Medizinern in der Mainzer Universität weltweit zum ersten Mal, eine Wirbelkörpermetastase zu beseitigen und gleichzeitig mittels Radiofrequenz-Kyphoplastie eine ausreichende Stabilität im Wirbelkörper wiederherzustellen. Dafür sorgt ein spezieller Zement, der die Wirbelsäule vor einem anschließenden Bruch bewahrt. Für Patienten bedeutet das eine sofortige Schmerzreduktion und dadurch eine massive Erhöhung der Lebensqualität sowie kein Aussetzen der lebenswichtigen Chemotherapie des eigentlichen Tumors.

    Studie gestartet

    Im Rahmen einer kürzlich an der Orthopädischen Klinik der Johannes Gutenberg Universität begonnenen Studie überprüfen Mediziner die Sicherheit und Wirksamkeit des neuen Ablationssystems an zehn Patienten mit Wirbelkörpermetastasen. „Bereits die erste Behandlung einer 50-jährigen Frau verlief erfolgreich“, bestätigt Prof. Kurth. „Wir sind davon überzeugt, dass dieses weltweit erste Verfahren Maßstäbe in der Behandlung von Tumoren im Bewegungsapparat setzt und wesentlich zur Lebensqualität der Patienten beiträgt.“ Die Ablation von Tumoren, das heißt ihre Zerstörung durch Hitze, wurde zuvor nur in bestimmten Organen wie Leber oder Lunge mit großem Erfolg angewendet. Wegen der komplexen Anatomie der Wirbelsäule, vor allem wegen des empfindlichen Rückenmarks, konnte dieses Verfahren bislang in diesem Bereich aber nie zum Einsatz gebracht werden. Erst ein spezielles, genau navigierbares kleines Instrument, das der Operateur ganz gezielt in der Metastase platziert, und die präzise Abgabe der Radiofrequenzenergie machen diesen Eingriff jetzt möglich. Funktionell vereint die neue Methode gleich zwei Schritte: Zunächst zerstören die Mediziner punktuell mithilfe der Radiofrequenzenergie, also mit Hitze, das bösartige Tumorgewebe im Wirbelkörper, ohne die empfindlichen Nachbarstrukturen zu gefährden. Dann füllen sie die entstandene Lücke mit einem speziellen, sehr zähflüssigen Knochenzement wieder auf. Besondere Vorteile dieser Methode: minimalinvasiver, schonender Eingriff, präzise Zerstörung von Tumoren im Knochen, kurze Behandlungsdauer und sofortige Schmerzreduktion. In den USA hat das neue System bereits seine Zulassung als Medizinprodukt zur gezielten Therapie spinaler Tumore durch Hitzeablation erhalten. „Nach Abschluss der Mainzer Studie werden die gewonnenen Ergebnisse zur europäischen Zulassung genutzt“, betont Prof. Kurth.

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