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    SIR-Spheres® Mikrosphären – mit klinischen Daten im Tumorboard überzeugen

    Hamburg, Mai 2014. Das interdisziplinär besetzte Tumorboard ist seit vielen Jahren die entscheidende Instanz bei der Therapie onkologischer Erkrankungen: hier wird für jeden Patienten individuell über die bestmögliche Behandlungsstrategie entschieden. Bei Vorliegen von malignen Lebertumoren oder -metastasen kommen neben dem chirurgischen Vorgehen und der Chemotherapie auch interventionell-radiologische Verfahren wie die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) in Betracht. Onkologen, Interventionelle Radiologen und Chirurgen diskutierten am vergangenen Donnerstag auf dem von Sirtex Medical Europe ausgerichteten Lunch-Symposium des Deutschen Röntgenkongresses, welche Eckdaten vorliegen müssen, um eine Entscheidung für die Behandlung mit SIR-Spheres® Mikrosphären zu treffen.

    Fachübergreifende Diskussionen in Tumorboards ermöglichen die Erstellung multimodaler, individueller Therapiekonzepte, die den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Insbesondere in fortgeschrittenen Krankheitsstadien, in denen die Tumoren nicht mehr reseziert werden können, erweitern additive Verfahren das Behandlungsspektrum und ermöglichen eine Steigerung der Therapieeffizienz. So kann zum Beispiel die Kombination aus Chemotherapie und SIR-Spheres Mikrosphären in der Erst-Linientherapie von Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen zu einer gesteigerten Ansprech- und Tumorremissionsrate und damit zu einer Verlängerung des Gesamtüberlebens führen.1,2,3,4

    In vielen Kliniken ist die SIRT daher bereits ein wesentlicher Baustein des Therapieplans. Diese Zentren setzen die Radioembolisation in der Regel bei Patienten ein, deren Haupttumorlast sich in der Leber befindet und die über einen guten Performance-Status verfügen. Der Bilirubinspiegel darf einen Wert von 2 mg/dl nicht übersteigen und ein hepato-pulmonaler Shunt muss unter 20 Prozent liegen.

    „Ausgehend von der aktuellen Datenlage ist die SIRT eine gute Option für Patienten mit Lebermetastasen des Kolorektalkarzinoms, die nicht auf eine Chemotherapie ansprechen, diese nicht vertragen oder ablehnen. Zudem ist sie eine sehr gute Alternative bei Tumorentitäten, bei denen eine Chemotherapie nur begrenzt eingesetzt werden kann – wie zum Beispiel bei neuroendokrinen Tumoren“, fasst Dr. Martin Fuchs, Leiter des Onkologischen Zentrums DKG und Sektionsleiter der Interdisziplinären Onkologie am Klinikum Bogenhausen in München die Effizienz aus onkologischer Sicht zusammen. Doch auch im Rahmen der Chirurgie gewinnt die SIRT zunehmend an Bedeutung. So nutzen einigen Kliniken die Behandlung mit den radioaktiven Mikrosphären bereits zum Downsizing der Tumoren. Prof. Dr. Jörg Kalff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Bonn, erläutert: „Mit der SIRT können wir bei einigen Patienten eine Hypertrophieinduktion herbeiführen und so eine anschließende sequentielle Resektion vornehmen. Auch besteht dank SIRT die Option einer selektiven Radiodestruktion bei chemotherapierefraktären Patienten mit hepatozellulären Karzinomen.“ In Einzelfällen lässt sich mithilfe der Radioembolisation auch die Wartezeit bis zu einer Lebertransplantation überbrücken.5,6

    „Wir müssen noch besser verstehen lernen, wann und bei welchen Tumoren die SIRT am besten einzusetzen ist. Mit aktuellen Studien und dem bald startenden EU-Register wird ein wichtiger Beitrag zur Evidenz geliefert, so dass sich diese Therapieform zum umfänglich akzeptierten Therapiebaustein entwickeln und adäquaten Eingang in Therapiekonzepte finden kann, wie sie unter anderem in den Leitlinien empfohlen werden", ergänzt Prof. Dr. Thomas Helmberger, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Bogenhausen in München. Derzeit untersuchen große, klinische randomisierte Studien die Wirksamkeit der SIR-Spheres Mirkosphären bei kolorektalen Lebermetastasen und hepatozellulären Karzinomen. Diese Studien werden fundierte Aussagen zum Gesamtüberleben und zur Leberresektionsrate zulassen. Erste Ergebnisse werden aller Voraussicht nach im kommenden Jahr vorliegen.

    Referenzen
    1. Gray B et al. Ann Oncol 2001; 12: 1711–1720.
    2. van Hazel G et al. J Surg Oncol 2004; 88: 78–85.
    3. van Hazel G et al. ASCO Gastrointestinal Cancers Symposium 2009; Abs 419.
    4. Sharma R et al. J Clin Oncol 2007; 25: 1099–1106.
    5. Inarrairaegui et al. Int J Radiat Oncol Biol Phys 2010; 77: 1441–1448.
    6. Ettorre et al. Transplantation 2010; 90: 930–931.

    Pressekontakt:
    Anita Urban
    ipse Communication
    Albrechtstraße 14 B
    10117 Berlin
    Tel.: 030 288846-14
    E-Mail: a.urban@ipse.de

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