Jetzt kostenfrei veröffentlichen► medcom24 - EINSTELLSERVICE► Auftragsformular zum Download
medcom24 - Das Presseportal für Medizin & Gesundheit im Internet.
Deutschlands Datenbank für Presseinformationen aus dem Gesundheitswesen.
Pressemitteilungen
Benutzeranmeldung
Bleiben Sie mit - medcom24 - immer auf dem Laufenden!
Beliebte Inhalte
Zuletzt angezeigt:
Inhalte finden
Media- / Nutzungsdaten

Feed anzeigen und abonnieren► Sitemap anzeigen
Presseportal Kostenlos Online PR RSS News Public Relations Veröffentlichen Web 2.0 Gesundheit Journalisten Presse Redaktionen Healthcare Medizin Pressemeldungen PKs Kommunikation Pressekonferenzen Termine Kostenfrei PI Presseinformationen Werbung Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen VAs Marketing PR-Agenturen Veranstaltungen
Weltpremiere im Klinikum Nürnberg: Chefarzt Eric Verhoeven stellt neu entwickelte Gefäßendoprothetik bei Aortenaneurysma vor
Es ist gefährlich, denn man fühlt es nicht, man sieht es nicht und es tut nicht weh: das Aneurysma in der Bauchschlagader. Solche Aussackungen oder Erweiterungen an der Aorta im Bauch bleiben oft unentdeckt und im schlimmsten Fall kann das Aneurysma platzen – mit lebensbedrohlichen Folgen. „Silent killer“ nennt Dr. Eric Verhoeven, Chefarzt der Gefäßchirurgie im Klinikum Nürnberg, daher diese Aneurysmen.
Die meisten Patienten werden heute mit einer Endoprothese behandelt. Nun hat Verhoeven eine Gefäßendoprothese entwickelt, deren Position in der Bauchschlagader mehrfach verändert werden kann, bis sie präzise und optimal positioniert ist. Die ersten Patienten sind bereits operiert - eine Weltpremiere im Klinikum Nürnberg.
Der Clou der neuen Prothese aus Nitinol, einer Legierung von Titan und Nickel, und Goretex ist ein kleiner Metalldraht. Mit seiner Hilfe kann der Chirurg das elastische Metallgeflecht des so genannten Stents nach dem Positionieren in der Schlagader wieder zusammenziehen. Die kleinen Widerhaken, mit der sich die Prothese in die Gefäßwand „krallt“, werden damit gelöst, ohne das Gefäß zu verletzen, und die gesamte Prothese kann sich an einer anderen Stelle im Gefäß wieder entfalten. „Es ist ganz entscheidend, dass die Prothese so genau wie möglich sitzt“, betont Verhoeven. Schließlich sollte sie das Aneurysma exakt abdichten. Sitzt sie zu hoch, kann sie schlimmstenfalls die Nierenarterie blockieren, so dass eine Niere nicht mehr arbeiten kann. Ein präziser Sitz bedeutet, so der Chefarzt, „mehr Sicherheit und Qualität“.
In einem rund 90 minütigen Eingriff wird die Prothese wie bisher über einen Katheter in der Leiste zum Aneurysma in die Bauchschlagader gebracht. Bislang hatten die Chirurgen jedoch nur einen Versuch, den Stent in der Aussackung zu platzieren. „Mit der neu entwickelten Gefäßprothese können wir ihren Sitz sofort überprüfen und während des Eingriffs wenn nötig mehrfach korrigieren“, schildert Verhoeven den entscheidenden Vorteil der Neuentwicklung.
Drei Jahre hat es gedauert, bis diese Prothese ausgereift und einsatzbereit war. Rund 10.000 Euro kostet nun der neu entwickelte Stent. Da Verhoeven an der Entwicklung federführend beteiligt war, fand die OP-Weltpremiere auch im Klinikum Nürnberg statt. Bereits bei den ersten Operationen hat sich der Chefarzt das Korrigieren des Stents bis zum bestmöglichen Sitz zunutze gemacht.
Ein entscheidender Fortschritt, von dem in Zukunft viele Patienten profitieren. „Ein Aneurysma an der Bauchschlagader ist keine seltene Angelegenheit“, weiß Verhoeven aus Erfahrung. Allein im Klinikum Nürnberg werden rund 150 Patienten im Jahr operiert, meist sind es Männer zwischen 65 und 75 Jahre alt. Ursachen für ein solches Aneurysma sind neben einer genetischen Veranlagung auch Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel und Bluthochdruck.
Da solche gefährlichen Aussackungen wenn überhaupt, nur durch Zufall entdeckt werden, fordert der Chefarzt eine Reihenuntersuchung, um Aneurysmen bei Risikogruppen aktiv aufgespürt und rechtzeitig behandeln zu können. „Mit einem Ultraschall des Bauchraums kann ein Aneurysma problemlos entdeckt werden, bevor es schlimme Folgen hat“, schildert Verhoeven. „Eine solche Untersuchung ist sehr akkurat, nicht invasiv und nicht teuer, und würde viele Menschenleben retten.“
Bernd Siegler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bereich Unternehmensentwicklung
Klinikum Nürnberg
Prof. Ernst-Nathan-Str. 1
D-90419 Nürnberg
Tel: +49. 911. 398-3774
Fax: +49. 911. 398-5031
E-Mail: siegler@klinikum-nuernberg.de
www.klinikum-nuernberg.de



Web-Browser 










