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Stationäre Behandlung von MS lässt sich verringern
Grevenbroich. MS-Kranke in einer qualifizierten ambulanten Betreuung haben um zwei Drittel weniger akutstationäre Behandlungen ( - 65 Prozent) als alle anderen Erkrankten mit Multipler Sklerose. Das ist das Ergebnis einer Evaluation des Projektes Integrierte Versorgung (IGV) Multiple Sklerose, das beim 3. Jahressymposium zur IGV MS Anfang Oktober (06.10.2010) im Bildungszentrum der AOK Rheinland/Hamburg in Grevenbroich vorgestellt wurde. Qualifizierte ambulante Behandlung führt demnach zur Vermeidung von stationären Einweisungen. Der größte Rückgang, so wurde weiter mitgeteilt, ergibt sich bei kürzerer Erkrankungsdauer. Außerdem stabilisierten sich die Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung, das Selbstmanagement verbessert sich.
Bei dem Symposium konnten sich die an der IGV teilnehmenden Neurologen und Kliniken über die Entwicklung des Projektes informieren. In Fachvorträgen wurden die Sichtweisen und Erkenntnisse der am Vertrag beteiligten Krankenkassen, niedergelassenen Fachärzte und Kliniken vorgestellt. Eingebettet war die Veranstaltung in die Fragestellung, wie Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung in der gesundheitlichen Versorgung gestaltet werden können. Die Teilnehmer diskutierten über die Möglichkeiten zur Vereinfachung und Harmonisierung von IGV-Konzepten für den Praxisalltag und die Bedeutung von Selektivverträgen in der Versorgungslandschaft.
Die Integrierte Versorgung Multiple Sklerose wurde zum 1. Mai 2006 rheinlandweit vereinbart. Derzeit nehmen rund 140 Neurologen und zwölf Kliniken am Vertrag teil. Über 1400 MS-Patienten sind bereits eingeschrieben. Auf Seiten der Krankenkassen sind die AOK Rheinland/Hamburg, die Vereinigte IKK, die Knappschaft, die KKH-Allianz, die LKK NRW, die Krankenkasse für den Gartenbau, die BKK für Heilberufe, die Novitas BKK und die pronova BKK beteiligt.
Pressekontakt:
André Maßmann M.A.
Stabsstelle Presse
AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse
Unternehmenssteuerung
Kasernenstraße 61
40213 Düsseldorf
Telefon (0211) 87 91 - 12 62
Telefax (0211) 87 91 - 11 45
mailto:andre.massmann@rh.aok.de
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