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    Sommersport – Tipps zur Vermeidung von Unfällen

    Offenburg, August 2010. Die warme Jahreszeit ist perfekt geeignet für viele Sportarten, egal ob actionreiches Kiteboarding, Beachvolleyball oder Jogging. Die Sportmediziner und Orthopäden vom Ortenau Klinikum in Gengenbach im Schwarzwald (www.sportmedizin-ortenau.de) verraten das richtige Verhalten beim sportlichen Training an Sommer-Tagen und geben insbesondere Tipps zur Vermeidung von Unfällen beim Ausüben aktueller Sommer-Trendsportarten.

    1. Joggen
    Der „Klassiker“ unter den Ausdauersportarten: Laufen oder Joggen bringt gestresste Mitmenschen auf andere Gedanken – beugt Burn-out und Depressionen vor, fördert bei entsprechender Intensität den Fettstoffwechsel und wirkt sich günstig auf die Cholesterinwerte aus. Außerdem bringt Laufen oder Joggen das Immunsystem auf Touren, sodass vermehrt Abwehrzellen produziert werden. Generell braucht man keinen „Personal Trainer“, um ein erfolgreiches Trainingsprogramm zu absolvieren, jedoch ist eine gute Planung im Voraus essenziell. Frank Haist, Inhaber der Laufarena Ortenau, (www.laufarena-ortenau.de), rät: „Sportler sollten auf das richtig abgestimmte Lauftrainingsprogramm achten, um ihre Ziele zu erreichen, und eine produktfreie Beratung bei der Empfehlung und beim Kauf ihrer Laufschuhe nutzen.“ Was den inneren Schweinehund betrifft, empfiehlt er: „Erkundigen Sie sich nach regionalen Lauftreffs, denn das Laufen oder Joggen in der Gruppe motiviert und macht besonders viel Spaß!“

    2. Wakeboarding
    Wassersport steht natürlich an erster Stelle auf der Beliebtheitsskala der Sommersportarten. Zu einem echten Trend hat sich in den letzten Jahren das Wakeboarding entwickelt. Das Wakeboard ist der kleine Bruder des Surfbretts, und Wakeboarding lässt sich am besten als eine Mischung aus Wasserski und Wellenreiten beschreiben. Dabei zieht ein Motorboot oder ein automatischer Seilzug den Wakeboarder übers Wasser, der dabei möglichst sehenswerte Figuren springt. Wakeboarding ist ideal für Sommersportler, die es rasant mögen. Die Sportmediziner und Orthopäden der Sportmedizin Ortenau empfehlen: Wer sich beim Wakeboarding ausprobieren möchte, sollte auf jeden Fall einen Vorbereitungskurs absolvieren. Idealerweise kommen auch Wasserski- oder Surf-Erfahrungen hinzu. Ansonsten drohen Verletzungen wie Prellungen, Muskelzerrungen oder sogar Knochenbrüche. „Gerade Anfänger dieser Sportart laufen Gefahr, sich ernsthafte Verletzungen zuzuziehen. Denn beim Wakeboarding werden Muskelgruppen beansprucht, welche im Alltag eher selten zum Einsatz kommen, was vor allem in den Extremitäten zu Zerrungen und Verspannungen führt“, so Dr. Christian Hensler, Sportmediziner und Orthopäde vom Ortenau Klinikum. „Im Falle eines Sturzes kann auf Grund der relativ hohen Geschwindigkeit die Wasseroberfläche hart wie eine asphaltierte Straße sein. Da hilft nur die richtige Fall-Technik, um schlimmeren Verletzungen und damit einer langwierigen Physiotherapie vorzubeugen.“

    3. Kite Boarding
    Nicht minder trendig ist das Kite Boarding, bei dem sich Wasser- mit Flugsport mischt. Kite Boarder lassen sich von einem Lenkdrachen über das Wasser ziehen und vollführen mit dem Board aufsehenerregende und bisweilen auch riskante Sprünge. „Kite Boarding gehört mit Sicherheit zu den Sommersportarten, die spektakulär anzusehen sind, aber auch spektakuläre Verletzungen hervorrufen können“, so Dr. Christian Hensler. „Dazu zählen neben komplizierten Trümmerbrüchen, welche vor allem im Knie- und Beinbereich auftreten, auch Rippenbrüche und Prellungen sowie bisweilen sogar Schädelfrakturen.“ Vorkenntnisse in Sportarten mit ähnlichen Bewegungsabläufen, wie etwa Windsurfen, sind deshalb fast schon Voraussetzung, so der Sportmediziner. Zumindest ohne einen intensiven Vorbereitungskurs und die richtige Ausrüstung sollte sich niemand aufs Brett stellen: „Die Kiteboarder werden bei ihren Sprüngen teilweise zehn, fünfzehn Meter hoch in die Luft gezogen, da ist volle Körperbeherrschung gefragt.“ Ebenfalls sollte man nicht die erhöhte Sonnenstrahlung auf dem Wasser unterschätzen sowie die Gefahr, bei Wind vorzeitig auszukühlen. Das bedeutet: „Auf ausreichenden Sonnenschutz achten und gegebenenfalls – auch im Hochsommer! – einen Neoprenanzug tragen.“

