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    Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe für Kinder- und Jugendpsychiatrie Kassel sucht Mitstreiter für Schulprojekt "Verrückt? Na und!"

    Psychisch Kranke können Schülern helfen

    Die Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe für Kinder- und Jugendpsychiatrie Kassel veranstaltet seit drei Jahren in nordhessischen Schulen das für Schulen kostenlose präventive Schulprojekt „Verrückt? Na und!“. Denn immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter psychischen Problemen, die zunehmend häufiger in seelische Erkrankungen münden und schlimmstenfalls in einem Amoklauf enden können. Deshalb ist es wichtig, Schüler zu ermutigen, über seelische Probleme zu sprechen, Ängste abzubauen und Verständnis zu zeigen für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

    Eine ganz wichtige Arbeit in diesen eintägigen Projekten für Schüler ab 15 Jahren und Lehrer leisten Erwachsene, die in jungen Jahren psychisch erkrankt sind. Sie führen zusammen mit einem Mitarbeiter der Klinik (Moderator) das Schulprojekt durch, geben aber erst am Ende des Projekttages zu erkennen, dass sie psychisch krank sind. Die Mitwirkung dieser „Experten in eigener Sache“ ist ganz entscheidend für den bisherigen Erfolg des Schulprojekts.

    „Aber leider können wir den zunehmenden Anfragen nordhessischer Schulen zurzeit nicht entsprechen, weil unsere sechs ‚Experten in eigener Sache’ bei weitem nicht alle Termine wahrnehmen können. Deshalb würden wir uns freuen, wenn sich weitere Personen, die in jungen Jahren psychisch erkrankt sind, bei uns melden, um an diesem präventiven Schulprojekt mitzuwirken“, so Dr. Günter Paul, Klinikdirektor der Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe für Kinder- und Jugendpsychiatrie Kassel.

    Dipl.-Sozialpädagogin Regina Meyer erläutert: „Wir stellen am Ende des Projekttages fest, dass sich die Einstellung der Schüler hinsichtlich psychischer Probleme verändert, dass sich in ihren Köpfen etwas bewegt hat. Wir können mit unserer Präventionsarbeit selbstverständlich nicht garantieren, dass wir einen Amoklauf verhindern. Aber wir können Schülern vermitteln, dass es hilft, über psychische Probleme zu reden, sich zu öffnen, dass es professionelle Hilfe gibt und dass eine psychische Erkrankung keine Schande ist.“

    Interessierte Personen können sich melden bei Dipl.-Sozialpädagogin Regina Meyer (Tel: 0561/31006-411, Email: regina.meyer@vitos-kurhessen.de). Die „Experten in eigener Sache“ erhalten pro Schulbesuch eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro und die Erstattung der Fahrtkosten. Finanziert wird dies über Spenden des Fördervereins der Klinik „Kasseler Förderverein für psychosoziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.“ (Spendenkonto: 125972 bei der Kasseler Sparkasse).

    In den letzten drei Jahren führte die Klinik 42 Schulprojekte „Verrückt? Na und!“ in nordhessischen Schulen durch. 1.050 Schüler und 42 Lehrer haben bisher daran teilgenommen.

    Für weitere Fragen stehen zur Verfügung: Dr. Günter Paul, Klinikdirektor der Vitos Klinik Bad Wilhelmshöhe (guenter.paul@vitos-kurhessen.de) und Regina Meyer (regina.meyer@vitos-kurhessen.de), Tel: 0561/31006-411

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