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Stillen. Einfach. Gut. Und bei Fragen gibt es Rat und Hilfe – Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Expertenchat
Am 29. September 2008 hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf www.kindergesundheit-info.de gemeinsam mit dem Deutscher Hebammenverband (DHV) und der Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ einen Expertenchat mit Lisa Fehrenbach, Stillbeauftragte des DHV und Dr. Grit Neisser, WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ zum Thema „Stillen“ durchgeführt. Die BZgA veröffentlicht die wichtigsten Fragen und Antworten.
Frage: „Gibt man noch Tee oder ähnliches wenn man stillt?“
Antwort: „Nein, man sollte während der Stillzeit keine anderen Flüssigkeiten geben. Das beeinträchtigt die Stilldauer, Babys, die Tee, Glucose oder Wasser bekommen, stillen früher ab.“
Frage: „Wie ist man rechtlich geschützt beim Stillen, was den Arbeitgeber betrifft? Ich arbeite in einem Labor mit gefährlichen Substanzen.“
Antwort: „Der Arbeitgeber muss Ihnen Stillpausen einräumen und einen Arbeitsplatz ohne gefährliche Substanzen zur Verfügung stellen. Dabei darf er Sie finanziell nicht schlechter stellen. Sie können sich auf das Mutterschutzgesetz beziehen.“
Frage: „Ich habe gerne gestillt, nur unsere nun 22 Monate alte Tochter ist nicht davon los zu bekommen. Natürlich isst sie mit am Familientisch, aber wenn Sie müde ist oder Nähe sucht, verlangt sie nach Mamas Brust.“
Antwort: „In dem Alter geht das Abstillen nur mit Auseinandersetzung, Sie müssen sich mit Ihrem Kind einigen. Die WHO empfiehlt übrigens Stillen bis zum 2. Geburtstag und darüber hinaus, wenn Mutter und Kind es möchten. Wenn Sie abstillen wollen, sollten sie dies auch tun. Das bedeutet natürlich, dass Sie dann den Frust und die Trauer Ihrer Tochter aushalten müssen.“
Neben Fragen zu Problemen gab es auch Ermutigung: „Vielleicht hilft es anderen (werdenden) Müttern zu erfahren, dass ich 12 Monate lang problemlos gestillt habe. Das Abstillen hat sich über vier Monate hingezogen. Ich hatte keinen wirklichen Plan was das Stillen betrifft, sondern habe eher nach Gefühl entschieden, ohne mich von anderen verrückt machen zu lassen. Meine Tochter war zufrieden und ich auch.“
Stillgruppen in der Nähe bieten die Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen (AFS) www.afs-stillen.de, der Berufsverband der Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC in Deutschland www.bdl-stillen.de, und die La Leche Liga www.lalecheliga.de.
Unter www.kindergesundheit-info.de finden Eltern und Fachkräfte umfassende Informationen zum Stillen und anderen Themen des gesunden Aufwachsens von Kindern und Protokoll zum Themenchat.
Information zur Arbeit und zu den Angeboten von Hebammen gibt es unter: www.Hebammenverband.de
Unter www.babyfreundlich.org finden werdende Eltern und junge Familien Angebote und Veranstaltungstermine Babyfreundlicher Krankenhäuser und Informationen rund um Geburt und Stillen.
Pressekontakt
Dr. Marita Völker-Albert, Pressesprecherin
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Postfach 91 01 52
51071 Köln
Tel.: 0221/8992-280, Fax.: 0221/8992-201
eMail: marita.voelker-albert@bzga.de
http://www.bzga.de



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