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    Sozialverband VdK warnt vor weiterem Anstieg der Armut - VdK-Präsidentin Ulrike Mascher: "Sozialabbau muss gestoppt werden!"

    "Die wachsende Armut bei Alt und Jung wird in den kommenden Jahrzehnten zu einem sozialen Sprengsatz, wenn die Politik nicht endlich gegensteuert", erklärte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Armutsgefährdung in den Bundesländern.

    Bundesweit waren nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Jahr 2009 14,6 Prozent der Menschen in Deutschland armutsgefährdet. Gegenüber 2008 (14,4 Prozent) stieg die Zahl damit weiter an. "Beunruhigend" nannte Ulrike Mascher vor allem die wachsende Armutsgefährdung bei Erwerbslosen (54 Prozent) und Alleinerziehenden (40 Prozent).

    Die VdK-Präsidentin forderte die Bundesregierung auf, als ersten praktischen Schritt Teile des Sparpakets und der Gesundheitsreform zu stoppen. "Das wäre ein klares Signal im Kampf gegen die Armut. Denn die drohenden zusätzlichen Belastungen tragen zur Verschärfung der sozialen Lage bei, verstärken Armut und soziale Ausgrenzung. Beschlüsse, wie etwa die Abschaffung des Rentenversicherungsbeitrages für Arbeitslosengeld-II-Empfänger und die Streichung des Heizkostenzuschusses für Wohngeldempfänger, aber vor allem auch die steigenden Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen treffen die sozial Schwachen - Arbeitslose, Geringverdiener und Rentner - besonders hart. Die Streichung des Elterngelds für Arbeitslosengeld-II-Empfänger erhöht zudem massiv das Armutsrisiko von Alleinerziehenden" , erklärte Mascher.

    "Dieser Sozialabbau passt nicht zu den Zielen des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung, vielmehr verschärft er Kinderarmut und forciert spätere Altersarmut. Wer Armut bekämpfen will, darf nicht immer nur zulasten derjenigen sparen, die sowieso schon wenig haben, sondern muss vor allem hohe Einkommen und Vermögen stärker belasten", forderte Ulrike Mascher.

    Für den 1. Oktober 2010 kündigte Ulrike Mascher den Start der großen VdK-Protestaktion "Stoppt den Sozialabbau" an. Die Aktion richtet sich gegen das sozial unausgewogene Sparpaket der Bundesregierung, gegen Teile der Gesundheitsreform sowie gegen Bestrebungen, die Rentengarantie abzuschaffen. (Cornelia Jurrmann)

    Pressekontakt:

    Sozialverband VdK Deutschland
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Michael Pausder (verantwortlich)
    In den Ministergärten 4 - 10117 Berlin
    Telefon 030 72629-0400
    Telefax 030 72629-0499
    www.vdk.de - presse@vdk.de

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