    4. Windsurfen
    Das Windsurfen trat vor 30 Jahren seinen Siegeszug an und gehört heute zu den beliebtesten Wassersportarten überhaupt. Mittlerweile gehören die bunten Dreieckssegel auf Deutschlands Seen und am Meer schon zum festen Erscheinungsbild. Für einige Jahre etwas in Vergessenheit geraten, erlebt das klassische Windsurfen mittlerweile eine regelrechte Widergeburt, wie zahlreiche Surfschulen berichten. „Windsurfen ist im Gegensatz zu neueren Trendsportarten wie Wakeboard oder Kite auch für Sportler jenseits der 50 noch problemlos erlernbar“, so Dr. Christian Haefele. „Voraussetzung: ein guter Gleichgewichtssinn und ein regelmäßiges Fitnesstraining vor Sportbeginn, speziell Dehnübungen der Arm- und Rumpfmuskulatur, um den Körper optimal auf die bevorstehenden Bewegungen einzustellen.“ Und falls es doch einmal zum Sturz ins Wasser kommt, ist das nicht weiter tragisch: „vor allem Brustschwimmen gehört zu den gesündesten Formen der Bewegung.“

    5. Beach Volleyball
    Wer lieber Sand unter den Füßen hat, für den ist Beachvolleyball der richtige Sport. Spätestens seit die Teamsportart olympische Disziplin wurde, hat sich Beachvolleyball ganz nach oben auf der Beliebtheitsskala der Trendsportarten katapultiert. „Beach Volleyball ist ideal für jüngere und ältere Menschen“, so der Sportarzt Dr. Christian Haefele. „Das Verletzungsrisiko ist äußerst gering, und als Mannschaftssportart steht das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund.“ Ein wichtiger Tipp, den auch die Profis beherzigen, lautet allerdings: „Bei Sonne unbedingt mit einer Kopfbedeckung spielen und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.“ Gerade bei körperlicher Anstrengung besteht ansonsten die Gefahr eines Hitzschlags. Ein solcher macht sich vor allem durch Schwindel, Übelkeit und starke Kopfschmerzen bemerkbar. „Betroffene sollten schnellstmöglich einen schattigen Platz aufsuchen und den Körper beispielsweise durch Eis, kalte Bäder oder Körperwickel abkühlen.“

    6. Nordic Blading
    Wer als Ski-Langläufer auch im Sommer nicht auf seinen Lieblingssport verzichten möchte, für den dürfte eine brandneue Trendsportart namens Nordic Blading bestens geeignet sein. Dabei handelt es sich um Inline Skating, bei dem die Skater zur Bewegung zusätzlich Stöcke einsetzen. „Nordic Blading ist ohne Frage eine ganze Spur schneller und auch körperlich fordernder als das bekannte Nordic Walking“, so Dr. Christian Haefele. „Es erfordert vor allem eine gewisse Grundfitness sowie koordinative Fähigkeiten“. Das Verletzungsrisiko ist ähnlich wie beim Inline Skaten: „Handschuhe, Gelenkschoner und ein Helm sind Pflicht, sonst ziehen sich Stürzende Verletzungen wie Schürf- und Platzwunden, Prellungen oder sogar Knochenbrüche zu. Grundsätzlich gilt: Die Balancefähigkeit sollte ausgeprägt sein.“ Im Gegensatz zu Wassersportarten wie Wake Boarding oder Kite Boarding ist allerdings die Ausrüstung erheblich preiswerter: „Zum Einstieg reichen Standard-Skates“, so der Sportmediziner. „Die Stöcke allerdings sollten aus Kohlefaser sein, um die Bewegungen auf dem Asphalt abzumildern.“

    Presse-Kontakt:
    NEU:KOM GmbH
    Hajo Neu
    Hans-Bunte-Str. 8-10
    D-69123 Heidelberg
    T. 06221 – 7 390 390
    M. info/a/neu-kom.de

    ORTENAU KLINIKUM
    Dieter W. Schleier
    Leiter Zentrale Unternehmenskommunikation
    und Marketing
    Landratsamt Ortenaukreis
    Badstraße 20
    77652 Offenburg

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