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Risikofaktoren einer Thrombose werden unterschätzt - Thrombose-Initiative e.V. klärt auf
Mainz - Ältere Menschen, schwangere Frauen und übergewichtige Personen – dies sind die allgemein bekannten Risikogruppen für eine Thromboseerkrankung. Doch auch Menschen, die nicht zu einer dieser Gruppen gehören, können von der Krankheit gefährdet sein. Die Liste der Risikofaktoren einer Thrombose ist lang und vielen unbekannt.
„Oft werden die möglichen Auslöser einer Thrombose unterschätzt“, erklärt Dr. med. Christian Moerchel, Vorsitzender der Thrombose-Initiative e.V., Facharzt für Allgemeinmedizin und gesundheitspolitischer Sprecher der CDU im Stadtrat in Mainz. „Die Risikofaktoren sind vielfältig und können jeden betreffen.“
Unterschieden wird zwischen zwei Gruppen von Risikofaktoren: Einerseits gibt es die Akut-Risikofaktoren. Darunter werden kurzfristig auftretende Ereignisse verstanden, die alle mit einer Bewegungseinschränkung einhergehen. In diesen Bereich fallen Operationen, Gipsverbände und akute internistische Erkrankungen, aber auch Fernreisen und Infektionen wie beispielsweise eine Grippe, die eine akute Bettruhe zur Folge hat.
Auf der anderen Seite stehen die Basis-Risikofaktoren. Diese beinhalten individuelle Anfälligkeiten für eine Thrombose, die der Patient mit sich bringt. Dazu zählen ein erhöhtes Lebensalter, Thrombosefälle in der Familiengeschichte, erheblich eingeschränkte Herzleistungen und eine angeborene Gerinnungsneigung. Auch Veränderungen des Hormonhaushaltes, beispielsweise die Einnahme der Anti-Baby-Pille, eine Schwangerschaft oder andere Hormonsubstitutionen, reihen sich hier ein. Die Rolle des Übergewichts hingegen wird noch kritisch diskutiert.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Basis-Risikofaktoren ein bestehendes Akut-Risiko zusätzlich erhöhen. „Trifft ein Akut-Risiko mit einem Basis-Risiko zusammen, sind vorbeugende Maßnahmen empfehlenswert“, erläutert Dr. Moerchel. „Je mehr Faktoren zusammentreffen, desto größer wird das Risiko einer Thrombose.“ Die Risikobestimmung ist sehr komplex, daher ist es ratsam, bei Zweifeln und Unsicherheit den Arzt zur Beratung aufzusuchen.
Informationsbroschüre anfordern
Wer mehr zum Krankheitsbild einer Thrombose erfahren möchte, kann die Informationsbroschüre „Thromboserisiken – erkennen und handeln“ kostenlos im Internet unter www.thrombose-initiative.de abrufen oder direkt anfordern bei der Thrombose-Initiative e.V., c/o Euro RSCG ABC GmbH, Kaiserswerther Straße 135, 40474 Düsseldorf, Telefon: 0211-91 49 711 oder per E-Mail an info@thrombose-initiative.de.
Mitmachen bei der Patientenbefragung!
Die Thrombose-Initiative e.V. will helfen, Thrombosen und Lungenembolien zu vermeiden. Dazu ist es wichtig zu erfahren, wann und wie heute in Deutschland Thrombosen und Lungenembolien auftreten und welche Menschen betroffen sind. Nur so ist es möglich, ein Patientenregister anzulegen und erstmals eine entsprechende wissenschaftliche Datenbasis aufzubauen. Deshalb wird jeder, der in den letzten 5 Jahren eine solche Erkrankung erlitten hat, gebeten, sich an der Patientenbefragung zu beteiligen. Entweder kann der Fragenbogen direkt beim Organisationsbüro angefragt werden (Thrombose-Initiative, c/o Euro RSCG ABC GmbH, Kaiserswerther Straße 135, 40474 Düsseldorf, Telefon: 0211-91 49 711) oder via Internet. Unter www.thrombose-initiative.de können Fragebogen und Informationsflyer zur Patientenbefragung heruntergeladen, ausgedruckt oder gleich online ausgefüllt werden. Der Datenschutz wird selbstverständlich eingehalten.
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Immer noch sterben in Deutschland täglich Menschen an einer Lungenembolie als Folge einer tiefen Beinvenenthrombose. Viele von ihnen könnten durch eine adäquate Prophylaxe und frühzeitige Behandlung gerettet werden. Der Tod durch Lungenembolie ist in den meisten Fällen vermeidbar.
Die Thrombose-Initiative e.V. will vorbeugen, indem sie als Plattform über die venöse Thromboembolie (VTE) aufklärt. Ziel ist es, das Bewusstsein für das Krankheitsbild zu schärfen und zur verbesserten Vorbeugung sowie zur Sicherstellung einer wirksamen Risikoprophylaxe beizutragen.
Weitere Informationen unter www.thrombose-initiative.de.
Pressekontakt:
Thrombose-Initiative e.V.
Presse- und Organisationsbüro
c/o Euro RSCG ABC GmbH
Verena Wachten
Kaiserswerther Straße 135
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211/91 49-711
Fax: 0211/91 49-855
Email: info@thrombose-initiative.de



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